Wird chinesische Fast Fashion das europäische Modesystem überwältigen? Die EU könnte sich in derselben Krise wiederfinden wie Trump, mit einer roten Alarmstufe für chinesische Exporte

Nach mehrjährigen Abkommen mit China hat die Europäische Union nun wegen des überwältigenden Zustroms chinesischer Waren den „Tsunami“ -Alarm ausgelöst, wie La Repubblica berichtete, was durch ein Telefongespräch zwischen der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, und dem chinesischen Ministerpräsidenten Li Qiang bestätigt wurde. Es scheint, dass Peking versucht hat, den europäischen Markt zu beruhigen, indem es erklärte, China werde sich als Reaktion auf die US-Zölle darauf konzentrieren, die Inlandsnachfrage anzukurbeln, anstatt Waren in die EU umzuleiten. Das Problem trat ursprünglich im Mai dieses Jahres auf, als der europäische Handelskommissar Maroš Šefčovič eine Steuer von rund 2 Euro auf alle Importe unter 150 Euro — derzeit zollfrei — vorschlug, um die Verbraucher davon abzuhalten, Waren aus China, insbesondere von Fast-Fashion-Giganten wie Shein und Temu, zu viel zu kaufen. Zu den am stärksten betroffenen Ländern gehört Deutschland, das im Mittelpunkt der Verhandlungen mit China stand. In den letzten Monaten äußerte die Regierung der Kommunistischen Partei Chinas gegenüber Bundeskanzler Friedrich Merz ihre Besorgnis über die Beziehungen zur EU und betonte, wie wichtig es sei, sowohl das Land als auch die Europäische Union zu neuem Wachstum zu führen. Zwar hatte sich China zu Recht eine beherrschende Stellung auf dem internationalen Markt gesichert, doch die härtere Haltung der EU könnte nun einen grundlegenden Wandel erzwingen: den Blick nach innen auf den eigenen Inlandsmarkt richten, auf dem die Unsicherheit und Instabilität aufgrund der anhaltenden Handelsspannungen immer dringlicher werden.

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Gleichzeitig wird Europa — wie die Vereinigten Staaten — mit den Folgen des Stopps des Rohstoffaustauschs und der Bekleidungsproduktion konfrontiert sein. Die Einführung von Zöllen wird unweigerlich zu zwei wichtigen Ergebnissen führen: geringere Gewinne und höhere Preise, die beide das derzeitige Modesystem zu zersetzen drohen. Im vergangenen Jahr verzeichnete der chinesische Luxusmarkt seit 2024 einen Umsatzrückgang von bis zu 20%. Es ist daher nicht überraschend, dass mehrere Luxusmarken, von Valentino bis Balenciaga, beginnen, ihre Produkte von TMALL, der derzeit größten E-Commerce-Plattform Chinas, zurückzuziehen, wie von Milano Finanza berichtet. Dabei galt China zwar einst als Motor des globalen Konsums, entwickelt sich aber zunehmend zu einem kritischen Scheideweg für die Zukunft der Mode. Daten von Bernstein zufolge ist die Luxusbranche in einen endlosen Kreislauf geraten, der bis Ende dieses Jahres möglicherweise um 2% schrumpft, was die sich vertiefende Kluft zwischen den Verbrauchern weiter festigt, die plötzlich erleben könnten, wie die Loyalität von Marken, für die sie sich einst eingesetzt haben, schwindet. Trump hat damit angefangen, die EU setzt es fort und die Modeindustrie ist jetzt mit totaler Unsicherheit konfrontiert. Die Spannungen halten an, und wir erwarten weitere Informationen im nächsten Monat, wenn ein bilaterales Gipfeltreffen zwischen Brüssel und Peking geplant ist. In diesem Klima scheint eine mögliche Versöhnung zwischen Europa und China nicht in Sicht zu sein.

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