Ist Leasing die Zukunft von technischen Geräten? Apple war das erste große Unternehmen, das einen Schritt in diese Richtung unternahm

Vor Kurzem hat Apple ein Programm für den Kauf von iPhones, Macs, iPads oder Apple Watches durch Leasing eingeführt. In diesem Fall wird das Gerät nicht sofort gekauft: Der Benutzer zahlt eine regelmäßige Gebühr für einen bestimmten Zeitraum und kann am Ende des Vertrags wählen, ob er es auskauft oder im Austausch gegen ein neueres Modell zurückgibt. Das Unternehmen bot bereits ähnliche Lösungen für Unternehmen an, aber mit dem Apple Upgrade-Programm wurde dieses Modell auch auf Verbraucher ausgedehnt.

Das Programm ist derzeit nur in den USA verfügbar und geht auf eine Partnerschaft mit Klarna zurück, dem Zahlungsdienst, mit dem Benutzer Waren kaufen und die Kosten im Laufe der Zeit verteilen können. Beim Apple Upgrade wird eine monatliche Rate über einen Zeitraum von zwei Jahren gezahlt. Beispielsweise kann jemand, der sich für ein iPhone 17 Pro entscheidet, 31,99 USD pro Monat zahlen und insgesamt rund 770 USD ausgeben, verglichen mit einem Listenpreis von 1.099 USD. Am Ende des Tarifs kann der Benutzer entscheiden, ob er das Gerät behalten, die Differenz zum Listenpreis zahlen oder es zurückgeben möchte.

Was hat die RAM-Marktkrise mit all dem zu tun?

@sidneydiongzon How do you feel about Apple Upgrade? #Apple #appleupgrade original sound - Sidney Diongzon

Der Anstieg der Alternativen zum traditionellen Einkauf ist zu einem großen Teil auf die steigenden Kosten für technische Geräte zurückzuführen, die auf den Preisanstieg für RAM zurückzuführen sind — die Komponenten, die zur Verarbeitung und temporären Verwaltung von Daten verwendet werden und die mit dem Wachstum der künstlichen Intelligenz besonders gefragt wurden. Der KI-Sektor benötigt eine enorme Speicherkapazität für seine Rechenzentren die Infrastrukturen, die Tausende von Servern beherbergen und die Rechenleistung bereitstellen, die für den Betrieb von Diensten wie ChatGPT oder Claude unter anderem erforderlich ist.

Angesichts seiner Größe und Kaufkraft schien es Apple zunächst gelungen zu sein, die Auswirkungen des sogenannten „Ramageddon“ — wie Insider die Krise nannten, von der diese Komponenten betroffen waren — zu begrenzen. Im Laufe der Zeit war jedoch selbst das Unternehmen aus Cupertino gezwungen, zumindest einen Teil der steigenden Kosten des Sektors an die Verbraucher weiterzugeben, was die Preise mehrerer seiner Produkte erhöhte. Tim Cook, der ehemalige CEO von Apple, hatte die Situation metaphorisch mit einer Flut verglichen und davor gewarnt, dass die Auswirkungen der Krise noch lange anhalten könnten.

Ist Apple Upgrade erst der Anfang?

Apple Upgrade scheint der erste Schritt zu einer umfassenderen Veränderung der Art und Weise zu sein, wie technische Produkte gekauft und verwendet werden. Immer mehr Unternehmen arbeiten an Programmen, die es Benutzern ermöglichen, ein Gerät zu verwenden, ohne sofort dessen Besitzer zu werden — je nachdem, ob es sich um Leasing- oder Mietverträge handelt. In den letzten Monaten hat Sony diese Richtung eingeschlagen und im Vereinigten Königreich ein Programm gestartet, das es Verbrauchern ermöglicht, eine PlayStation 5 im Rahmen einer Leasingvereinbarung zu kaufen, ebenso wie HP, das vor der Schließung einen Plan eingeführt hatte, der es Benutzern ermöglichte, Computer für Spiele zu mieten.

Diese Vereinbarungen sind jedoch mit spezifischen Vertragsbedingungen verbunden, verglichen mit dem direkten Besitz eines Geräts, sowie mit potenziellen zusätzlichen Kosten unter bestimmten Umständen. Wie The Verge feststellt, würde im Fall von Apple Upgrade das „gekaufte“ Produkt technisch gesehen für die gesamte Dauer des Mietvertrags Eigentum von Klarna bleiben — und nach Angaben des Technologieunternehmens kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Nutzer eine zusätzliche Summe zahlen muss, sollte er das Produkt in einem Zustand zurückgeben, der gemäß den Vertragsbedingungen als unzureichend erachtet wird.

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