33% der jungen Menschen haben kein Problem damit, gefälschte Produkte zu kaufen Die Kultur der Fälschungen verbreitet sich wie ein Lauffeuer

Anlässlich der zehnten Ausgabe der Anti-Counterfeiting Week, die vom Ministerium für Unternehmen und Made in Italy (MIMIT) organisiert wurde, fand in Rom ein Seminar mit dem Titel Digitale Bildung: Verteidigungsstrategien für Minderjährige, Familien und Lehrer gegen Fälschungen statt. Während der Veranstaltung wurden die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, die im Auftrag der italienischen Elternbewegung (MOIGE) vom Piepoli-Institut an einer Stichprobe von über 2.100 Schülern der Mittel- und Oberstufe im Alter von 11 bis 17 Jahren durchgeführt wurde. Darin wurde deutlich, dass junge Menschen kaum über gefälschte Produkte informiert sind. Den Daten zufolge sind nur drei von zehn Befragten in der Lage, eine genaue Definition von gefälschten Waren zu geben, während ein Drittel, genau 33%, keine konkrete Vorstellung davon hat und 30% den Begriff nicht richtig definieren können. Aber was bedeuten diese Daten genau?

Sparen ist die Priorität

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Für die befragten Jungen und Mädchen scheinen Fälschungen ein vages und unterschätztes Problem zu sein. 73% erkennen an, dass Fälschungen in verschiedenen Branchen allgegenwärtig sind, insbesondere in Kleidung, Accessoires und technischen Geräten. Die vorherrschende Ansicht reduziert sie jedoch auf eine einfache wirtschaftliche Ersparnis oder eine Nachahmung ohne schwerwiegende Auswirkungen: 13% halten sie für eine harmlose Praxis. Nur wenige verstehen die tieferen Auswirkungen. Auf die Frage nach den Auswirkungen des Kaufs gefälschter Produkte wird am häufigsten die verminderte Qualität und Langlebigkeit gefälschter Produkte als Problem wahrgenommen (67%).

Weniger verbreitet sind Bedenken in Bezug auf Elemente wie giftige Bestandteile in Kosmetika oder instabile Batterien in technischen Geräten. Das Gleiche gilt für die sozioökonomischen Auswirkungen von Fälschungen, einschließlich Arbeitsplatzverlusten und Steuerhinterziehung. Tatsächlich bestreiten 25% die Existenz konkreter Risiken. 70 Prozent der Jugendlichen wissen, dass es sich bei Fälschungen nicht nur um Italien handelt, sondern um einen globalen Notfall, der durch komplexe Lieferketten und transnationale Online-Märkte ausgelöst wird.

Eine Frage der moralischen Ambiguität

Wie zu erwarten war, nannten die Befragten das Internet als Hauptkanal, über den gefälschte Produkte gefunden und gekauft werden konnten, obwohl 50% der Befragten sie auch auf physischen Kanälen angeben. Das Interessante an diesem Handel ist jedoch seine moralische Ambiguität: So nehmen beispielsweise 46% der Befragten wahr oder vermuten, dass sie mit einer Fälschung konfrontiert sind, wenn sie Produkte zum Verkauf in sozialen Medien oder gebrauchten Plattformen finden, die wirklich zu wenig kosten, um wahr zu sein. Nur eine Minderheit ist sich der möglichen Bußgelder für Verbraucher bewusst, die wissentlich illegale Waren kaufen. 35% halten dies höchstens für eine fragwürdige Ethik und nicht als strafbare Straftat.

Aber es sind die jungen Leute selbst, die zugeben, dass sie nicht wissen, wie man ein authentisches Produkt erkennt. Folglich, und das fügen wir selbst hinzu, kaufen sie es am Ende mit ihrer Unwissenheit als Rechtfertigung: Sie wissen tief im Inneren, dass ein Produkt gefälscht ist, aber da ein gewisser Zweifel besteht, dass es echt sein könnte, kaufen sie es trotzdem. Sobald das Produkt eingetroffen ist, sind es die jungen Leute selbst, die erkennen, dass es gefälscht ist, oft aufgrund technischer Mängel (41%), aber für viele ist es kein Problem: 19% verwenden es trotz des Verdachts weiter. Es gibt auch einen psychologischen Faktor: Etwa 10% der Befragten geben nicht zu, getäuscht worden zu sein, weil sie sich schämen oder resignieren.

Zu den Kategorien, die bei jungen Menschen am stärksten von Online-Käufen betroffen sind, gehören Kleidung (66%), Elektronik (20%), Kosmetik (16%) und sogar Lebensmittel (6%). Die treibenden Motive? Der Wunsch nach einem guten Angebot (35%), Zeitersparnis (27%) und einer größeren Auswahl an Optionen (40%). Schließlich bleibt die Taktik der Fälscher, die von modifizierten Fotos bis hin zu irreführenden Verkaufstaktiken reicht, für die große Mehrheit ein Rätsel: 72% der Jugendlichen geben an, sie nicht ausreichend zu kennen. Nur drei von zehn fühlen sich bereit, sie anzuerkennen. Zwar nutzen 37 Prozent Online-Bewertungen von Profilen als Methode, um die Zuverlässigkeit eines Verkäufers zu überprüfen, ein Anstieg im Vergleich zu 2023, als sich viele nur auf ihre persönliche Einschätzung stützten.

Daten zur Fake-Industrie

Neben der Studie über junge Menschen wurden Daten über die gefälschte Industrie vorgestellt, die in diesem Jahr Rekordbeschlagnahmungen durch die Guardia di Finanza verzeichnete: In den ersten Monaten des Jahres 2025 wurden über 527 Millionen gefälschte oder nicht konforme Artikel gefunden, die hauptsächlich aus der Türkei (16%), China (14%) und Marokko (13%) stammten. Laut der Iperico-Datenbank sind 74% der Fälle auf den Modetextilsektor zurückzuführen. Laut Daten, die bis 2023 aktualisiert wurden, gehen geschätzte Verluste von 1,7 Milliarden Euro pro Jahr durch verpasste Verkäufe ein, und 19.000 Arbeitsplätze gingen verloren.

Experten zufolge haben der Preisanstieg und die Verschlechterung des Rufs der Marke das Wachstum einer Branche beschleunigt, die genau das Made in Italy angreift, das sich in diesem Jahr bereits in außergewöhnlichen Schwierigkeiten befindet. Im Gegensatz dazu sieht das Gesetz „Made in Italy“, das seit Januar 2024 in Kraft ist, einschneidende Maßnahmen vor: härtere Strafen, Vereinfachung der Vernichtung illegaler Waren, offizielle Kennzeichen und digitale Reisepässe zur Überprüfung der Echtheit von Produkten.

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