
Guccis neue Kollektion ist ein Triumph der Essentialität Mit Pre-Fall 2025 erinnert Sabato De Sarno an eine scharfe, geometrische Romantik
„Lässige Pracht“ war das Motto der neuesten Gucci-Kollektionen von Sabato De Sarno — die Idee, das Alltägliche zu veredeln, mit einem Auge auf die Grandes Dames des 20. Jahrhunderts (Jackie Kennedy in primis), die Couture selbst in den informellsten Momenten ihres Lebens lebten und atmeten; und das andere auf eine ziemlich radikale Vorstellung von Modernität, ein Purismus, der so stark ist, dass er an Sparmaßnahmen grenzt, aber tatsächlich darauf ausgerichtet ist hin zu einer Sinnlichkeit, die sowohl praktisch als auch subtil ist. Zum Jahreswechsel hat die Marke ihren Ansatz überarbeitet und wird damit beginnen, ihre Herren- und Damenkollektionen in einem einheitlicheren Co-Ed-Format zusammenzuführen. Das erste Beispiel dafür ist die heute vorgestellte Pre-Fall 2025-Kollektion von Gucci, die ihre Vorzüge anhand der fünfundfünfzig Aufnahmen des Lookbooks unter Beweis stellt. Gucci ist eine Marke, die auf einem starken handwerklichen Fundament aufgebaut ist, die aber im Laufe ihrer jahrhundertelangen Geschichte einen Lebensstil, eine Bildsprache verkörpert: den Hedonismus des internationalen Jetsets und die kompromisslose Eleganz derer, die dazu gehören. Verschiedene Designer haben diese Bildsprache unterschiedlich interpretiert, und Sabato De Sarno konzentrierte sich darauf, sie in ihrer klarsten und unbestreitbarsten Essenz zu destillieren, wobei reine Noten Nuancen und Kompromissen vorgezogen wurden — ein unbestreitbar hypermoderner Ansatz, der auf eine solide und kohärente Ästhetik abzielt.
In der heute vorgestellten Kollektion dreht sich alles um Texturen: Kunstpelze, die Geschmeidigkeit von Leder — manchmal fein genarbt, manchmal grob —, die Kompaktheit der Oberbekleidung, der Glanz von Lackleder und die Weichheit von Seiden- und Köperdetails. Das Beste an der Kollektion ist, dass durch die Verflechtung von Herren- und Damenmode ihre gegenseitigen Entsprechungen und Harmonien eine einzigartige Vollständigkeit erreichen — das Ergebnis ist ein Eindruck von extremer Klarheit und Raffinesse, mit einer Farbpalette, die mit dem Unkonventionellen flirtet, insbesondere bei Looks mit Rosa, durchgehendem Grün und natürlich dem Ancora-Rot, das die Kollektion kennzeichnet. Die Schneiderei ist ein weiterer Höhepunkt: Die Damenanzüge sind präzise und prägnant, wodurch eine längliche Silhouette entsteht, die im Kontrast zur abgerundeten Weichheit der Taschen und Schuhe steht; die Herrenanzüge sind weicher, wobei der graue Anzug das Highlight ist. Es gibt auch Mäntel mit geschwungenem Effekt, deren Kragen hochgezogen und befestigt werden können, wodurch kontrastierende Lederoberflächen zum Vorschein kommen. Sonnenbrillen, Schmuck und Seidentücher verleihen diesen Looks ein Gefühl von Leichtigkeit, das durch Schleifen, lockerere Volumen und Details, die den starken Minimalismus der Kollektion mildern, noch gemildert wird. Das Flora-Motiv wird unterdessen auch auf ausgewählten Stücken mit geometrischer und akribischer Präzision gedruckt.
Accessoires sind nach wie vor unverzichtbare Protagonisten der Kollektion: Ein Hauch von Flair und hypermodernem Design, das ansonsten strukturierte Ensembles belebt. Die Jackie 1961, die vielleicht kultigste Tasche, die jemals von der Marke kreiert wurde, wurde in neuen Interpretationen neu interpretiert und kombiniert Veloursleder mit Archivdetails, darunter dem berühmten Webstreifen. Der Blondie hingegen, geschmückt mit einem kreisförmigen Logo aus weichem Lammfell, verleiht seiner bereits bekannten Eleganz ein luxuriöses Gefühl von Komfort. Die wahre Neuheit ist die Gucci Softbit, eine Tasche, die den klassischen Horsebit mit einem weichen, minimalistischen und modernen Design neu interpretiert, ideal für alle, die einen raffinierten und dennoch dezenten Stil schätzen. Schuhe spielen ebenfalls eine wichtige Rolle: Für sie sind es dicke Slipper mit Absätzen, die in verschiedenen Höhen erhältlich sind und Praktikabilität mit Kühnheit verbinden; für ihn innovative Designs mit funktionalen Details wie dem abnehmbaren Penny, die ein neues Maß an Vielseitigkeit bieten, ohne auf den Charme des klassischen Charmes zu verzichten.



































































































