
Der Umsatz der Prada-Gruppe wächst weiterhin zweistellig Das Unternehmen schloss das erste Halbjahr 2026 mit einem Umsatzanstieg von 11% ab
Während die französischen Giganten LVMH und Kering in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 ein bescheidenes Wachstum verzeichneten — erstere mit einem Umsatzrückgang von 3% gegenüber dem Vorjahreszeitraum, letzteres markierte das erste positive Quartal seit drei Jahren (2%) —, hat die Prada Group gerade ein Umsatzwachstum von 11% gegenüber 2025 bestätigt. Ohne Versace, die 2025 übernommene Marke, verzeichnete die von Miuccia Prada und Patrizio Bertelli geführte Gruppe bei konstanten Wechselkursen einen Umsatzanstieg von 5%, ein Ergebnis, das die positive Entwicklung bestätigt, die das Unternehmen in den letzten Jahren beibehalten hat.
Der Einzelhandel, der den größten Beitrag zum Umsatz der Maisons der Gruppe leistete, wuchs zu aktuellen Wechselkursen um 7%, während der Großhandel um 36% stieg. Prada erzielte eine bemerkenswerte Leistung in Amerika, den wichtigsten Regionen der Gruppe, sowie in Japan und Asien, was auf Vollpreisverkäufe und ein dynamisches Angebot in allen Kategorien zurückzuführen war. Die Entwicklung in Nord- und Südamerika erwies sich als besonders ausschlaggebend für die starken Ergebnisse der Prada Group in diesem Halbjahr. Zu aktuellen Wechselkursen stieg der Umsatz um 30%, und die Nachfrage stieg immer noch stark an. In Europa zeichnet sich unterdessen eine leichte Erholung der Tourismusausgaben ab. Für den Mittleren Osten wurden die niedrigen Erwartungen durch einen Umsatzrückgang von 29% zu aktuellen Wechselkursen bestätigt, während Japan mit einem Wachstum von 6% zu konstanten Wechselkursen weiterhin den Umsatz der Gruppe stützt, wenn auch zu aktuellen Wechselkursen ein Rückgang von 7%.
Miu Miu, das den Markt in zahlreichen Saisons dominiert hat, beginnt nun, seine Rentabilität zu verlangsamen, obwohl die Einzelhandelsumsätze gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum von 2,5% erreichten. Der Konzern führt dieses Ergebnis auf den Konflikt im Nahen Osten zurück und stellt fest, dass sich die Marke in Amerika, im asiatisch-pazifischen Raum und in Japan dennoch gut entwickelt hat. In Europa ist die Nachfrage nach Miu Miu innerhalb der Prada Group nach wie vor schwach, erholt sich aber laut der Analyse des Unternehmens. Was Versace betrifft, so wartet die Gruppe immer noch auf die kreative Neupositionierung der Maison, sagt der Vorsitzende Patrizio Bertelli, der dem neuen künstlerischen Leiter Pieter Mulier anvertraut wurde. Im ersten Quartal verzeichnete die Marke Medusa dennoch einen Umsatz von 305 Millionen Euro.







































