
Hasst Generation Z jetzt Leggings? Der Generationenkrieg der Athleisure hat begonnen
Nach mehr als zwanzig Jahren absoluter Dominanz in der Welt der Sportbekleidung sind Workout-Leggings nicht mehr in Mode. Die Generation Z im Fitnessstudio zieht es heute vor, weite und weiche Trainingsanzüge oder weite Shorts zu tragen, und von körpernaher Athleisure ist fast keine Spur mehr übrig, wie ein kürzlich veröffentlichter Bericht der Einzelhandelsanalysegruppe Edited zeigt. Wie wir sehen werden, hat der Wandel in der Sportbekleidung nicht nur mit Komfort zu tun: Es ist ein echter Generationskrieg.
Ein Krieg, der in den sozialen Medien geboren wurde
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Die Beschwerden der Generation Z über das Unbehagen von Leggings machen nicht bei Chats mit Freunden in Umkleideräumen halt: Im Internet zeigen unzählige inzwischen virale Clips, wie viel Frustration das Thema bei diesem Segment der Sportkonsumenten auslöst. „Es ist mir so peinlich und unsicher, wenn ich Leggings trage“, gestand ein Mädchen auf TikTok, gefolgt von einer Flut von Menschen, die ihre Beschwerden wiederholten und sensible Themen wie Körperdysmorphie berührten — eine psychische Störung, die durch Angst und intensive Sorge um das eigene Aussehen gekennzeichnet ist.
Die Verachtung der jungen Generation für Leggings spiegelte sich auch in Verkäufen und Internetsuchen wider. Forscher von Edited stellten in letzter Zeit einen Rückgang des Verbraucherinteresses an Leggings fest, das von 2022 bis heute von 46,9% auf 38,7% gesunken ist. Der Rückgang der Nachfrage hat Sportmarken wie Nike und Adidas unweigerlich dazu veranlasst, ihre Investitionen in körpernahe Athleisure zugunsten von Produkten zu reduzieren, die von der Generation Z eher akzeptiert werden, in erster Linie kastenförmige, weite oder übergroße Kleidungsstücke. Unter Bezugnahme auf Pinterest-Daten stellte die Studie fest, dass sich 58% der Suchanfragen in der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen hauptsächlich auf übergroße Trainingsanzüge und weite T-Shirts konzentrieren.
Die neuen Vorlieben der Generation Z in Sachen Sportbekleidung
Die wachsende Vorliebe der Generation Z für übergroße Kleidung ist nicht nur auf den Komfort zurückzuführen, sondern auch auf den Einfluss von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie Billie Eilish oder K-Pop-Gruppen. Leggings, die heute als kringe und cheugy gelten (Begriffe, die in den meisten TikTok-Clips verwendet werden, in denen sie kritisiert werden), haben all die Anziehungskraft verloren, die sie zwischen 2010 und 2020 gewonnen haben. Aber wie wir wissen, gibt es immer noch Stars wie Addison Rae, die ihre Ästhetik schätzen. Das aktuelle Ziel der Generation Z im Fitnessstudio ist es, weiche Teile wie Yogahosen oder Laufshorts wieder in Mode zu bringen. Danica, eine Fitness-Influencerin auf TikTok, behauptete: „Wenn du einmal eine gute Hose trägst, wirst du nie wieder Leggings anfassen.“
Die jüngsten Erwachsenen von heute können selbst bestimmen, welche Kleidung cool ist und welche Artikel der älteren Generation gehören. Und was sie laut Wall Street Journal sagen, ist, dass dies die Ära der bequemen Athleisure ist. Die Marke Lululemon, die besonders bei jüngeren Verbrauchern beliebt ist, hat den Trend bereits aufgegriffen und in den Beschreibungen jedes neuen Produkts Adjektive wie „groß“, „extrem übergroß“ und „weitbeinig“ hinzugefügt.
Generationenkriege sind wie eine Schleife
In den frühen 2000er Jahren waren die Athleisure-Angebote begrenzt und konzentrierten sich ausschließlich auf den Verkauf von Baggy Cuts. Die Ankunft von Lululemon, gefolgt von Alo, machte eng anliegende Kleidungsstücke unverzichtbar, um sich im Fitnessstudio wohl zu fühlen — was paradox ist, wenn man bedenkt, mit welchen drastischen Veränderungen diese Marken aufgrund des wechselnden Geschmacks der Generation Z konfrontiert waren.
Modekriege zwischen Generationen haben jedoch ein charakteristisches Merkmal: Es ist alles ein Zyklus, der niemals endet. Während heute der Konflikt zwischen Leggings und Baggy den Anschein erweckt, als würde die Generation Z gewinnen, ist die Wahrheit, dass in ein paar Jahren die Generation Alpha entscheiden wird, welche Teile sich abziehen — und höchstwahrscheinlich werden sie die Favoriten der Vorgängergeneration ins Visier nehmen. Sicher bleibt, dass die Athleisure-Unternehmen in diesem Krieg niemals verlieren werden: Unabhängig von den Trends werden die Marken ihre wichtigsten Produkte — einschließlich Leggings — weiterhin verkaufen, wobei sie sich bewusst sind, dass jede Generation einem anderen Stil entspricht. Auch wenn sich der Fokus heute auf lockere Kleidung verlagert hat, heißt das nicht, dass die guten alten Millennials ihrem Geschmack nicht treu bleiben werden.











































