Kopenhagens Brillenbesessenheit verstehen Der Erfolg der Scandi-Brille, wie Flatlist Eyewear, Vincent Catani und Research Studio Eyewear berichten

Die Brillenindustrie ist in guter Verfassung. Laut einer Studie von Grand View Research wurde der Brillenmarkt 2023 auf 183 Milliarden US-Dollar geschätzt und wird voraussichtlich von 2024 bis 2030 um 8,3 Prozent wachsen, was ihn zu mehr als einer 200-Milliarden-Dollar-Industrie macht. Im Jahr 2024 sieht es nicht anders aus. Der Umsatz ist gestiegen und das stabile Wachstum ist sowohl auf das steigende Interesse der Verbraucher an ihrer Gesundheit als auch auf die zunehmende Verfügbarkeit von Brillen und Sonnenbrillen im Einzelhandel und in Online-Kanälen in Entwicklungs- und Industrieländern zurückzuführen. Zwischen den verschiedenen Brillenkategorien wird laut Fortune Business Insights erwartet, dass Sonnenbrillen am schnellsten wachsen werden, was sich auch in dem breiten Produktangebot der Hersteller zeigt, was die Nachfrage nach Sonnenbrillen weltweit weiter ankurbelt. In Kopenhagen blüht die Brillenindustrie mehr als anderswo in der Modewelt, aber sind die Scandis ihrer Zeit voraus oder machen sie einfach Spaß daran, coole Sonnenbrillen herzustellen? Es besteht kaum ein Zweifel daran, dass Kopenhagen in den Bereichen Design, Innovation und Mode führend ist, aber in den späteren Jahren sind neue Brillenmarken aufgetaucht, die sich tatsächlich über Wasser halten und sich als Spitzenreiter in diesem Bereich manifestieren, wie Flatlist Eyewear, Vincent Catani und Research Studio Eyewear.

Laut Mads Hancock, Inhaber von Research Studio Eyewear, ist der Erfolg seiner Performance-Brillenmarke kein Zufall. „Eine reiche Geschichte weltberühmter Designs und Architektur stammt aus unserem kleinen Teil der Welt. Einfachheit ist der Schlüssel, wenn Sie ein zeitloses und dennoch ästhetisch ansprechendes Produkt herstellen wollen.“ Research Studio ist eine dieser Marken, die über Nacht entstanden zu sein scheinen, aber in Wirklichkeit hat das Team über achtzehn Monate lang daran gearbeitet, ihre allererste Kollektion fertigzustellen. Die Marke baut in der sehr aktiven Stadt an Glaubwürdigkeit auf, und obwohl es sich um eine sehr neue Marke handelt, ist Research Studio bereits ein beständiger Begleiter sowohl auf den Laufstrecken rund um die Stadt als auch in der Modeszene. Ein weiterer aufstrebender Name in der Kopenhagener Brillenszene ist Vincent Catani. Die Marke hat es 2022 an die Spitze der Branche geschafft, und der junge Gründer hat sich von Anfang an geweigert, Kompromisse bei Qualität und Handwerkskunst einzugehen. Mit einem Team japanischer Designpartner und einem ausgeprägten Sinn für das kulturelle Erbe ist die Sonnenbrille von Natur und Architektur inspiriert und aus Materialien wie Bio-Acetat und Titan hergestellt und strebt danach, mehr zu sein als Ihre saisonale Sonnenbrille. Die Aufmerksamkeit der Marke für die Natur spiegelt sich auch in den Hoffnungen der Catani für die Zukunft wider, die, wie er sagt, darin bestehen, „dass sich die Brillenindustrie mehr der Uhrenindustrie zuwenden wird, in der Handwerker und Designer zusammenarbeiten, um ihren Kunden einen dauerhaften Mehrwert zu bieten, der von Generation zu Generation weitergegeben wird“. Der generationenübergreifende Wert ist etwas, das die skandinavischen Designer immer hoch geschätzt haben, wenn es um Möbel und Kunst geht, aber es scheint, dass ein Teil davon in andere Teile des Designkosmos übergegangen ist.

Die relativ geringe Größe Kopenhagens macht es sehr attraktiv für die Geburt und das Gedeihen kleiner, lokaler Gemeinschaften. Und niemand hat das ernster genommen als Flatlist Eyewear. Seit ihrer Gründung im Jahr 2018 veranstaltet die Marke Veranstaltungen, Partys, Konzerte und Abendessen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Künstlern in der Stadt. Die Brillen von Flatlist werden von allen Arten von Prominenten und Musikern auf der ganzen Welt getragen und waren in Kopenhagen ein ständiger Hit. Sie haben es geschafft, eine Community aufzubauen, die es liebt, zusammenzukommen, um zu feiern und die Erfolge der Marke zu feiern. Und das war auch für den Gründer Kasper Space von großer Bedeutung, der sagt: „Wir bringen Menschen zusammen und glauben fest an Gemeinschaft. Seit dem ersten Tag interessieren wir uns für das Potenzial, das in der Verschmelzung von Branchen steckt, um umfassendere Geschichten zu erzählen. Wir wollen die Schnittstelle zwischen Mode und Musik durch sinnvolle Kollaborationen erkunden und die kreativen Möglichkeiten beider Welten freischalten.“ Und als ob das nicht genug wäre, haben Flatlist jetzt ihr eigenes Plattenlabel, das jungen Musikern in der Stadt hilft, zu produzieren und aufzunehmen und sich weiter den zukünftigen Talenten Kopenhagens zu widmen. Abgesehen von der kulturellen Raffinesse ist es ziemlich klar, was die Brillen von Kopenhagen von den anderen abhebt, die Denkweise, die hinter jeder erfolgreichen Kreation steht: Einfachheit ist der Schlüssel.

Laut Fortune Business Insights werden die globalen Brillenhersteller in den kommenden Jahren billigere und erschwinglichere Brillenfassungen in Entwicklungsländern herstellen, und die begrenzte Verwendung von Sonnenbrillen in Ländern wie Indien und Brasilien wird sich Schätzungen zufolge auf den Umsatz des Marktes auswirken. Dies mag die bedrohlichste Situation für Kopenhagens Brillenzukunft sein, aber dennoch können sich die globale Preisunsicherheit und die höheren Importzölle auf alle Produktionen auswirken. Vincent Catani ist sich dessen bewusst und sagt: „Die Kunden von heute sind sich ihrer Einkäufe bewusster denn je. Sie legen Wert auf Transparenz in der Lieferkette und versuchen zu verstehen, wie Produkte hergestellt werden, damit sie fundierte Entscheidungen treffen können.“ Mads Hancock vom Research Studio hofft, dass die Regierungen „strengere Vorschriften“ einführen werden, um unethische Produktionen zu regulieren. „Nicht alles muss sich um Gewinnmargen drehen. Man muss nur das produzieren, was man braucht, und gute, nachhaltige Produkte herstellen, die lange halten können.“ Es ist ganz klar, dass sich die Brillenmarken in Kopenhagen der Herausforderungen bewusst sind, vor denen die Branche derzeit steht, sowie der vielen Möglichkeiten, die in der schnellen Anpassung neuer und innovativer Praktiken liegen.

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