
Oppenheimer wurde gerade in Japan gezeigt Acht Monate nach der offiziellen Veröffentlichung des Films
Am vergangenen Wochenende konnte Japan endlich Oppenheimer sehen, den mit sieben Oscars ausgezeichneten Film unter der Regie von Christopher Nolan, der die Geschichte des Erfinders der Atombombe erzählt, die 1945 Hiroshima und Nagasaki traf. Japanische Kinos konnten Oppenheimer nur acht Monate nach der Veröffentlichung des Films zeigen, da Universal Pictures, das für den Vertrieb zuständige Studio, zunächst beschloss, das Land nicht in die Liste der weltweiten Kinostarts im Juli aufzunehmen. Die Veröffentlichung von Oppenheimer fiel mit der von Barbie zusammen, Greta Gerwigs Film über die berühmte blonde Puppe, ein Zufall, der zu dem Phänomen führte, das heute weltweit als Barbenheimer bekannt ist, das jedoch aufgrund seines ironischen Tons das japanische Publikum gegenüber Nolans Film noch feindseliger machte.
Nach Angaben von Universal gilt Oppenheimer als der Film mit den höchsten Einnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg aller Zeiten, während er in Japan an der Kinokasse vorerst an dritter Stelle steht. Um die Marketingkampagne des Films an das japanische Publikum anzupassen, arbeitete Universal mit Tomonaga Masao, dem Vorsitzenden der Nagasaki Atomic Bomb Survivors Group „Hibakusha“, zusammen. Auf der japanischen Website des Films wurden Masaos erste Eindrücke bei der Vorstellung von Oppenheimer veröffentlicht, darunter eine Bemerkung zur Verantwortung, die Politiker für den Erhalt einer Welt ohne Atomwaffen tragen. Die Plattform zitiert auch den ehemaligen Bürgermeister von Hiroshima, Hiraoka Takashi, der sagt: „Die Atmosphäre von damals durchdringt unsere Welt heute noch.“ Die Doppelbomben am 6. und 7. August 1945, zuerst auf Hiroshima und dann auf Nagasaki, beendeten den Zweiten Weltkrieg und veranlassten Japan zur Kapitulation, aber sie töteten mindestens 110.000 Menschen und Hunderttausende weitere aufgrund der Kollateraleffekte der radioaktiven Wellen. Noch heute erinnert sich Japan mit Schmerz an das tragische Ereignis, weshalb die Memefizierung des Films über den Erfinder der Bombe beim Publikum des Landes gemischte Reaktionen ausgelöst hat. Im vergangenen Sommer, bevor die Universal Studios beschlossen, den Film nicht in Japan zu vertreiben, verbreitete sich der Hashtag #NoBarbenheimer in den sozialen Medien.













































