Jetzt wollen die Arnaults Barbie kaufen? Gerüchte über die Übernahme von Mattel durch den L Catterton Fund

Den neuesten Nachrichten zufolge hat L Catterton, ein von LVMH unterstützter Private-Equity-Fonds, der der Familie Arnault gehört, Mattel ins Visier genommen, das multinationale Unternehmen hinter berühmten Spielzeugmarken wie Hot Wheels, Fisher-Price und der inzwischen hyperikonischen Barbie. Laut Reuters hat das Übernahmeangebot auch das Interesse des Konkurrenzunternehmens Hasbro geweckt, das erwägt, der Gruppe einen alternativen Vorschlag zu unterbreiten. Nachdem verschiedene internationale Publikationen über die Neuigkeiten berichtet hatten, teilte Mattel der Los Angeles Times mit, dass das Unternehmen sich immer noch in der Lage fühle, es alleine zu schaffen. Ein Unternehmensvertreter entschied sich, sich zu den jüngsten Gerüchten nicht zu äußern, fügte jedoch hinzu: „Wir sind sehr zuversichtlich in die Strategie von Mattel und unsere Fähigkeit, als eigenständiges Unternehmen langfristigen Wert für die Aktionäre zu schaffen.“ Seit der Ankündigung des Vorschlags von L Catterton und dem möglichen Gegenangriff von Hasbro sind die Aktien von Mattel um 15% gestiegen, während die von Hasbro um 1,14% gestiegen sind.

Derzeit verwaltet L Catterton Vermögenswerte im Wert von 34 Milliarden Dollar und hat in den letzten Jahren über 250 Investitionen in Verbrauchermarken getätigt. Vor Kurzem erwarb das Unternehmen 42% der Value Retail-Outlets für 1,5 Milliarden Dollar und erwarb eine Mehrheitsbeteiligung an der Beauty-Marke Kiko Milano. Darüber hinaus unterstützte das Unternehmen die Familie Della Valle bei der Übernahme und Streichung von Tod's von der Börse. Die expansive Strategie des Fonds, der von der mächtigsten Modefamilie verwaltet wird, erklärt perfekt das potenzielle Interesse der Arnaults an Mattel, einem Unternehmen, das dank des Erfolgs des Barbie-Films und der Ausweitung seiner Präsenz in der Filmbranche ein Umsatzwachstum verzeichnet hat.

Einige Branchenexperten weisen darauf hin, dass L Cattertons Interesse an Mattel einen Bieterkrieg mit Hasbro und anderen Kandidaten auslösen könnte. Mattel, das kurz vor der Vorlage seines Halbjahresabschlusses steht, verzeichnete im ersten Quartal einen Umsatzrückgang von 1%, aber eine Verbesserung der Bruttobetriebsmarge auf 54 Millionen Dollar. Derzeit setzt das Spielzeugunternehmen weiterhin alles auf Filmproduktionen, die auf den Nostalgie-Faktor setzen. Projekte wie der von J.J. Abrams produzierte Hot Wheels-Film und der Polly Pocket-Film mit Lily Collins in der Hauptrolle. Trotz der jüngsten Erfolge und Äußerungen von Unternehmensvertretern könnte Mattel angesichts einer Liste ziemlich anspruchsvoller Initiativen wie drei neuer Filme in Produktion und des wachsenden Investorendrucks gezwungen sein, eine entscheidende Entscheidung zu treffen: mit einzelnen Spielen fortzufahren oder endlich Teil eines Teams zu werden.

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