5 Stilfehler, die man im Sommer im Restaurant vermeiden sollte Eine Hose mit Hemd war wohl zu viel verlangt, oder?

In dieser Ära des „Ich trage, was ich will" ist es üblich, die Selbstdarstellung über die Normen des gesellschaftlichen Anstands zu stellen – besonders beim Auswärtsessen. Wie oft sind Sie schon an der Außenterrasse eines schönen Restaurants am Meer vorbeigegangen und haben abends den unvermeidlichen amerikanischen Touristen entdeckt, der gekleidet war, als stünde er kurz vor einer Bergbesteigung – im T-Shirt und Funktionssandalen? Manche werden sagen, dass jemand, der am Ende die Rechnung bezahlt, anziehen kann, was er möchte – das sei seine Sache. Aber so funktioniert das nicht.

Es liegt uns fern, wie Alain Elkann im Zug nach Foggia zu klingen, aber es muss gesagt werden: Menschen in Badekleidung, ausgewaschenen T-Shirts und Klappsonnenbrillen in einem gepflegten Bistro am Meer zu sehen, vergiftet nicht nur die Atmosphäre des gesamten Raumes, sondern könnte auch den Genuss einer frischen Garnele oder eines Tellers Spaghetti alle vongole trüben. Es gibt schlicht keine Entschuldigung für Schlampigkeit: Niemand sollte je in die Lage kommen, sich – wie in der berühmten Szene aus Mad Men – sagen lassen zu müssen: „Man braucht kein Geld, um sich besser anzuziehen als du."

Bevor jemand zu Fackeln und Mistgabeln greift, ein Hinweis: Wir sprechen hier von Abendgarderobe oder einem formellen Mittagessen – Ihren lockeren Happen in der Strandbude dürfen Sie selbstverständlich im Badeanzug zu sich nehmen.

Hier also 5 Stilfehler, die man im Sommer im Restaurant vermeiden sollte.

1. Diese unseligen Zehen

Die Logik ist einfach: So einladend ein Restaurant auch sein mag, es ist nicht Ihre Hinterveranda. Aber es gibt noch einen weiteren Aspekt: Niemand sollte beim Essen Zehen in seinem Blickfeld haben. Während eine zarte Sandale für Frauen erlaubt ist (und Frauen ihrer Pediküre in der Regel ausreichend Aufmerksamkeit schenken), ist sie für den Rest der Welt nicht ratsam. Sie möchten Austern in Birkenstocks essen? Das steht Ihnen völlig frei, genauso wie es anderen völlig freisteht, Sie dafür zu beurteilen. Sie möchten in Gummi-Flip-Flops gehen? Dagegen müsste es eigentlich ein Gesetz geben.

Die einzigen Ausnahmen: wenn die Sandale objektiv außerordentlich elegant ist (mit Klettverschluss oder aus Kunstmaterial ist sie das übrigens nicht); wenn die Pediküre mit der Präzision eines chirurgischen Eingriffs ausgeführt wurde; wenn das Gesamtbild absolut tadellos ist.

2. Die Deltamuskeln im Zaum halten

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Mit dem Boom der Fitnesskultur und der Welle der Metrosexualität 2.0, verkörpert durch Ryan Goslings Ken, hat eine große Anzahl junger Männer – mit der für ihr Alter typischen Kühnheit und jenem Sinn für mechanische, unkritische Rebellion gegen gesellschaftliche Konventionen – damit begonnen, im Unterhemd ins Restaurant zu kommen.

Zugegeben, ein Unterhemd kann in informelleren und divertidos gesellschaftlichen Umgebungen durchaus sexy wirken – es im Restaurant zu tragen ist jedoch ungefähr so, als würde man Sneaker zu einer Hochzeit tragen: Vielleicht haben Sie nichts anderes im Schrank, vielleicht glauben Sie, die Regeln gelten nicht für Sie, vielleicht fühlen Sie sich „modern", vielleicht wissen Sie schlicht nicht, wie man sich kleidet. Ein Unterhemd unter einem Hemd ist gerade noch akzeptabel, aber im Allgemeinen möchte niemand beim Essen seiner Fisch-Entrées Ihre Achselhöhlen sehen – oder schlimmer noch, den zweitägigen Nachwuchs Ihrer letzten Wachsbehandlung.

3. Die falschen Shorts

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Anders als andere werden wir Ihnen nicht sagen, dass Shorts grundsätzlich falsch sind. Aber es gibt Shorts und Shorts. Ein Paar, das nicht zu kurz ist, mit einer schönen Bügelfalte, in einem edlen Stoff und einer gediegenen Farbe, kann bei einem Abendessen in Strandnähe oder einem weniger formellen Anlass durchgehen – vorausgesetzt, die Beine darin sind einigermaßen vorzeigbar. Jedoch sind Shorts, die auch nur im Entferntesten sportlich wirken oder Cargotaschen, Kordelzüge oder baumelnde Verzierungen aufweisen, schlicht und ergreifend ungepflegt. Daran führt kein Weg vorbei: Noch schlimmer, wenn sie wie eine Dreiviertelhose bis unter das Knie fallen – kein Restaurant ist so informell, dass es ein solches Outfit verdient.

Wenn Sie bei diesem Punkt unschlüssig sind, wenden Sie die Gianni-Agnelli-Methode an: Fragen Sie sich: „Hätte Gianni Agnelli sie getragen?" Wenn die Antwort Nein lautet, nun, dann haben Sie Ihre Antwort.

4. Die Baseballkappe

Stellen wir uns vor: Sie sind Teenager oder ein Erwachsener, der sich jung fühlt; aufgewachsen mit allem Hip-Hop, den Sie in die Finger bekommen konnten, und das Herzstück Ihres Stils ist eine jener Basebballkappen, die früher 50 Cent oder John Cena mit lässiger Nonchalance trugen. Alternativszenario: Sie haben sich zu viele Old Money Aesthetic"-Moodboards angesehen und sich eingeredet, Sie seien irgendein Mitglied der Kennedy-Familie im Urlaub in Hyannis Port oder beim Schlendern durch die Straßen New Yorks – oder vielleicht ein Anhänger von Ralph Lauren in den 90ern. In all diesen Fällen könnten Sie meinen, dass das Tragen einer Baseballkappe im Restaurant akzeptabel, ja sogar jugendlich und cool sei. Sie liegen falsch. Man isst mit unbedecktem Kopf. Punkt.

5. Das Hawaiihemd

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Sie sind endlich im Urlaub, fühlen sich ironisch und alternativ und beschließen, überall ein Hawaiihemd zu tragen. Am Strand? Perfekt. Zum Tanzen? Potenziell amüsant, wobei Sie es selbst durchziehen müssen. Im Restaurant? Begeben Sie sich direkt ins Gefängnis, ziehen Sie keine Karte.

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