„Mother Mary“ und der Popstar-Kult Zwischen Mode, Geistern und Liebe mit Anne Hathaway und Michaela Coel

Jede Liebesgeschichte ist eine Geistergeschichte. Also, wohin gehen die Geister, wenn eine Beziehung endet? Mutter Maria versucht, den Bindungen Platz zu geben, auch wenn Menschen wegziehen, vereint durch einen roten Faden, der in dem von David Lowery geschriebenen und inszenierten Film wie ein wirbelnder Stoff geformt ist, ein Tüll, der die Protagonisten nicht nur umhüllt, sondern sie durchbohrt, bis er sie durchdringt. Es ist die Aufgabe der Designerin die von Michaela Coel von I May Destroy You, einer der wichtigsten britischen Ausstellungen zeitgenössischer Serien. Und nur durch den Stoff kann seine Beziehung zu Anne Hathaways Popstar ihr eigenes Bild finden, rot wie eine Leidenschaft und wie das Blut, das er sieht, wenn sie endet.

Die Bedeutung von Mutter Maria

Obwohl Mutter Marys Slogan uns sagen will, dass ihr Film kein Film über Geister ist, scheiterte Lowerys Versuch, den Zuschauer einer außersinnlichen Umgebung zu entfremden, zunächst (und sie weiß es gut), sodass wir sofort die immaterielle Dimension wahrnehmen, in die sich die Protagonisten bald hineinversetzen werden, sowie den Schauer, der den Rücken hinunter zu spüren sein wird. Die ständige Präsenz, die die Geschichte durchzieht, fehlt, und die Figur von Hathaway will wieder ins Rampenlicht zurückkehren, aber dafür braucht sie Klarheit. Dasselbe, das David Lowery nur so vor Metaphern und Überbauten strotzt, für deren Erreichung die Protagonisten sich lösen müssen, als ob es eine Herausforderung wäre. Entfernen Sie jegliche Infrastruktur, um zum Wesentlichen zu gelangen: zu einer fertigen Geschichte, zu einer kompromittierten Arbeitsbeziehung, zu einer Verbindung, die über den Raum hinausgeht und die von den Fantasien und immateriellen Überresten dessen bewohnt wird, was gewesen ist.

Schließlich hatte Lowery bereits das Ende einer Beziehung erzählt, obwohl es vom Unglück des Lebens diktiert wurde. Und selbst dann war es ein Geist, der als Zeugnis übrig blieb. Ein Blatt mit Augen und Beinen, dessen Folge der menschlichen Abreise zu einer Verewigung im Laufe der Zeit geführt hat, durch die Veränderung des Ortes, an dem das Gespenst weiterhin gelebt hat. Ein stilles Wesen (der Geist), das in A Ghost Story zum Schwerpunkt wird, um zu entdecken, wie sich alles um einen einzigen Punkt herum verändert. Ein ergreifendes Werk sowie eine Lektion über Raumzeit. Über Verlust als etwas, das so bleibt, dass es sogar seine eigene Materialität annimmt, was dann auch bei Mutter Maria passiert — und das daher eine Geistergeschichte ist, wenn auch mit konkreten Wesen ebenso wie fantasievoll. Es verleiht den Gefühlen Substanz, die in der Arbeit als Albträume zwischen beschwörenden Riten und Nervenzusammenbrüchen verkleidet sind, um uns in Geistern zu verwirren.

Mutter Maria — Handlung, Charaktere und Besetzung

In dem Mysterium, das Lowery entwirft, führen die Charaktere von Hathaway und Coel lange Gespräche, um eine Beziehung zu analysieren, die im Film einen doppelten Wert hat. Da ist der menschliche Plan, das Gefühl zwischen zwei Frauen in ihrer Privatsphäre. Und dann ist da noch das professionelle Niveau, das sich unweigerlich auf das persönliche Leben des Paares auswirkt, was die Arbeit dazu veranlasst, über eine der intensivsten Verbindungen nachzudenken, die man eingehen kann, wie die zwischen einer Künstlerin und denen, die sich ihrem Bild widmen, mit demjenigen, der es trägt und der irgendwie ein Stück von sich selbst in das andere einfügt.

Was wird also aus dem Künstler? Ein Spiegelbild der Wünsche eines anderen oder ein Wunsch, der seinerseits an seine Fans gerichtet ist? Ohne Zweifel ist es die Synergie zwischen dem Kunstwerk und der Person, die es schafft, die Mutter Maria letztendlich auslöst, was jeden Künstler dazu bringen sollte, über die Verbundenheit nachzudenken, die er zu denen hat, die ihm helfen, seine Maske aufzusetzen. Denn auch das ist und muss eine Liebesgeschichte sein, die statt Klängen und Räumen wie in A Ghost Story in Mother Mary mit Hautveränderungen stattfindet, die manchmal aus Korsetts und Perlen bestehen. Von Outfits, die, wie uns die Popstars beigebracht haben, von einer Person (und ihren Geistern) zu erzählen wissen und uns zeigen, wie jeder seine eigene, andere Ära repräsentieren kann.

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