
Was George Lucas' neues Museum in Los Angeles zu bieten hat Neben einem kleinen Bereich, der Star Wars gewidmet ist, zeigt das Museum Werke zahlreicher bildender Künstler
Das Lucas Museum of Narrative Art soll bald in Los Angeles eröffnen – ein Museum, das vom amerikanischen Filmemacher George Lucas gegründet wurde, dem Schöpfer unter anderem der Filmreihen Star Wars und Indiana Jones. Die Eröffnung ist für den 22. September geplant und markiert den Abschluss einer Reise, die 2010 begann und zwei gescheiterte Projekte in San Francisco und Chicago durchlief. Laut CNN investierte Lucas persönlich rund 1 Milliarde Dollar, um das Gebäude Wirklichkeit werden zu lassen.
Das Museum wird unter anderem Comics, Illustrationen, Fotografien sowie Film- und Animationswerke beherbergen. Die Sammlung umfasst mehr als 1.300 Objekte, von denen viele aus Lucas' eigenem persönlichen Archiv stammen. Obwohl der amerikanische Filmemacher vor allem für Star Wars bekannt ist, werden der Saga gewidmete Werke weniger als 10 % des Gesamtbestands ausmachen. Das Lucas Museum of Narrative Art wird tatsächlich Werke amerikanischer Künstler wie Frida Kahlo, Norman Rockwell und Gordon Parks sowie der amerikanischen Illustratoren Frank Miller und Frank Frazetta zeigen, um nur einige zu nennen. Die Kinogalerien des Museums werden hingegen Werke von Man Ray, Anime aus der Serie Cowboy Bebop und Kurzfilme präsentieren, die Lucas selbst als Student gedreht hat.
Was im Lucas Museum of Narrative Art zu sehen ist
@drewmtillman A first look at the Lucas Museum of Narrative Art, officially opening September 22, 2026 @Lucas Museum of Narrative Art #lucasmuseum #losangeles #lamuseums #laart #thingstodoinla Star Wars - Produced - Ettore Stratta
Das Museum wurde vom internationalen Architekturbüro MAD Architects entworfen, das vom chinesischen Architekten Ma Yansong gegründet wurde, und nimmt rund 28.000 Quadratmeter im Exposition Park ein, einem großen öffentlichen Park im Süden von Los Angeles, in dem bereits Institutionen wie das Natural History Museum, das California Science Center und das California African American Museum ansässig sind.
Das Gebäude – eine große weiße Struktur mit einer wellenförmigen Silhouette – spiegelt Yansongs Architekturstil vollständig wider, der seit Langem auf organischen, fließenden Formen basiert, die von der Natur inspiriert sind. Im Inneren schlägt sich dieser Ansatz in kurvenreichen Räumen, röhrenförmigen Aufzügen und weitläufigen, miteinander verbundenen Galerien nieder. Das Design des Lucas Museum of Narrative Art möchte sich zudem von der Vorstellung eines Museums als geordneter Abfolge von Werken lösen: Der Ausstellungsrundgang beginnt beispielsweise mit einer Schau zur Geschichte der narrativen Kunst – also jener Formen bildender Kunst, die sich mehr oder weniger direkt um das Erzählen von Geschichten drehen – und veranschaulicht, wie visuelle Narration verschiedene Epochen und Kulturen durchzogen hat. In den oberen Stockwerken sind die Originalwerke der Sammlung nach unterschiedlichen Kriterien geordnet: Einige Galerien sind einzelnen Künstlern gewidmet, während andere Werke rund um bestimmte Themen oder Genres versammeln.
Die Kritik und Probleme rund um das Museum
Die Eröffnung des Lucas Museum of Narrative Art erfolgt nach einer recht turbulenten Geschichte, die auch die interne Organisation betroffen hat. Die erste Direktorin und CEO der Institution, die amerikanische Kuratorin Sandra Jackson-Dumont, verließ ihre Position 2025 – noch bevor das Museum überhaupt für die Öffentlichkeit geöffnet hatte – während der Planungs- und Installationsphase. Kurz darauf begann George Lucas, sich stärker in die kuratorischen Aktivitäten des Museums einzubringen, und im vergangenen Dezember trat auch die neue Kuratorin Pilar Tompkins Rivas zurück, im Konflikt mit der Museumsleitung.
Seit das Projekt 2010 erstmals angekündigt wurde, ist das Museum verschiedenen Kritiken ausgesetzt – von jenen, die es in erster Linie als persönliches Projekt von Lucas betrachten, bis hin zu jenen, die den Eintrittspreis von 25 Dollar bemängeln. Auch die Standortwahl war lange umstritten: Bevor er sich für Los Angeles entschied, hatte Lucas versucht, das Museum in San Francisco und anschließend in Chicago zu errichten, wo der Plan, das Gebäude auf öffentlichem Grund zu bauen – obwohl es sich formal um eine private Institution handelt –, auf starken Widerstand einer lokalen gemeinnützigen Organisation stieß.
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