Touristen der Generation Z in Italien geben immer mehr steuerfrei für italienische Mode aus Wie kann man schließlich dem Einkaufen widerstehen?

Junge Touristen unter dreißig Jahren werden zum wichtigsten Motor des italienischen Marktes für steuerfreies Einkaufen — das System, das es Nicht-EU-Bürgern ermöglicht, bei einem Mindestbestellwert von 70 Euro Einkäufe zu tätigen, ohne Mehrwertsteuer zu zahlen. Laut den neuesten Daten von Global Blue ist die Zahl der Käufer der Generation Z, die Tax Free nutzen, im vergangenen Jahr um 22% gestiegen, während die gesamten steuerfreien Ausgaben um 11% gestiegen sind. Diese Dynamik zeigt, wie oft Touristen durch dieses sogenannte „erleichterte“ Wirtschaftssystem einen erheblichen Teil des Einzelhandels in unserem Land ausmachen — insbesondere im Bereich Mode. Aber was genau ist das Ausmaß des Phänomens?

Jung, wohlhabend und handtaschenbesessen

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Das Wachstum der Generation Z, die auf Reisen einkaufen, hält mit ihrem steigenden Alter Schritt. Seit 2019 ist die Zahl der Käufer der Generation Z um 368% explosionsartig angestiegen, verglichen mit bescheideneren 39% bei älteren Generationen. Wie der Bericht zeigt, verzeichneten die älteren Verbraucher zwischen April 2025 und März 2026 zwar nur um 3% — eine leichte Verlangsamung im Vergleich zur Vergangenheit — ein zweistelliges Wachstum, obwohl sie mit nur 14% immer noch einen relativ geringen Anteil aller steuerfreien Einkäufe in Italien ausmachen.

Man sollte sich von der Kleinheit dieses Marktsegments nicht in die Irre führen lassen, denn junge internationale Reisende machen in Italien 28% aller europäischen steuerfreien Ausgaben in dieser Altersgruppe aus, was das Land zu dem Land macht, in dem junge Menschen am meisten ausgeben. Insbesondere Mailand liegt gemessen am Ausgabenvolumen mit einem Anteil von 11% an zweiter Stelle in Europa, knapp hinter Paris. In den beiden Modehauptstädten liegen die durchschnittlichen Ausgaben pro Käufer bei über 1.400 Euro — eine Zahl, die weit höher ist als in Städten wie Rom, wo sie bei rund 870 Euro, Barcelona bei 720 Euro, Madrid bei 670 Euro und Florenz bei 600 Euro liegt.

Es ist kein Zufall, dass sich die Ausgaben auf Mailand und Paris konzentrieren, da Mode eine sehr wichtige Ausgabenkategorie für Touristen der Generation Z ist. In dem Bericht stiegen die Ausgaben für Luxusmarken innerhalb eines Jahres um 6%, während allein die Ausgaben für „exklusive Marken“ um 35% stiegen. Aufgeschlüsselt nach Kategorien stiegen die Ausgaben der Generation Z für Uhren um 33% gegenüber 6% auf dem Gesamtmarkt; die Ausgaben für Schmuck stiegen um 19% gegenüber insgesamt 1%, während die Ausgaben für Bekleidung um 16% gegenüber einem Durchschnitt von 4% zunahmen.

Die Ausgaben für Handtaschen stiegen um 3% und Schuhe um 2% und sind bei jungen Käufern ebenfalls stark ausgefallen, während sie bei älteren Käufern rückläufig sind. Handtaschen sind die beliebteste Kategorie für Touristen der Generation Z und machen 27% ihrer Gesamtausgaben aus, wobei der Durchschnittspreis pro Artikel bei rund 400 Euro liegt.

Aber woher kommen diese jungen Touristen?

In Bezug auf die Nationalität kommen 21% dieser Touristen aus den USA, ihre Zahl ist um 20% gestiegen und sie machen 18% der Gesamtausgaben aus, mit einem Durchschnitt von rund 1.000 Euro pro Person. Dahinter folgen junge chinesische Touristen, die heute 10% der jungen Käufer ausmachen, nachdem sie innerhalb eines Jahres um 48% gewachsen sind — ein Zeichen für ein starkes weiteres Expansionspotenzial für den italienischen Sektor.

Unter den Touristen der Generation Z in Italien machen die Kunden der oberen Preisklasse 85% aus, doch in dieser Altersgruppe machen sie nur 37% der Gesamtausgaben aus. Dies liegt daran, dass die verbleibenden 15% der jungen Reisenden, obwohl sie in der Minderheit sind, einen weitaus höheren Teil der Ausgaben konzentrieren, was vor allem auf eine winzige Elite von extrem vermögenden Privatpersonen mit einem Vermögen von über dreißig Millionen Dollar zurückzuführen ist. Obwohl sie nur 0,3 Prozent der Reisenden ausmachen, tragen junge Millionäre 12% zu den gesamten Tourismusausgaben der Generation Z bei, wobei die durchschnittliche Kaufkraft pro Person bei 51.000 Euro liegt — was die 43.000 Euro anderer Generationen übertrifft.

All diese Daten zeigen, dass Generationen ihre Ausgabenmuster nicht ändern, sondern sie verstärken. Das sprichwörtliche oberste Prozent der Generation Z gibt mehr aus als das Millennial-Äquivalent oder das Äquivalent einer anderen Generation. Dies macht diese jungen Touristen zu einem strategischen Bestandteil des italienischen steuerfreien Einkaufens. Der wahrgenommene Wert eines Produkts, seine Attraktivität und der Einfluss der sozialen Medien sind ihre Ausgabenmotivatoren. Dem wachsenden Gewicht dieser Touristen in dieser Altersgruppe nach zu urteilen, müssen sich viele der Waren, die die Mode in den kommenden Jahren produzieren wird, an ihren Geschmack anpassen.

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