Wie viel verdienen Chanels Besitzer? Spoiler: obszön viel

Der finanzielle Erfolg von Chanel, einer der bekanntesten Luxusmarken der Welt, hat zu erheblichen Gewinnen für ihre Eigentümer, die Familie Wertheimer, geführt. In den letzten drei Jahren haben Alain und Gérard Wertheimer, Enkel eines der ursprünglichen Partner von Coco Chanel, vom Modehaus Dividenden in Höhe von über 12 Milliarden US-Dollar erhalten. Obwohl die Familie Wertheimer schon immer hohe Dividenden von Chanel erhalten hat, war 2023 die höchste jährliche Auszahlung seit Beginn der Veröffentlichung der Ergebnisse von Chanel vor sechs Jahren in London zu verzeichnen. Die Dividenden der letzten drei Jahre lauten wie folgt: 5,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023, 1,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022 und 5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2021. Diese Zahlen belaufen sich in nur drei Jahren auf eine unglaubliche Summe von 12,4 Milliarden US-Dollar. Die Zahlungen haben das Nettovermögen der Wertheimer erheblich erhöht und dazu beigetragen, dass ihr kollektives Vermögen im vergangenen Jahr um 19% gestiegen ist, sodass sich ihr Gesamtvermögen auf rund 108 Milliarden US-Dollar erhöhte.

Die Wertheimer haben ihre Investitionen nicht nur auf den Luxusmode-Sektor beschränkt. Durch ihr Family Office, Mousse Partners, haben sie ihr Portfolio stark diversifiziert. In den letzten Jahren hat Mousse Partners in verschiedene Sektoren investiert, darunter Gesundheit mit Brightside Health und Thirty Madison, Technologie und Biotechnologie mit Brandtech Group und Evolved by Nature sowie Finanzen durch die Teilnahme am Delisting von Rothschild & Co. Diese strategischen Investitionen unterstreichen die Bemühungen der Wertheimer, ihr Vermögen über die Modeindustrie hinaus zu diversifizieren und so eine stabilere und robustere finanzielle Zukunft zu gewährleisten. Ein weiterer Faktor, der zu den erheblichen Einnahmen der Wertheimer beiträgt, ist die strategische geografische Struktur ihres Imperiums. Chanel hat seinen Sitz im Vereinigten Königreich, wo in der Regel keine Quellensteuern auf Dividenden erhoben werden, die an ausländische Unternehmen gezahlt werden. In der Zwischenzeit hat die Holdinggesellschaft der Wertheimers für Chanel ihren Sitz auf den Kaimaninseln, wo Dividenden nicht besteuert werden. Diese Struktur ermöglicht es der Familie, ihre Einnahmen aus den Gewinnen von Chanel effizient zu maximieren.

Chanels jüngste Ankündigung des Ausscheidens von Virginie Viard, die seit über drei Jahrzehnten bei der Marke ist, markiert das Ende einer Ära. Dieser Führungswechsel könnte der Marke neue Wege bescheren, aber das in den letzten Jahren aufgebaute finanzielle Fundament bietet eine solide Grundlage für zukünftiges Wachstum. Unabhängig davon unterstreichen die Einnahmen der Familie Wertheimer von Chanel den lukrativen Charakter einer Geschäftsstruktur, die der Marke nicht nur zu einer beeindruckenden Marktpräsenz verholfen hat, sondern auch die Bedeutung eines Geschäftsmodells, bei dem Produkt und Strategie die Kreativität im engeren Sinne entscheidend übertrumpfen. Es ist kein Zufall, dass die Wertheimer ihre Position unter den reichsten Menschen der Welt gefestigt haben.

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