
Y/Project ist im Verkauf Derzeit befindet sich die Marke unter Zwangsverwaltung.
Y/Project befindet sich weiterhin in einer tiefen Krise. Nach der Ankündigung des Ausscheidens von Glenn Martens von seiner Rolle als Creative Director im vergangenen September und dem Tod von Mitbegründer Gilles Elalouf im Juni wurde die französische Marke am 26. September von einem Pariser Handelsgericht unter Verwaltung gestellt. Das mit der Verwaltung der Situation beauftragte Unternehmen 2M & Associés gab bekannt, dass interessierte Käufer bis zum 16. Oktober Zeit haben, ihre Angebote einzureichen. Derzeitiger Eigentümer ist Elaloufs Bruder, der nach dem Tod des Mitbegründers die Mehrheit der Anteile erbte. Derzeit beschäftigt Y/Project 24 Mitarbeiter und verzeichnete 2023 einen Umsatz von knapp 11 Millionen Euro. Die Marke scheint es vorzuziehen, unter gerichtlichem Schutz zu bleiben und zu versuchen, ihre Aktivitäten fortzusetzen und gleichzeitig nach einem neuen Käufer zu suchen.
Die Nachricht war keine Überraschung, insbesondere wenn man bedenkt, dass Y/Project die FW 2024 bereits im vergangenen Jahr aufgrund von Liquiditätsproblemen abgesagt hatte. Vor dem Hintergrund einer schweren Krise im Modesektor und interner Instabilität schürte der Abgang von Glenn Martens nach 11 Jahren kreativer Führung die Bedenken der Anleger weiter und ließ Zweifel an der Zukunft der Marke aufkommen. Martens, seit der Gründung 2010 durch Yohan Serfaty an Y/Project beteiligt, wurde nach dem vorzeitigen Tod des Gründers im Jahr 2013 zum Creative Director ernannt. Im Jahr 2020 übernahm er auch die Position des Creative Directors von Diesel, wo er bis vor Kurzem die Doppelrolle innehatte. Weniger als zwei Wochen bis zum Ablauf der vom französischen Handelsgericht gesetzten Frist ist noch kein potenzieller Käufer bekannt, sodass das Schicksal von Y/Project zunehmend ungewiss ist.













































