Warum Mark Zuckerberg solche Angst vor diesem Buch hat Was jedoch die Verbreitung eines Exposés gegen das Unternehmen nicht verhindert

Kürzlich wurde in den USA Careless People veröffentlicht, ein Buch, das von einer ehemaligen Meta-Mitarbeiterin namens Sarah Wynn-Williams geschrieben wurde und das Unternehmen und Mark Zuckerberg sehr kritisiert. Das Buch ist seit dem 11. März im US-Buchhandel erhältlich und hat Aufmerksamkeit erregt — nicht nur wegen seines Themas, sondern auch, weil es ohne Werbung veröffentlicht wurde. Es kommt immer seltener vor, dass ein Whistleblowing-Werk ohne vorherige Lecks oder Vorschauen veröffentlicht wird. Careless People wurde jedoch fast über Nacht zu einer Verlagssensation und überraschte Kritiker und die Öffentlichkeit — zusammen mit den Top-Führungskräften von Meta. Das Buch berichtet unter anderem über angebliche Fälle von Belästigung und unangemessenem Verhalten einiger Führungskräfte des Unternehmens gegenüber Wynn-Williams und anderen. Insbesondere wird ein Vorfall beschrieben, bei dem Metas Präsident für globale Angelegenheiten, Joel Kaplan, der eng mit der republikanischen Partei verbunden ist, angeblich während einer Firmenfeier versuchte, Wynn-Williams anzusprechen und sich ihr gegenüber unangemessen zu äußern.

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Dies ist nicht das erste Mal, dass Vorwürfe verschiedener Art gegen die Führungskräfte von Meta erhoben werden. Careless People ist nur die jüngste in einer Reihe von Veröffentlichungen, die das Unternehmen kritisieren. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Metas eigene Mitarbeiter den US-Medien bestimmte Unternehmensentscheidungen preisgeben, die als fragwürdig erachtet werden, wie beispielsweise Zuckerbergs zunehmend offensichtliche Ausrichtung auf Donald Trump. Obwohl Meta damit droht, die Verantwortlichen für Lecks zu entlassen, reagiert es fast immer auf die Kritik, die durch dieselben Lecks hervorgerufen wird. Manchmal leugnet es die gemeldeten Probleme, manchmal verspricht es, sie zu lösen. Bei Careless People stufte das Unternehmen das Buch jedoch sofort als falsch ein und bezeichnete es als verleumderische Veröffentlichung. Infolgedessen hat Meta versucht, die Verbreitung des Buches einzuschränken, indem sie vor Gericht Berufung einlegte. Wynn-Williams' Vertrag — da sie bei Meta als Lobbyistin für politische und institutionelle Beziehungen arbeitete — würde sie daran hindern, nach Beendigung ihrer Anstellung negative Aussagen über das Unternehmen zu machen. Solche Klauseln sind auf dem Arbeitsmarkt englischsprachiger Länder keine Seltenheit, insbesondere für hochkarätige Rollen. Auf dieser Grundlage erwirkte Meta einen Gerichtsbeschluss, der Wynn-Williams aufforderte, die Beförderung von Careless People — bis zu einer endgültigen Entscheidung — einzustellen. Die einstweilige Verfügung hat sich jedoch nicht negativ auf den Umsatz des Buches ausgewirkt: Im Gegenteil, die Kontroverse um das Buch hat die Veröffentlichung noch beliebter gemacht, was zu einer wachsenden Anzahl von Käufen geführt hat und es vorübergehend an die Spitze der US-Bestsellerliste von Amazon gesetzt hat.

Careless People spricht auch über Zuckerbergs veränderten Ansatz, was darauf hindeutet, dass er im Laufe der Jahre zu einer extrem eitlen Figur geworden ist, die sich laut Wynn-Williams im Wesentlichen in eine Parodie auf sich selbst verwandelt hat. Zuckerberg gehört zu den großen US-Unternehmern, die aktiv versuchen, die Gunst des neuen US-Präsidenten zu gewinnen, um Vorteile für ihre Unternehmen zu erzielen. Das Buch erzählt auch, wie Meta 2016 beschloss, Donald Trumps Wahlkampf gegen Hillary Clinton zu unterstützen. Es ist also nicht mehr überraschend, dass der Facebook-Gründer, der einst mit progressiven Kreisen in Verbindung gebracht wurde, zugegeben hat, einige seiner früheren Entscheidungen zur Moderation von Inhalten bereut zu haben. In diesem Zusammenhang beschreibt Careless People Zuckerbergs angebliche Versuche, dem chinesischen Präsidenten erhebliche Zugeständnisse zu machen, um Zugang zum chinesischen Markt zu erhalten, auf dem Facebook derzeit aufgrund der staatlichen Zensur verboten ist, in der Hoffnung, Hunderte Millionen neuer Nutzer für die Plattform zu gewinnen.

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