
Peter Do verlässt Helmut Lang Das Ende einer guten, aber veralteten kreativen Richtung
In der Mode wie in der Liebe läuft alles oft auf eine Frage der Chemie hinaus. Und vielleicht war es die Chemie, die zwischen Peter Do und Helmut Lang fehlte — jeweils einem jungen, hochtalentierten Designer, der weiterhin unter seinem eigenen Namen sehr anspruchsvolle Kollektionen produziert; und einer Marke, die immer noch von dem brillanten, ikonischen Ruf lebt, den sie in den 90er Jahren hatte, als der gleichnamige Gründer Helmut Lang tatsächlich das Sagen hatte. Kurz gesagt, eineinhalb Jahre nach seinem Eintritt in die Marke wird Peter Do Helmut Lang verlassen, wobei der bevorstehende Pre-Fall 2025 seine letzte Kollektion für die Marke sein wird. Diese Nachricht ist zweifellos enttäuschend — dennoch kann nicht gesagt werden, dass seine Amtszeit unvergesslich war. Das liegt nicht an Do, der sich als Designer hervortut, wenn er mehr kreative Freiheit hat, sondern daran, dass die Wiederbelebung der Marke zu einem Zeitpunkt erfolgte, als der Markt zu gesättigt war. Kurz gesagt, Helmut Lang kam zu spät zur Party.
Verschiedene Kommentare zahlreicher Markenfans und Insider drücken eine ähnliche Frustration aus: Seit Langs Abgang im Jahr 2005 gab es bereits fünf offizielle Creative Directors, ganz zu schweigen von Shayne Olivers einmaliger Kollektion, die beim Verkauf mehr oder weniger gut ablief, aber nie den Zauber des Originals einfangen konnte. Es geht weniger darum, der Marke und ihrer Führung die Schuld zu geben, sondern mehr um das Timing: In den 90ern war Lang der einzige, der das tat, was er tat, und seine besonderen, aber vage provokativen Grundlagen, die oft sowohl der BDSM-Welt als auch der Welt der Kunst- und Underground-Szenen zunickten; heute produzieren die verschiedenen Designer, die seinen Platz einnehmen, ohne diese entscheidende kreative Unabhängigkeit, weiterhin gehobene Basics, mit denen der Markt bereits gesättigt ist, oft von Marken mit deutlich niedrigeren Preisen. Ganz zu schweigen davon, dass der „echte“ Helmut Lang aus der Zeit vor 2005 auf dem Gebrauchtmarkt nach wie vor sehr geschätzt und gefragt ist, was die Glaubwürdigkeit neuer Kollektionen untergräbt, die immer als dem Original unterlegen angesehen werden. Und obwohl Peter Do weiterhin eine Zukunft in der Mode oder zumindest in seinem Nischenmarkt hat, bleiben große Zweifel an der Zukunft von Helmut Lang bestehen: Kann die Marke eine weitere Auferstehung überleben?













































