LVMH gehört nicht mehr zu den fünf mächtigsten Aktien Europas Luxusaktien fallen

Bis Anfang 2024 war Bernard Arnault der reichste Mann der Welt, einen Titel, den er in den letzten Monaten verlor, als der Name des Luxusmagnaten hinter Mark Zuckerberg, Jeff Bezos und Elon Musk auf den fünften Platz rutschte. Die Macht des CEO von LVMH geht Hand in Hand mit der seines Unternehmens, das bis vor Kurzem eines der größten börsennotierten europäischen Unternehmen war, jetzt aber unter dem fünften Platz liegt. An diesem Donnerstag fielen die LVMH-Aktien um weitere 3%, sodass sich der Gesamtrückgang im Jahr 2025 auf 25% erhöhte. Jetzt ist der Marktwert des Konglomerats (239 Milliarden Euro) niedriger als der von Nestlé, der bei rund 280 Milliarden Euro liegt. Es ist ein schwieriges Jahr für das französische Unternehmen hinter Louis Vuitton, Dior, Fendi und Bulgari: Es steht vor dem schlimmsten Aktienrückgang seit der Finanzkrise 2008.

Gegenwärtig stellen zwei Grenzen die größten Herausforderungen dar, denen sich Luxusgüter stellen müssen: Amerika, wo Trumps Zölle hohe Zölle auf alle Importe erheben, und China, das immer weniger Interesse an exklusiven Waren zeigt. Abgesehen von Japan könnten in der Region Asien-Pazifik weitere Verluste zu verzeichnen sein, die nach Schätzungen von Analysten 6,4% erreichen könnten, wobei die Region China bereits im vergangenen April einen Umsatzrückgang von 11% verzeichnete. Obwohl LVMH nicht nur mit Mode, sondern auch mit anderen Luxusgütern wie Schmuck und Champagner handelt, bleiben Bekleidung und Lederwaren die profitabelsten Geschäftsbereiche, auch wenn sie in den kommenden Monaten Verluste von bis zu 3,7% erleiden könnten. Amerika, nach Asien der zweitgrößte Markt der Gruppe, stellt auch weiterhin eine Bedrohung für die Zukunft von LVMH dar. Aus diesem Grund hat das Unternehmen die Anleger bereits vor dem nächsten Quartal gewarnt und mit einem weiteren Druck gerechnet, der seinen Marktwert belasten wird. Es muss gesagt werden, dass LVMH nicht der einzige große europäische Luxusname ist, der Probleme hat: Neben ihm stehen Chanel, das gerade seinen ersten Gewinnrückgang seit fünf Jahren verzeichnete, und Kering, das mit Ausnahme von Bottega Veneta weiterhin an allen Fronten Verluste erleidet. Die Prada-Gruppe und Hermès scheinen die letzten beiden zu sein, aber um den aktuellen Stand der Technik wirklich zu verstehen, müssen wir abwarten, wie sich die Zollsituation entwickelt.

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