
Fördern große internationale Krisen das Forcieren des Untergangs? Wenn es sich auf das psychische Wohlbefinden auswirkt, auf dem Laufenden zu bleiben
Ein längerer Kontakt mit Nachrichten und Inhalten im Zusammenhang mit internationalen Konflikten und Krisen hat spürbare Auswirkungen auf das psychische Wohlbefinden und erzeugt selbst bei Personen, die nicht direkt betroffen sind, ein unterschiedliches Maß an Stress und Angst. In diesem Zusammenhang trägt die zunehmend verbreitete Praxis des Doomscrollings — zwanghaftes Konsumieren großer Inhaltsströme in sozialen Netzwerken und Mühe, damit aufzuhören — zu einem Teufelskreis aus Sorge und übertriebener Wachsamkeit bei.
CNN airs compilation of Trump's contradictions from his afternoon event pic.twitter.com/hzMWWRuSW4
— Headquarters (@HQNewsNow) March 16, 2026
Wie die US-Ausgabe von Wired berichtet, kann es bei Ereignissen mit sogenannter hoher Medienintensität — einschließlich besonders bedeutender und ständig berichteter Kriege wie dem andauernden Krieg im Nahen Osten — in einigen Fällen zu größeren Schwierigkeiten kommen, Ungewissheit zu tolerieren und sich wiederholende und negative Denkmuster zu unterbrechen.
Ein wichtiger Aspekt dieser Denkmuster, der gerade durch die für soziale Netzwerke typische Dynamik verstärkt wird, ist, dass man nicht direkt in eine bestimmte Krise verwickelt sein muss, um teilweise betroffen zu sein: Allein der Kontakt mit Bildern und Erzählungen von inhärent traumatischen Situationen kann bei bestimmten Personen — insbesondere jüngeren und anfälligeren — intensive emotionale Reaktionen auslösen, die zu einem signifikanten Anstieg des Stress- und Angstniveaus beitragen. Unter bestimmten Umständen kann dies zu einer Art Müdigkeit führen, bei der Informationsüberflutung die Fähigkeit, Nachrichten klar zu verarbeiten, beeinträchtigt und das Gefühl der Hilflosigkeit verstärkt wird.
„Schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten“
Der Tendenz, zwanghaft Inhalte und Nachrichten im Zusammenhang mit Krisensituationen zu konsumieren, auch in geografisch weit entfernten Situationen, liegt ein spezifischer kognitiver Mechanismus zugrunde: Das menschliche Gehirn ist von Natur aus darauf ausgelegt, Informationen zu priorisieren, die auf potenzielle Gefahren hinweisen. Dies ist eine seit langem anerkannte evolutionäre Anpassung: Die Fähigkeit, eine Bedrohung schnell zu erkennen, erhöhte die Überlebenschancen und machte selektive Aufmerksamkeit zu einem funktionellen Vorteil — nicht nur beim Menschen.
Dieser kognitive Prozess wird zum Teil durch das Funktionieren sozialer Netzwerke verstärkt: Sie verstärken von Natur aus die — mehr oder weniger explizite — Wahrnehmung, dass jedes Update etwas Neues oder Relevantes enthalten kann. Diese Unsicherheit fördert eine zwanghafte Form der Nachrichtenüberwachung, die sich mit anderen Arten von Inhalten innerhalb desselben Streams vermischt: ein Mechanismus, der an variable Belohnungssysteme erinnert, bei denen die Unvorhersehbarkeit von Stimuli die Tendenz verstärkt, fast ständig nach neuen Entwicklungen zu suchen.
So vermeiden Sie, sich von negativen Nachrichten überwältigt zu fühlen
@therisingproject A war just broke out in Iran, the world feels like it’s on fire… and she’s out here scanning for ducks like it’s her job Blissfully unaware. Deeply committed to boat vibes. Honestly? I aspire to her level of peace. #DogOnABoat #SheHasNoIdea #Doomscrolling #ww3#VibingThroughTheChaos #TikTokDog #CurrentEvents #LakeVibes #WholesomeDistraction #gsd Breaking News - Breaking News
In großen internationalen Krisen erreichen Informationen die Leser oft fragmentiert: Die häufigste Reaktion besteht darin, ihre Informationskanäle (zunehmend repräsentiert durch soziale Netzwerke) ständig zu überwachen, mit dem indirekten Ziel, eine inhärent komplexe Situation zu rekonstruieren. Dieses Verhalten scheint zwar rational zu sein, verringert aber selten die Unsicherheit. Im Gegenteil, es schürt einen Teufelskreis, der die Nutzer fast ständig emotional anregenden Inhalten aussetzt, mit allen damit verbundenen Konsequenzen.
Um dies zu vermeiden, ist es nicht notwendig, den Konsum von Nachrichten über Krisen einzustellen, sondern zu lernen, deren Aufnahme zu regulieren — daher das inzwischen recht populäre akademische Konzept einer Nachrichtendiät. Zu den vorgeschlagenen Strategien gehört es, auf kontinuierliche Updates aus sozialen Netzwerken zu verzichten, stattdessen eine oder mehrere seriöse Medien auszuwählen und bestimmte Tageszeiten festzulegen, zu denen sie abgerufen werden können, insbesondere bei besonders schwerwiegenden Konflikten. Das Reduzieren oder Deaktivieren von Benachrichtigungen ist eine weitere nützliche Maßnahme, da sie die ständige Überprüfung von Updates einschränkt und das psychische Wohlbefinden schützt. Darüber hinaus entscheiden sich einige dazu, in besonders intensiven globalen Momenten eine Pause von den Plattformen einzulegen — ohne ihr Konto zu löschen, sondern sich vorübergehend abzumelden, sodass die Unfähigkeit, automatisch darauf zuzugreifen, abschreckend wirkt.














































