Wie läuft der Krieg gegen Werbung zwischen Meta und Apple? Zuckerbergs Unternehmen scheint die Nase vorn zu haben, auch dank KI

Im Jahr 2021 führte Apple eine neue Datenschutzverwaltungsfunktion namens App Tracking Transparency (ATT) ein, die Nutzern mehr Kontrolle darüber geben soll, wie Drittanbieter ihre Daten verwenden. Zu dieser Zeit machte Apple den Schutz der Privatsphäre zu einer Kernbotschaft seiner Kommunikation. Ab dem iOS 14.5-Update baten Apps, die auf Apple-Geräten installiert waren, explizit um Erlaubnis, Benutzeraktivitäten zu verfolgen. Die Meldung, die erscheint, wenn Sie eine neue App zum ersten Mal starten, lautet: „Erlauben Sie dieser App, Ihre Aktivitäten in den Apps und Websites anderer Unternehmen zu verfolgen?“ . Diese Maßnahme hatte enorme Auswirkungen auf die digitale Werbebranche. Vor der Einführung von ATT war Nutzertracking eine weit verbreitete Praxis, die es Unternehmen ermöglichte, Verhaltensdaten zu sammeln, um personalisierte Anzeigen zu schalten. Unternehmen wie Meta, die einen Großteil ihres Geschäftsmodells auf dem Verkauf von Werbeflächen aufbauen, nutzten diese Informationen, um zielgerichtetere — und damit profitablere — Werbung anzubieten. Mit der neuen Richtlinie von Apple wurde der Zugriff auf diese Art von Daten erheblich eingeschränkt, da sich ein großer Teil der Nutzer dafür entschied, das Tracking nicht zuzulassen. Infolgedessen mussten Meta und andere Unternehmen ihre Werbestrategien überdenken. Zuckerbergs Unternehmen räumte ein, dass diese Änderung seine Umsatzaussichten wirklich bedrohte. Es überrascht nicht, dass Meta vor der Einführung von App Tracking Transparency (ATT) Werbeseiten in großen US-Zeitungen kaufte, um Apples neue Datenschutzrichtlinien öffentlich zu kritisieren. Das Unternehmen argumentierte, dass sich diese Änderungen negativ auf die gesamte digitale Werbebranche auswirken würden. Aus diesem Grund teilte Zuckerberg den Aktionären 2022 mit, dass die von Apple auferlegten Beschränkungen Meta allein in diesem Jahr bis zu zehn Milliarden Dollar an Umsatzeinbußen kosten könnten.

Wie Meta sich erholt hat

@thegooglegirls Here’s how the IOS 14 update changed digital marketing forever…… For the first time in the history of the internet, people are concerned about data privacy (rightfully so.) This led to the introduction of App Tracking Transparency, which now allows users to opt-out of data tracking. A win for a consumers; however, it flipped the digital marketing world upside down. Advertisers now face challenges in targeting, tracking, and measuring the effectiveness of their campaigns. Ad platforms, especially Facebook, saw a decrease in available data for audience targeting and conversion tracking. As a result, marketers have had to adapt by relying on first-party data and embracing more privacy-focused strategies to maintain campaign performance. Long story short, getting first-party data is a bit like hunting for treasure…. Now, we believe creativity and strategy have become must-haves for brands to stand out. #ios14 #marketinghumor #femaleentrepreneur #marketingtips original sound - Privy Clear

Angesichts dieses Szenarios war Meta gezwungen, die für die Anzeigenverteilung verwendeten Technologien völlig zu überdenken. Wenige Jahre später scheint das Unternehmen seine Position jedoch nicht nur angepasst, sondern sogar gestärkt zu haben. Anstatt sich auf das Tracking durch Dritte zu verlassen, hat Meta ein System entwickelt, das mehr auf Daten basiert, die direkt von Werbetreibenden gesammelt und mit internen Daten zur Anzeigenleistung (wie Klicks, Interaktionen und Konversionen) verglichen werden. Dieses System ermöglicht es, auch ohne direktes Tracking festzustellen, welche Kampagnen tatsächlich durchgeführt wurden. Vielen Analysten zufolge durchlief das neue System eine schwierige Anfangsphase, hat sich aber bewährt, auch dank des immer ausgefeilteren Einsatzes künstlicher Intelligenz — ein Bereich, in den Meta seit Jahren investiert. Ein Wendepunkt war die Einführung von Advantage, einer Plattform, die es Werbetreibenden ermöglicht, Kampagnenziele festzulegen und gleichzeitig dem Algorithmus die automatische Optimierung der Anzeigenverteilung zu überlassen.

Advantage half bei der Überarbeitung der Werbestrategie von Meta, obwohl einige Branchenexperten auf einen Mangel an Transparenz und eine geringere Kontrolle über Kampagnen im Vergleich zu früher hingewiesen haben. Nichtsdestotrotz hat sich das System als äußerst effektiv erwiesen. Nach Angaben des Unternehmens stieg die Rendite der Werbeausgaben bei KI-gestützten Kampagnen im Vergleich zum Vorjahr um 12%. Darüber hinaus gab Meta an, dass über 50% der in Instagram-Feeds angezeigten Inhalte inzwischen von Systemen für künstliche Intelligenz ausgewählt werden — ein Zeichen für die zunehmende Bedeutung dieser Technologien bei der Verwaltung von Nutzererlebnissen und Werbung. Die jüngsten Finanzergebnisse des Unternehmens spiegeln den Erfolg dieser Strategie wider: Meta kündigte kürzlich einen Umsatz von rund 40 Milliarden Dollar an, ein Plus von 19% gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2024. Ein klares Signal dafür, dass das Unternehmen, obwohl es ursprünglich im Vergleich zu Apple benachteiligt war, seine Werbeinfrastruktur erfolgreich neu organisiert hat.

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