Die Generation Z verbringt fast 8 Stunden am Tag vor ihren Handys Ein Problem, das hauptsächlich junge Menschen betrifft, aber nicht nur sie, und das Experten und Institutionen seit langem beschäftigt

Kürzlich wurde der Gen Z Screen Time Report 2026 veröffentlicht, eine Studie, die die Entwicklung digitaler Gewohnheiten bei Personen analysiert, die zwischen 1997 und 2012 geboren wurden. Der Bericht wurde von DC DX erstellt, einem Unternehmen, das sich auf Marktforschung und Verhaltensanalyse von Jugendlichen spezialisiert hat. Die Studie zeigt, dass die Zeit, die mit Smartphones verbracht wird, weiter zugenommen hat, obwohl der Wunsch, die Verbindung zu trennen, zunehmend von jüngeren Generationen und darüber hinaus zum Ausdruck kommt.

Die Generation Z verbringt ein Drittel des Jahres auf ihrem Handy

Die im Bericht enthaltenen Zahlen helfen dabei, diesen Trend in einen Kontext zu stellen. Im Jahr 2025 erreichte die durchschnittliche tägliche Bildschirmzeit der Generation Z 7 Stunden und 43 Minuten, was einem Anstieg von 4,8 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Der tägliche Median lag bei 7 Stunden und 30 Minuten. Auf wöchentlicher Basis entspricht dies einer Nutzungsdauer von mehr als 54 Stunden (6,7% gegenüber dem Vorjahr), eine Zahl, die bestätigt, dass die Bildschirmzeit noch schneller wächst als in den letzten zwei Jahren, was nach der Verlangsamung im Jahr 2024 eine neue Phase der Beschleunigung darstellt. Auf jährlicher Ebene bedeutet dies ungefähr 122 Tage pro Jahr, die vor einem Bildschirm verbracht werden, verglichen mit 118 Tagen, die dem Schlafen gewidmet sind, und etwas mehr als 120 Tagen für alle anderen Aktivitäten.

In dieser Landschaft bleiben die Apps, die am meisten Zeit in Anspruch nehmen, soziale Plattformen und Unterhaltungsplattformen. TikTok führt das Ranking für die durchschnittliche wöchentliche Nutzung mit über 10 Stunden an, gefolgt von Instagram mit mehr als 9 Stunden, während Nachrichten und YouTube weiterhin eine zentrale Rolle im digitalen Alltag der Generation Z spielen. Sogenannte „funktionale“ Apps wachsen ebenfalls, darunter Google und ChatGPT, die 2025 auf #14 kletterten, nachdem sie im Jahresvergleich um 18 Positionen gestiegen waren. Trotz einer relativ niedrigen Öffnungsfrequenz ist die Nutzung durch lange, fokussierte Sitzungen geprägt, die oft mit Lernen, Recherchen und Problemlösungen verbunden sind. Dies deutet darauf hin, dass neben dem gewohnten Scrollen eine eher instrumentelle, aufgabenorientierte Beziehung zum Smartphone entsteht, was jede Verkürzung der Online-Zeit zu einer noch komplexeren Herausforderung macht.

So „entgiften“ Sie von Ihrem Smartphone

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Die Auswirkungen einer übermäßigen Smartphone-Nutzung, insbesondere bei Jugendlichen, stehen seit langem im Mittelpunkt der öffentlichen Debatte und sind Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Studien. Der Drang, sein Gerät manchmal zwanghaft in verschiedenen Kontexten und Tageszeiten zu überprüfen, wird von Experten als mögliches Symptom einer bestimmten Form von Angst interpretiert, deren Schweregrad von Fall zu Fall unterschiedlich ist.

Die Reduzierung der Smartphone-Nutzung ist einer der häufigsten Neujahrsvorsätze. Dieses Ziel teilen insbesondere diejenigen, die Aktivitäten wie Lesen, Schauen eines Films ohne Ablenkung, persönliche Gespräche oder Sport mehr Aufmerksamkeit widmen möchten. In den letzten Jahren haben die Plattformen selbst eine ganze Reihe von Inhalten zu diesem Thema veröffentlicht, darunter Testimonials von Menschen, die sich dafür entscheiden, Social-Media-Apps zu löschen oder ihr Smartphone zu bestimmten Tageszeiten nicht mehr zu benutzen, und in denen die Vorteile einer solchen Vorgehensweise erklärt wurden.

Eine Möglichkeit, die auf Smartphones verbrachte Zeit zu reduzieren, besteht darin, die integrierten Funktionen von Betriebssystemen zu nutzen. Unter iOS können Benutzer beispielsweise Tageslimits für bestimmte Apps festlegen. Es gibt jedoch noch radikalere Strategien. In ihrem Buch How to Break Up With Your Phone schlägt die Wissenschaftsjournalistin Catherine Price vor, dass diejenigen, die ihr Smartphone „entgiften“ möchten, sich ihrer Gewohnheiten bewusster werden und über die wahren Gründe nachdenken sollten, warum sie so oft ihr Telefon in der Hand halten und nach kreativen oder anderen Lösungen suchen, um es nicht zu benutzen, wenn es nicht nötig ist.

Frankreichs Initiative zum Verbot sozialer Medien

@sbsnews_au France could become the second country in the world to ban social media for some teenagers, following Australia's world-first ban for under-16s in December. The country's National Assembly passed legislation to ban children under 15 years old from social media on Monday, which will now pass to the Senate before a final vote in the lower house. For the latest news, visit @sbsnews_au original sound - SBS News

Das Thema der übermäßigen Smartphone-Nutzung, insbesondere in Bezug auf soziale Medien, wird seit langem auch von Institutionen diskutiert. Kürzlich wurde beispielsweise in Frankreich ein Gesetz verabschiedet, das darauf abzielt, Kindern unter 15 Jahren den Zugang zu sozialen Plattformen zu verbieten. Sollte die Initiative endgültig angenommen werden, wäre Frankreich das erste Land in Europa, das soziale Medien für Jugendliche verbietet, und das zweite weltweit nach Australien, wo ein ähnliches Verbot im vergangenen Dezember in Kraft trat und eine intensive Debatte auslöste. Der Vorschlag würde auch die Nutzung von Smartphones an französischen Gymnasien verbieten, obwohl sie bereits für Schüler zwischen 11 und 15 Jahren verboten ist.

Klar bleibt, dass es bis heute immer noch mehr Fragen als Antworten gibt, wenn es um den direkten Zusammenhang zwischen der Nutzung sozialer Medien und der Verschlechterung der psychischen Gesundheit von Jugendlichen geht, obwohl Experten sich weitgehend einig sind, dass ein Zusammenhang besteht. Im Allgemeinen glauben diejenigen, die sich mit diesen Themen befassen, dass es effektiver sein könnte, einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit Smartphones und sozialen Medien bei jüngeren Menschen zu fördern, als sie ganz zu verbieten. Es überrascht nicht, dass mehrere Kinderschutzorganisationen in Frankreich das Parlament gebeten haben, sich auf die Verantwortung einzelner Plattformen zu konzentrieren, anstatt ein pauschales Verbot einzuführen.

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