Mailand feiert bei den Black Carpet Awards 2025 die Vorreiter des Wandels Eine Sonderausgabe zum zehnjährigen Bestehen der Afro Fashion Association

Gestern Abend fand im Teatro Manzoni in Mailand die dritte Ausgabe der Black Carpet Awards statt, eine Veranstaltung, die ihre Bedeutung im Kalender der Mailänder Modewoche für Frauen bestätigt. Die von der Stadt Mailand konzipierte Preisverleihung wurde von der Afro Fashion Association ins Leben gerufen und ist ein Zeichen der Anerkennung der Visionäre, die mit Engagement in den Bereichen Vielfalt, Inklusion und Gerechtigkeit etwas bewirken konnten. Die diesjährige Ausgabe hatte einen noch größeren symbolischen Wert, da sie mit dem zehnjährigen Jubiläum des von Michelle Francine Ngonmo gegründeten Vereins zusammenfällt. In ihrer Eröffnungsrede bekräftigte Michelle Francine Ngonmo die tiefgründige Bedeutung der Veranstaltung: Die Black Carpet Awards sind ein Akt des Aufbaus und des Widerstands, eine Bühne für diejenigen, die lange unsichtbar geblieben sind und nun endlich Raum und Stimme finden. „Repräsentation schafft Zugang“, erklärte sie und betonte, wie wichtig es sei, Unterschiede in kollektive Stärke umzuwandeln.

Mailand feiert bei den Black Carpet Awards 2025 die Vorreiter des Wandels Eine Sonderausgabe zum zehnjährigen Bestehen der Afro Fashion Association | Image 582556
Mailand feiert bei den Black Carpet Awards 2025 die Vorreiter des Wandels Eine Sonderausgabe zum zehnjährigen Bestehen der Afro Fashion Association | Image 582558

Den Abend noch spezieller machte die Videobotschaft von Naomi Campbell, einer außergewöhnlichen Schirmherrin, globalen Ikone und unermüdlichen Aktivistin für Repräsentation und Inklusion. Die Moderation wurde Tamu McPherson, Kreativer und Gründer von Shoe Up for Justice, anvertraut. Das Herzstück der Veranstaltung war die Bekanntgabe der zehn Gewinner von Leaders of Change, die aus den zweiundzwanzig Finalisten ausgewählt wurden. Der One-Time-Award 2025 hatte einen besonders emotionalen Wert, da er der Erinnerung an Koyo Kouoh gewidmet war, einen visionären Kurator, der die Weiterentwicklung der afrikanischen und diasporischen Kunst unauslöschlich geprägt hat. Die Gewinnerin war Janine Gaëlle Dieudji für ihre Arbeit, etablierte Narrative zu untergraben und der Kultur afroamerikanischer Abstammung einen zentralen Stellenwert einzuräumen.

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Auf der Bühne wechselten sich die Gewinner der fünf Hauptkategorien ab: Nogaye Ndiaye und Mariam Battistelli für Kultur, Rediet Longo und Augusta Carter für Kreativität, Aya Mohamed und Ronke Oluwadare für Community, Antonio Dikele Distefano zusammen mit Caterina Monda & Debrina Aliyah für Entrepreneurship und schließlich Igiaba Scego und Leandra Medeiros Cerezo für Legacy. Verschiedene Geschichten und Wege, vereint durch die Dringlichkeit, Veränderungen herbeizuführen, und der Wunsch, neue Möglichkeiten zu eröffnen. Die Jury, die sich aus internationalen Fachleuten wie Afef Jnifen, Stella Jean, IB Kamara, Honey Dijon, Edward Buchanan, Carlo Capasa und Marco Bizzarri zusammensetzte, verstärkte die globale und transversale Dimension des Preises. In dieser neuen Ausgabe boten die Black Carpet Awards einen Raum, um diejenigen zu feiern, die ein neues, zugänglicheres und integrativeres System aufbauen möchten. Zum zehnten Mal bringt die Afro Fashion Association ein politisches und kulturelles Statement auf die Bühne: Mode kann zu einem Instrument für greifbare Veränderungen werden.

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