
Wie US-Zölle die italienische Mode tatsächlich ankurbeln könnten Seltsam aber wahr, der günstige Wechselkurs könnte in Italien einen neuen „Japan-Effekt“ hervorrufen
Könnten alle US-Tarife dem italienischen Einzelhandel am Ende helfen? Daten deuten darauf hin, dass amerikanische protektionistische Maßnahmen paradoxerweise noch mehr Touristen dazu bringen könnten, in Italien einzukaufen, insbesondere im Luxussektor. Die von Trump angedrohten Zollerhöhungen könnten, falls sie umgesetzt werden, zu einem doppelt proportionalen Anstieg der steuerfreien Ausgaben führen: Ein Zoll von 10% würde zu einem Anstieg der amerikanischen Ausgaben in Europa um 20% führen. Dies geht aus einem von Il Sole 24Ore veröffentlichten Bericht von Mathieu Grac, Vice President of Intelligence Strategy bei Global Blue, hervor, in dem hervorgehoben wird, wie steigende Preise in den Vereinigten Staaten die Amerikaner dazu bewegen könnten, anderswo nach günstigeren Alternativen zu suchen, wobei Italien sich als erstklassiges Reiseziel positioniert. Dieses Phänomen baut auf einem bereits etablierten Trend auf. In den Jahren 2023-2024 verzeichnete Italien einen Anstieg der steuerfreien Ausgaben von Nicht-Europäern um 20% und ist damit die führende Nation in Europa für Touristeneinkäufe. Zwischen 2019 und 2024 lag die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) bei 6,6%, was zeigt, dass es dem Land gelungen ist, die Erholung des Tourismus nach der Pandemie besser zu erfassen als andere Reiseziele. An der Spitze dieses Marktes standen Amerikaner, die 2024 für einen von vier Käufen verantwortlich waren, wobei in den letzten fünf Jahren ein beeindruckendes Wachstum von 26% verzeichnet wurde.
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Andere Daten bestätigen den Anstieg von Käufern außerhalb Europas zu italienischen Käufern. Die Senkung der steuerfreien Grenze auf 70 Euro, die durch das Haushaltsgesetz 2024 eingeführt wurde, brachte eine halbe Million neuer Käufer, was zu einer Steigerung der Transaktionen um 44% und des Einkaufswerts um 5% führte. Die Türken, die um 39% wuchsen, nutzten die neue Preisspanne, um hauptsächlich handwerkliche Produkte zu kaufen, was einem Anstieg der steuerfreien Transaktionen in diesem Segment um 56% entspricht. Das Jahr 2025 beginnt mit weiteren positiven Signalen. In den ersten Monaten des Jahres stiegen die Transaktionen in Italien um 12-15%, und die Vereinigten Staaten sind nach wie vor der Markt, den es zu beobachten gilt. Eine Umfrage von Global Blue ergab, dass 91% der Amerikaner planen, dieses Jahr Europa zu besuchen, und 64% beabsichtigen, ihre Luxusausgaben beizubehalten oder zu erhöhen. Die Abwertung des Yen hat bereits gezeigt, wie ein günstiger Wechselkurs ein Land zu einem globalen Einkaufsziel machen kann: Dank dieses Mechanismus war Japan 2024 weltweit führend beim Wachstum der steuerfreien Ausgaben.
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— Rosa (@rosanajjar) February 6, 2025
Eine weitere wichtige Erkenntnis stammt aus der Studie Travelers Retail Market in Italy, die von Deloitte für Global Blue durchgeführt wurde und in der der Multiplikatoreffekt des Tourismus auf Exporte hervorgehoben wird. Im Jahr 2024 gaben internationale Reisende 54 Milliarden Euro in Italien aus, was einem Anstieg von 5% gegenüber 2023 entspricht. Davon entfielen 26% auf Einkäufe, was einem Anstieg von 10,6% gegenüber 2024 entspricht. Die Ausgaben außereuropäischer Touristen stiegen um 11,7%, während die europäischen Ausgaben zwischen 2019 und 2024 eine jährliche Wachstumsrate von 5,6% verzeichneten. Sollten die US-Zölle in Kraft treten, könnte der italienische Einzelhandel weiter profitieren und immer mehr amerikanische Käufer anziehen, die nach besseren Preisen suchen. Die Frage ist nun, ob Europa ihr bevorzugtes Reiseziel wird oder ob sie sich für alternative Märkte entscheiden werden — der erste ist Kanada. Angesichts der jüngsten Erbitterung zwischen den beiden Ländern (der neue kanadische Premierminister erklärte die Freundschaft zwischen den beiden Nationen für „beendet“) zu urteilen, ist es jedoch schwer vorstellbar, dass viele amerikanische Touristen in den kommenden Monaten nach Kanada reisen. Sicher ist, dass Italien inmitten dieser Unsicherheit bereits bewiesen hat, dass es in der Lage ist, diese Chancen zu nutzen. Aber werden amerikanische Touristendollars ausreichen, um die Modeindustrie des Landes wiederzubeleben?













































