Der Plan, Mailand noch fußgängerfreundlicher zu machen Hier findest du alles, was du über „Möves“ wissen musst

Vor Kurzem hat die Stadtverwaltung von Mailand das Projekt Möves für urbane Mobilität vorgestellt, einen Plan, der Ziele, Strategien und konkrete Maßnahmen zur Förderung des Gehens und Radfahrens in der Stadt skizziert. Die Initiative, wie auf der Website der Stadt Mailand angegeben, zielt darauf ab, die lombardische Hauptstadt für Menschen, die nicht mit dem Auto anreisen, zugänglicher und sicherer zu machen.

Möves — der Begriff leitet sich von einem Mailänder Dialektausdruck ab, der für „bewegen“ im Sinne von „Beeil dich“ oder „mach weiter“ verwendet wird — kann zumindest teilweise mit der Logik des sogenannten „taktischen Urbanismus“ in Verbindung gebracht werden, also einer Reihe von Praktiken, die zwischen Stadtplanung und bürgerschaftlichem Aktivismus angesiedelt sind. In seiner ursprünglichen Formulierung ist dieser Ansatz als ein Prozess konzipiert, der direkt von den Bürgern ausgehen sollte und aus Interventionen besteht, die auch — und gerade — ohne ein institutionelles Mandat gefördert werden. Neuere Entwicklungen dieser Praxis zeigen jedoch, dass sich die wirksamsten Projekte für urbanen Aktivismus nicht im Gegensatz zu den lokalen Verwaltungen entwickelt haben, sondern durch Formen der Zusammenarbeit.

Die Bedeutung der Stadtentwicklung für Großstädte

@teuxxebike DISCLAIMER: Ogni imprecazione è circoscritta al momento e non indirizzata direttamente alla persona ma all'azione di questa. Milano ore 9:00 Come sempre io con la mia bici elettrica, questa volta il menu propone me un po fuori equilibrio, vigili disinteressati, parcheggi sulla ciclabile, un incidente evitato dai miei freni, una signora che sta un po troppo a destra della strada e tante altre. Aspetto i commenti tipo "il casco fenomeno" ma stavolta non potete dire che sono stato maleducato, vediamo cosi insultate meno. Ricordo sempre che non è un io contro tutti ma che metto questi video per far pensare tutti me stesso in primis. Un bacione stelle #commutewithrage #ciclabileoccupata #bicicletta #milanoinbici #urbanriders #imbruttito #angry #linkinbio Milan, 9:00 AM As always, it's me on my electric bike. This time, the "menu" includes me a bit off balance, indifferent traffic cops, cars parked in the bike lane, an accident avoided thanks to my brakes, a lady riding a bit too far to the right of the road, and plenty more. I'm expecting comments like "helmet hero," but this time you can't say I was rude — let's see if that means fewer insults. I always remind everyone that it's not me against the world. I post these videos to make people think - myself first of all. Big kiss, stars. #commutewithrage #urbanrider #bicycle #milanstreets #angrycyclist #roadrage #commute suono originale - Teuxxebike

Die jüngste Initiative der Stadt Mailand ist keine völlig neue Art der städtebaulichen Intervention in Europa. In Paris beispielsweise hat die lokale Verwaltung seit langem das Projekt Paris Plages ins Leben gerufen, das jeden Sommer städtische Räume für Freizeitzwecke neu gestaltet. In ähnlicher Weise wurde mit dem Projekt Superblocks Barcelona die urbane Mobilität in der katalanischen Stadt grundlegend neu organisiert und der private Verkehr in bestimmten Gebieten dank einer institutionellen Initiative eingeschränkt.

In diesem Zusammenhang sind viele Stadtplaner der Ansicht, dass die Entwicklung von Städten nicht immer und nur von Bürgern und Verbänden vorangetrieben werden sollte, wie dies häufig der Fall ist; stattdessen sollten die öffentlichen Verwaltungen eine aktive Rolle übernehmen, indem sie Fachwissen, Ressourcen und Koordinationskapazitäten einsetzen, um ehrgeizige Projekte umzusetzen. Nicht alle städtischen Zentren erweisen sich jedoch als in der Lage, diesen Weg einzuschlagen. In vielen Großstädten, sowohl in Europa als auch in den Vereinigten Staaten, werden Strategien für eine nachhaltige Stadtentwicklung nur teilweise oder sogar verschoben umgesetzt, sodass unter anderem strukturelle Probleme wie Verkehrsstaus und Straßenverkehrssicherheit ungelöst bleiben — Bedingungen, die Gruppen von Aktivisten dann dazu drängen, unabhängig voneinander zu intervenieren.

Wie sich Milan mit Möves verändern sollte

Was die Mobilität mit dem Fahrrad anbelangt, so möchte Möves die Erweiterung der Fahrradwege fördern: Ziel ist es, durchgehende, sichere, ununterbrochene und besser identifizierbare Wege zu gewährleisten und das Radfahren zu einer echten Alternative für das tägliche Reisen in Mailand zu machen. Zu diesem Zweck umfasst der Plan die Aktivierung neuer spezieller Dienste wie Fahrradstationen an strategischen Punkten in der Stadt, die Organisation von Veranstaltungen, die sich auf den Radtourismus konzentrieren, und den Start von Projekten zur Förderung der Fahrradlogistik — also des Einsatzes von Fahrzeugen wie Lastenrädern für den Transport und die Lieferung von Waren, insbesondere auf der letzten Meile, mit dem Ziel, Verkehr, Lärm und Umweltverschmutzung zu reduzieren.

Im Bereich der Fußgängermobilität beabsichtigt die Stadt Mailand stattdessen, die Sicherheit, Zugänglichkeit und Qualität der speziellen städtischen Räume zu verbessern. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören die Verbreiterung vieler Bürgersteige und die Sanierung von Fußgängerwegen, insbesondere in Gebieten in der Nähe von Schulen und Parks. Der Plan sieht auch vor, im Rahmen des bereits gestarteten Programms „Open Squares“ neue Plätze zu schaffen, die ausschließlich für Fußgänger zugänglich sind.

Mit Möves ist auch geplant, Bereiche zu erweitern, in denen das Tempolimit für Autos 30 km/h beträgt, neue Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung einzuführen und viele architektonische Barrieren in der Stadt schrittweise zu beseitigen — insbesondere in der Nähe von Haltestellen des öffentlichen Verkehrs. Schließlich wird dies durch Informations- und Aufklärungskampagnen ergänzt, die sich an Schulen, Familien und lokale Gemeinschaften richten.

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