
Geht Jonathan Anderson bald zu Dior? Die Gerüchte sind hartnäckig und zuverlässig, aber alles muss bestätigt werden
Bei LVMH könnte sich die Modelandschaft bald drastisch verändern. Einer Reihe hartnäckiger Gerüchte zufolge, die Quellen von Miss Tweed bestätigt haben (und Miss Tweed hat eine Genauigkeitsrate von 99%), wird Jonathan Anderson voraussichtlich der neue Creative Director von Dior werden. Nach seinem enormen Erfolg bei Loewe, ursprünglich eine Sekundärmarke in der LVMH-Galaxie, die Anderson zu einem der bekanntesten Namen der zeitgenössischen Mode gemacht hatte, entschied Bernard Arnault Berichten zufolge, dass das Talent des englischen Designers bei der zweitwichtigsten Marke der Gruppe besser genutzt werden sollte — getrieben von dem Wunsch, ihr kreatives Schaffen unter einem Designer zu vereinen. In einigen Berichten über Loewes neueste Show wurde der emotionale Zustand des Designers hinter den Kulissen erwähnt, was ein unterstützender Hinweis sein könnte. Die offensichtlichste Implikation ist, dass sowohl Kim Jones als auch Maria Grazia Chiuri die Marke verlassen werden: Es bleibt unklar, ob ihre Zusammenarbeit mit LVMH fortgesetzt wird, da Gerüchte darauf hindeuten, dass Kim Jones in diesem Jahr auch Fendi verlassen könnte, oder ob ihre Arbeit woanders weitergeführt wird. Konkret heißt es, dass Maria Grazia Chiuri möglicherweise die Position der Kreativdirektorin bei einer Konkurrenzmarke übernehmen könnte — aber vorerst sollte diese Möglichkeit mit Vorsicht genossen werden.
@loewe Well-earned hugs for our creative director Jonathan Anderson. #LOEWE #DrewStarkey #JoshOConnor original sound - LOEWE
Aus strategischer Sicht wäre dieser Schritt sehr sinnvoll. Dior gehört zu den Marken, die unabhängig von ihrem Creative Director eine gewisse Anziehungskraft haben, aber ihren Namen mit dem des derzeit angesagtesten Designers zu kombinieren, könnte für die Marke einen „perfekten Sturm“ auslösen — ganz zu schweigen von dem enormen Imagepotenzial, das sich aus den zwei Haute Couture-Kollektionen von Jonathan Anderson ergibt, dessen Vision zweifellos einfallsreicher ist als der praktische und sichere Stil, der Chiuris bisherigen kommerziellen Erfolg gesichert hat. Sollte sich das Gerücht als wahr erweisen, wirft es auch die Frage auf, wer Loewe leiten könnte, eine Marke, die in den letzten Jahren enorm gewachsen ist und zweifellos einen Designer braucht, der ihre pop-surrealistische Ästhetik beibehalten kann, ohne wie eine traurige Fortsetzung eines viel größeren Films zu wirken. Aber wer könnte Anderson in diesem Moment ersetzen?











































