Shein hat in Großbritannien einen Umsatz von 2 Milliarden US-Dollar erzielt Ein möglicher Börsengang sieht immer realer aus

Der Umsatz von Shein im Vereinigten Königreich erreichte 2023 den außergewöhnlichen Wert von 1,55 Milliarden Pfund (etwa 2 Milliarden Dollar). Shein wurde in China gegründet und hat heute seinen Hauptsitz in Singapur. Der Umsatz in Großbritannien stieg im Vergleich zum Vorjahr um 38%, was auf ein starkes Wachstum der Nachfrage britischer Verbraucher hindeutet. Diese Daten wurden kürzlich in einem Dokument veröffentlicht, das beim Companies House, der offiziellen Stelle, die für die Registrierung von Unternehmen in Großbritannien zuständig ist, eingereicht wurde. Darüber hinaus ergab der Antrag des Companies House, dass sich der Gewinn des Unternehmens vor Steuern im Vereinigten Königreich 2023 verdoppelte und 24,4 Millionen Pfund erreichte. Dies ist ein bemerkenswertes Ergebnis für ein Unternehmen, das seine britische Tochtergesellschaft Shein Distribution UK Limited erst 2021 gründete. Der Verkaufsboom von 2023 wurde von einem Unternehmenssprecher auf die steigende Nachfrage britischer Verbraucher zurückgeführt, die sich zunehmend für die erschwinglichen Modekollektionen und die ständigen Neuankömmlinge der Marke interessieren.

In der Zwischenzeit wartet Shein auf die behördliche Genehmigung sowohl Chinas als auch des Vereinigten Königreichs, um mit dem mit Spannung erwarteten Börsengang (IPO) fortzufahren. Im Falle einer Bestätigung könnte dieser Börsengang einen erheblichen Schub für die Londoner Börse bedeuten, die derzeit unter einem Mangel an neuen Notierungen leidet. Durch die Notierung könnte Sheins Bewertung auf rund 50 Milliarden Pfund steigen und es damit zu einem der bedeutendsten Börsengänge im E-Commerce-Sektor der letzten Jahre machen. Gleichzeitig wurde Sheins möglicher Eintritt in den britischen Markt sowohl von der Modeindustrie als auch von Befürwortern der Nachhaltigkeit scharf kritisiert. Ursprünglich hatte das Unternehmen eine Notierung in den Vereinigten Staaten in Betracht gezogen, später jedoch beschlossen, alternative Märkte zu erkunden. Das anhaltende Wachstum des chinesischen Fast-Fashion-Giganten unterstreicht zunehmend die aktuelle Dichotomie in der Modewelt: Während Luxus immer tiefer in eine Krise versinkt, floriert Fast Fashion weiter.

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