Shein wird an der Hongkonger Börse notiert Nach mehreren gescheiterten Versuchen in New York und London

Es war Juni 2024, als wir über eine mögliche Landung von Shein, dem chinesischen Ultra-Fast-Fashion-Giganten, an der Londoner Börse berichteten. Diese Entscheidung war nach dem Scheitern eines Versuchs gefallen, an der Wall Street zu notieren, wo die Gruppe auf Widerstand der US-Behörden gestoßen war. Seitdem hat sich für Shein viel geändert: von den von Donald Trump verhängten Zöllen über den zunehmend harten Wettbewerb mit Temu bis hin zu den jüngsten französischen Gesetzesinitiativen gegen ultraschnelle Mode. Doch nach zwei Jahren voller Verzögerungen und Hindernisse scheint der chinesische Riese einen wichtigen Meilenstein erreicht zu haben. Laut Business of Fashion erhielt Shein über Nacht von den chinesischen Behörden grünes Licht für eine Notierung an der Hongkonger Börse.

Börsengang von Shein in Hongkong

Grünes Licht für die Notierung in Hongkong kam von der China Securities Regulatory Commission (CSRC), der Behörde, die die chinesischen Finanzmärkte beaufsichtigt und Unternehmen mit engen Verbindungen zu China genehmigen muss, bevor sie an einer Börse der Welt notieren können. Laut den von der Aufsichtsbehörde genehmigten Dokumenten plant Shein, bis zu 341,6 Millionen Aktien auf dem Markt anzubieten. Der Deal könnte mehrere Milliarden Dollar einbringen, obwohl der endgültige Betrag von der Bewertung abhängt, die der Markt dem Unternehmen zuweist, und es wurde noch kein offizielles Debütdatum festgelegt.

Einfach ausgedrückt ist ein Börsengang (Initial Public Offering) der Moment, in dem ein Unternehmen einen Teil seiner Aktien zum ersten Mal an die Öffentlichkeit verkauft, sodass Anleger sie auf dem Markt kaufen können. Für Shein bedeutet dies, neues Kapital zu beschaffen, um das Wachstum anzukurbeln, und bestehenden Investoren die Möglichkeit zu geben, einen Teil ihrer Anteile aufzuwerten.

Wie geht es Shein?

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Die Notierung in Hongkong erfolgt zu einem besonders heiklen Zeitpunkt für den chinesischen Riesen, dessen Bewertung in nur wenigen Jahren dramatisch gesunken ist. Laut Business of Fashion wurde Shein vor vier Jahren mit rund 100 Milliarden US-Dollar bewertet, heute sprechen Anleger von einem Wert, der näher an 30 Milliarden US-Dollar liegt, was teilweise auf ein ganz anderes Umfeld zurückzuführen ist als in den Jahren des explosiven Wachstums. Die Gründe dafür sind vielfältig: vom immer härteren Wettbewerb und Rechtsstreitigkeiten mit Temu über die von der Trump-Regierung verhängten Zölle bis hin zu einer verstärkten regulatorischen Kontrolle in den wichtigsten Märkten. Der jüngste Schlag kam aus Frankreich, wo das Parlament Ende Juni das allererste Gesetz endgültig verabschiedete, das eine Umweltstrafe für Produkte von ultraschnellen Modemarken vorsah und gegen Plattformen wie Shein, Temu und AliExpress abzielte.

Dennoch ist das Unternehmen nach wie vor hochprofitabel und soll verschiedenen Berichten zufolge das Jahr 2025 mit einem Nettogewinn von rund 2 Milliarden US-Dollar abgeschlossen haben, was auf Preiserhöhungen und erhebliche Kostensenkungen zurückzuführen ist, die den Rückgang des Website-Traffics nach der Einführung der US-Tarife ausglichen.

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