
Mailand hat endlich seinen ersten Van-Pooling-Service Wayla ist die erste App für außerplanmäßige Transporte
In den letzten zehn Jahren sind Fahrgemeinschaften in vielen westlichen Ländern zu einem zentralen Bestandteil der täglichen Transportgewohnheiten geworden. Dieses Transportmittel zielt darauf ab, ein Auto oder einen Van mit anderen Personen zu teilen, die dieselbe Route fahren, um die Reisekosten zu senken. Es ist ähnlich, als würde man sich ein Taxi mit Freunden teilen, um die Kosten zu teilen, aber in einer strukturierteren und organisierteren Form. In Italien ist kürzlich der erste Vanpooling-Dienst namens Wayla eingetroffen. Das Start-up nahm am 31. Oktober seine Geschäftstätigkeit in Mailand auf, um den Bürgern eine effektive und sichere Alternative in der Mailänder Verkehrslandschaft zu bieten. Dabei handelt es sich um Kleinbusse, die keine Linienbusse sind und die Route auf der Grundlage von Anfragen anpassen, die über eine spezielle App eingehen. Die Kosten betragen 11 Euro pro Passagier. In der Anfangsphase ist der Service nur innerhalb der Grenzen der Ringstraße 90/91 verfügbar und wird von Donnerstag bis Sonntag von 19.00 Uhr bis 3.00 Uhr angeboten. Mitbegründer Alessandro Villa erklärte: „Unser Ziel ist es, den Service schrittweise auszudehnen, um mittelfristig das Mailänder Hinterland abzudecken. Die Entscheidung, vom Zentrum aus zu beginnen, ist auf die Notwendigkeit zurückzuführen, ein dicht besiedeltes Gebiet umfassend zu versorgen, damit das Pooling-Modell effektiv funktionieren kann. Wir sind auch der Ansicht, dass die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage in der Innenstadt besteht und in den Abendstunden erheblich zunimmt, wenn gemeinsam genutzte Fahrzeuge in der Regel in den Vororten bleiben, nachdem sie von Pendlern genutzt wurden.“
Im Gegensatz zu anderen europäischen Metropolen ist der Verkehr in Mailand zwar einer der funktionellsten in Italien, birgt jedoch mehrere Herausforderungen. Öffentliche Verkehrsmittel werden oft gestrichen, verspätet oder streiken, während private Dienstleistungen schwer zu finden und teuer sind. Insbesondere Taxis befinden sich in einer erheblichen Krisenzeit. Jeder, der in Mailand lebt oder die Stadt häufig besucht, weiß, dass es in den Hauptverkehrszeiten oft unmöglich ist, ein Taxi zu finden, und die Wartezeiten an ausgewiesenen Taxiständen können 40 Minuten überschreiten. Viele Städte weltweit haben private Ride-Hailing-Dienste wie Uber und Lyft eingeführt, um diese Lücken zu schließen. In Italien sind solche Dienste jedoch seit 2017 aufgrund von Vorschriften eingeschränkt, die sie als unlauteren Wettbewerb kennzeichnen, sodass Chauffeurdienste (N.C.C.) die einzige Alternative zu herkömmlichen Taxis sind. Das Hauptproblem sowohl für Taxis als auch für N.C.C.s sind nach wie vor die hohen Kosten. An einem typischen Wochenendabend kann das Überqueren der Ringstraße leicht 30 Euro kosten, ein Wert, der bei Veranstaltungen wie dem Salone del Mobile oder der Fashion Week erheblich steigt. Vielleicht wird Wayla endlich eine Verkehrslandschaft aufrütteln, an der es manchmal dramatisch mangelt.












































