5 Designmarken, die Gen Z auf ihre Wunschliste setzt Von der Retro-Selftheit Togos bis hin zu Selettis visionärem Pop

In einer Zeit, in der das Zuhause auch Identität, Bühne und Futter ist, ist Innenarchitektur zu mehr als nur einer Geschmackssache geworden. Die Generation Z, die auf Pinterest-Boards und Zimmerführungen aufgewachsen ist, betrachtet Innenarchitektur als Erweiterung ihrer Persönlichkeit und verbindet Vintage-Kulte, emotionalen Minimalismus und Post-Pop-Ironie. Es geht nicht mehr nur um teure Marken, sondern um wiedererkennbare Bildsprachen, fotogene Produkte und gemeinsame Werte. Hier sind fünf Marken, die diese Fantasie perfekt verkörpern und zu Objekten der Begierde einer Generation werden, die ihre Geschichte sogar durch ein Sofa, eine Lampe oder einen Stuhl erzählt, die zu niedrig sind, um bequem zu sein, aber perfekt für ein Foto.

Linie Roset

Wenn es einen Artikel gibt, der in den letzten Jahren die TikTok- und Instagram-Feeds dominiert hat, dann ist es das Togo-Sofa. Dieses ikonische, strukturlose, versunkene und einhüllende Stück wurde 1973 von Michel Ducaroy entworfen und ist zum visuellen Manifest einer Generation geworden, die radikalen Komfort und informelle, fast unzusammenhängende Schönheit sucht. Die Generation Z, die sich für sanfte, brutalistische Innenräume begeistern, sehnen sich danach, fotografieren es und erfinden es neu. Ob originell oder neu interpretiert, der Togo ist heute lebendiger denn je, dank seines nostalgischen Gefühls und seiner Fähigkeit, sich nahtlos in verschiedene Umgebungen einzufügen, von postindustriell bis hin zu Boho Minimal.

HEU

HAY wurde 2002 in Dänemark gegründet und ist die Marke, die Design zugänglich und begehrenswert gemacht hat, ohne ins Alltägliche zu geraten. Die Produkte sind funktionell, farbenfroh und gut verarbeitet. Sie sind beliebt für ihre moderne nordische Ästhetik, die Struktur und Spiel in Einklang bringt. Zu den gefragtesten Stücken gehört die Palissade-Kollektion von Ronan und Erwan Bouroullec, die sich durch ihre visuelle Leichtigkeit und Vielseitigkeit auszeichnet. Sitzgelegenheiten aus lackiertem Metall für den Außenbereich sind heute in Küchen, Studios und kreativen Ausstellungsräumen zu finden. Die Sprache von HAY spricht alle an, die einen organisierten, aber niemals kalten Raum mit Pop-Akzenten, weichen Linien und lebendigen Farbpaletten suchen. Ein neu erfundener skandinavischer Traum für alle, die von Ästhetik und Funktionalität leben.

Seletti

In der sauberen und aufgeräumten Welt der Innenarchitektur kommt Seletti wie eine Pop-Welle, um die Normen über den Haufen zu werfen. Ironisch, übertrieben und perfekt theatralisch. Ihre Mauslampen, Bananenlampen und Objekte, die von urbaner Kultur und Trash-Chic inspiriert sind, sind zu wahren viralen Phänomenen geworden, die von all jenen gesammelt werden, die mutige visuelle Akzente setzen wollen. Die Generation Z liebt es, weil sie sich selbst nicht zu ernst nimmt und trotzdem genau das vermittelt, was sie sagen will: Kreativität, Provokation und Freiheit. Seletti ist die Marke für alle, die ihre Räume mit sprechenden, symbolischen, vielleicht nutzlosen, aber ästhetisch starken Objekten füllen. Eine heimische Pop-Art, die bewusst in den Kitsch abgleitet.

Gubi von Pierre Paulin

Raffiniert, retro und flüssig. Gubi ist die Marke der Wahl für alle, die eine Form von Luxus ohne Prunk zum Ausdruck bringen wollen, mit Vintage-Wurzeln und einer modernen Vision. Der Pacha Lounge Chair, der in den 1970er Jahren von Pierre Paulin entworfen wurde, gehört zu den begehrtesten Stücken und hat dank seiner niedrigen, abgerundeten und einladenden Form ein Comeback in den sozialen Netzwerken gefeiert. Es geht nicht nur um Wiederbelebung: Paulins Beliebtheit bei jungen Menschen ist auch auf die Arbeit seines Sohnes zurückzuführen, der mit dem Paulin Paulin Paulin-Kollektiv das Erbe seines Vaters wiederbelebt hat. Das Dune Sofa, modular und flüssig, ist zu einem festen Bestandteil von Sets, Musikvideos und Installationen geworden. So verschmilzt Design mit zeitgenössischer visueller Kultur und spricht direkt eine Generation an, die Bilder zu ihrer täglichen Sprache macht.

Kartell

Kartell gehört zu den wenigen Traditionsmarken, die nie an Relevanz verlieren, und gedeiht weiterhin, indem es sich an den modernen Geschmack anpasst. Der Ghost Chair und die Componibili von Anna Castelli Ferrieri sind in den Häusern von Kreativen und digitalen Künstlern wieder aufgetaucht und werden oft mit ironischen Gegenüberstellungen, Cyberästhetik oder visuellen Remixen neu interpretiert. Für die Generation Z ist Kartell ein Erbe, mit dem man spielen kann, ein Kultstück, das in einem minimalistischen Raum ausgestellt oder in einem Streetstyle-Kontext unterwandert werden kann. Transparenter Kunststoff wird zum Symbol für Leichtigkeit und Erinnerung, während die ständige Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Designern den Dialog mit der Gegenwart lebendig hält.

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