Black Rabbit, Catering laut Netflix Auch wenn die Netflix-Show mit Jude Law und Jason Bateman nicht das ist, was sie scheint

Die Operation von Black Rabbit, der neuen Netflix-Serie, die ab dem 18. September auf der Plattform verfügbar ist, ist ziemlich klar. Die von Zach Baylin und Kate Susman kreierte Serie mit acht Folgen ist das Ergebnis zweier konvergierender Projekte, eines seriellen und eines filmischen, die zu einer Geschichte mit Jude Law und Jason Bateman verschmelzen. Einerseits versucht die Miniserie mit Unterstützung des Streamers und der Rückkehr eines der Gesichter aus einem ihrer erfolgreichsten Projekte, in die Fußstapfen von Ozark zu treten und leiht sich ihren Hauptdarsteller aus, der, genau wie in dem Projekt mit vier Staffeln, auch bei den ersten Folgen Regie führt. Die Konzeption von Black Rabbit ist in der Tat das Werk der Showrunner Baylin und Susman, die zuvor zusammen an dem Film The Order von 2024 gearbeitet haben, in dem kein anderer als Jude Law die Hauptrolle spielt. Regisseur Justin Kurzel von Macbeth und True History of the Kelly Gang kehrte zurück, um an der Show mitzuarbeiten.

Unter diesen beiden erklärten Einflüssen beginnt die neue monatliche Serie von Netflix mit dem Ehrgeiz, die Erwartungen zu erfüllen: Von den ersten Minuten an macht Black Rabbit sowohl die Richtung seiner Geschichte als auch den Ton, den sie haben wird, klar. Das Ergebnis ist eine düstere und enge Erzählung, die auf Zwang, Erpressung und angespannten familiären Bindungen basiert und sich um zwei Brüder, ein Restaurant und die unzähligen Arten dreht, wie dieser Ort zu ihrem Untergang zu werden droht. Die kulinarische Kulisse, die heute ein fester Bestandteil des audiovisuellen Geschichtenerzählens ist, wird hier nicht genutzt, um die Leidenschaft für Essen zu feiern, sondern als Kulisse für ein persönliches und kriminelles Drama.

Black Rabbit untersucht die Mechanismen, ein Unternehmen am Laufen zu halten, während das Privatleben der Charaktere völlig aus den Fugen gerät — Leben, in dem nicht nur Ängste und Turbulenzen involviert sind, sondern auch eine kriminelle Unterwelt, die ihren Teil fordert. Im Mittelpunkt des Ganzen analysiert Black Rabbit die Verbindung zwischen seinen beiden Protagonisten, den Brüdern Jake (Law) und Vince (Bateman). Letzterer ist in New York gelandet, nachdem er monatelang ziellos ohne Richtung und ohne Geld umhergewandert war. Er war gezwungen, in die Stadt zurückzukehren, um etwas Geld zusammenzukratzen und gleichzeitig den Nervenkitzel des Nachtlebens in Luxuspubs wiederzuentdecken. Ein Funke, der schnell verblasst, als sie trotz seines Wunsches, seine Dämonen hinter sich zu lassen, zurückkehren, um ihre Forderungen geltend zu machen — mit Zinsen.

@imdb Jude Law and exec producer Ben Jackson break down brotherhood, Black Rabbit style, between Jude Law & Jason Bateman @Netflix original sound - IMDb

Für Vince — und leider auch für seinen Bruder Jake — ist dies der Beginn einer Abwärtsspirale, die sich wie eine Schlinge um ihren Hals zieht und gleichzeitig die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich zieht. Gezerrt in die entsättigten Straßen und Räume von Black Rabbit, wo keine Farbe außer dem Gegenteil regiert, findet sich das Publikum in einem Krimi wieder, der vielleicht nicht innovativ ist, aber mutig genug ist, um zu überzeugen. Es ist so strukturiert, dass die Zuschauer sehen, wie weit Schulden — sowohl finanzielle als auch emotionale — sie bringen werden, und suggeriert, dass alle um sie herum dazu verdammt sind, ihnen zu folgen. Und in diesem fragilen Puzzle aus wechselnden Teilen verleihen das Schreiben und die Darbietungen der Co-Leads einer Erzählung Tiefe und Nuance, die sich weigert, an der Oberfläche zu bleiben, sondern viel tiefer gräbt.

Wenn Vinces zwielichtige Vergangenheit von einer Reihe von Abhängigkeiten geprägt ist, ist Jakes Sucht nach seinem Bruder die gefährlichste. Seine größte Schwäche, seine offene Wunde, bringt ihn in Schwierigkeiten und schürt eine verzweifelte und schmerzhafte Verbindung zwischen den Charakteren, die zeigt, dass selbst die Menschen, die wir am meisten lieben, giftig sein können. Black Rabbit wird das Genre nicht revolutionieren, aber inmitten der Flut von (nicht immer ausgezeichneten) Netflix-Titeln gelingt es ihm sicherlich, sich durch seinen rohen Geist abzuheben.

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