
Italienische Mode braucht 75.000 neue Fachkräfte Dies wurde in Rom während des Altagamma-Tages 2024 besprochen.
Der Mangel an Talenten in der Luxusindustrie wurde während der Giornata Altagamma 2024, die gestern in Rom stattfand, deutlich zutage, an der prominente Persönlichkeiten wie der Minister für Unternehmen und Made in Italy, Adolfo Urso, und Botschafter Mario Vattani, Generalkommissar der Expo 2025 Osaka, teilnahmen. Die Altagamma Foundation legte in Zusammenarbeit mit Unioncamere alarmierende Daten zu Beschäftigungs- und Berufsprognosen in Italien für den Zeitraum von 2024 bis 2028 vor. 276.000 Menschen werden in den Branchen Automobil, Lebensmittel, Gastgewerbe, Mode und Design gesucht. Unternehmen schätzen, dass es in 50% der Fälle schwierig ist, Personal zu finden, obwohl die Jugendarbeitslosenquote bei rund 20% liegt. In der Modebranche, dem Flaggschiff von Made in Italy, werden bis 2028 75.000 neue Fachkräfte benötigt, und es werden schätzungsweise 483.000 Mitarbeiter beschäftigt. Trotz der wachsenden Nachfrage berichten Modeunternehmen in 47,5% der Fälle von Schwierigkeiten, qualifiziertes Personal zu finden. Der Mangel an geeigneten Kandidaten gefährdet die Kontinuität und Innovation einer Branche, die sich seit jeher auf italienische handwerkliche und kreative Qualität verlassen hat.
Matteo Lunelli, Präsident von Altagamma, betonte die Dringlichkeit der Ausbildung neuer Talente: „Angesichts des Beschäftigungsbedarfs an 276.000 Profilen in den nächsten fünf Jahren muss die Ausbildung neuer Talente eine Priorität für das gesamte italienische verarbeitende Gewerbe sein, [...]. Das gemeinsame Ziel von Unternehmen, Verbänden und Institutionen muss der Aufbau eines positiven Ökosystems sein, in dem Fertigungsarbeit für junge Menschen zum Ehrgeiz wird und in dem das Bildungssystem in der Lage ist, die richtigen Fähigkeiten und sozialen Kompetenzen sicherzustellen.“ Der Bedarf an neuen Fachkräften betrifft nicht nur die Mode, sondern alle Bereiche von Made in Italy. Die Zahlen sind eindeutig: Für den Automobilsektor werden 80.000 Einheiten benötigt, wobei bis 2028 schätzungsweise 752.000 Mitarbeiter beschäftigt sein werden; im Lebensmittelsektor werden 60.000 benötigt, wobei in den nächsten vier Jahren schätzungsweise 495.000 Mitarbeiter beschäftigt sein werden; im Gastgewerbe werden 32.000 Einheiten benötigt, mit einer Schätzung von 230.000 Mitarbeitern und weitere 29.000 im Designbereich, mit einer Schätzung von 240.000 Mitarbeitern bis 2028. Auch in diesen anderen Branchen haben Unternehmen Schwierigkeiten, das erforderliche Personal zu finden. In der Designbranche sind es bis zu 57% der Fälle, im Automobilsektor 55,9% und im Gastgewerbe 47,7%.













































