7 von 10 Personen ziehen ein Konzert dem Sex vor Laut einer neuen Umfrage von LiveNation

Sieben von zehn Menschen würden lieber einen Abend auf einem Konzert verbringen, als Sex zu haben. Dies geht aus dem neuen Live Nation-Bericht Living For Live hervor, der nach Interviews mit mehr als 40.000 Menschen bestätigt, dass Live-Musik weltweit zur begehrtesten Form der Unterhaltung geworden ist. Es übertrifft nicht nur Sport und Kino, sondern verdrängt sogar Sex vom Podium der „Dinge, die Menschen glücklich machen“. Zum ersten Mal geht es jedoch nicht nur um die Generation Z, die sowieso schon keinen Sex hat, also sind nur Konzerte übrig, sondern die Stichprobe umfasste auch Befragte im Alter von 18 bis 54 Jahren.

Obwohl es nach einer kühnen Aussage klingt, haben Konzerte in den letzten Jahren zu neuem Leben erweckt, vielleicht auch wegen der während der Pandemie verlorenen Zeit. Wie der Bericht erklärt, sind Konzerte nach wie vor einer der wenigen physischen Orte, an denen ein starkes Gemeinschaftsgefühl herrscht, ein Ort, an dem es immer noch möglich ist, für ein paar Stunden von der Außenwelt abzuschalten und mit Tausenden von Menschen gleichzeitig in Kontakt zu treten. Denken Sie nur daran, wie sehr Tourneen in den letzten Monaten die Gespräche dominiert haben, von Taylor Swifts Eras Tour über Beyoncés Cowboy Carter Tour bis hin zum riesigen Oasis-Wiedersehen.

Konzerte sind für wenige zum Luxus geworden

Es gibt jedoch noch eine andere Seite zu berücksichtigen. Live-Musik ist zwar präsenter und sichtbarer als je zuvor, aber sie war noch nie so teuer. Wie der Guardian berichtete, stieg der durchschnittliche Ticketpreis 2023 um 23,3 Prozent und erreichte 130,81 Dollar. Diese Zahl entspricht fast dem Zehnfachen des aktuellen Mindestlohns pro Stunde im Vereinigten Königreich.

In den letzten Jahren ist auch der Besuch eines Konzerts fast zu einem Leistungssport geworden, vor allem, wenn es darum geht, sich das gewünschte Ticket zu sichern. Die Veranstaltungsorte nehmen zu, die Nachfrage steigt, aber der Zugang hält nicht das gleiche Tempo. Laut Live Nation haben sich die Zahlen in den Stadien in diesem Jahr verdreifacht, und das Gleiche gilt für Festivals. Um jetzt ein Ticket zu bekommen, sind Strategie, schnelle Reflexe und ein Budget erforderlich, das nicht jeder aufrechterhalten kann. Beispielsweise sind einige Tickets für die Primavera Sound 2026-Ausgabe bereits ausverkauft, obwohl sie mehr als 300 Euro kosten.

Konzerte als Gegenmittel gegen künstliche Intelligenz?

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Zu den interessantesten Erkenntnissen aus der Live Nation-Umfrage gehört der Wunsch der Befragten, echte Erfahrungen algorithmischen vorzuziehen. Da Technologie weiterhin jede tägliche Handlung durchdringt, insbesondere mit dem Aufkommen künstlicher Intelligenz, ist der Bedarf an etwas, das nicht durch einen Algorithmus repliziert werden kann, größer denn je. Dem Bericht zufolge verlässt die überwältigende Mehrheit der Fans eine Sendung in einem emotionalen Höhepunkt, den kein digitales Erlebnis nachahmen kann. Eine Art kollektiver Release, der als Gegenmittel zur technologischen Standardisierung zu wirken scheint.

Fast alle Befragten geben an, dass sie die Unvorhersehbarkeit realer Erlebnisse kuratierten algorithmischen Simulationen vorziehen, und die meisten geben an, ihr Geld in Momente zum Leben investieren zu wollen, nicht in physische Objekte. Und doch gibt es mehrere Ähnlichkeiten zwischen einem Konzert und einer Nacht voller Leidenschaft, wie Elle Hunt im Guardian feststellte. Doch selbst die Person, die das schreibt, würde ohne zu zögern zur Tyler, The Creator-Show zurückkehren, wenn sie vor der Wahl stand, ein Traumkonzert noch einmal zu erleben und ein paar Stunden Sex zu haben.

Takeaways

— Live Nation verrät, dass sieben von zehn Menschen lieber auf ein Konzert gehen als Sex zu haben. Live-Musik übertrifft heute Kino, Sport und fast jede andere Form der Unterhaltung.

— Gleichzeitig sind Konzerte zu einem Luxus geworden. Der durchschnittliche Ticketpreis hat fast das Zehnfache des britischen Mindestlohns erreicht, was aus einem einst beliebten Erlebnis immer selektiver wird.

— Angesichts des Aufstiegs der künstlichen Intelligenz gelten Konzerte als einer der letzten Orte, an denen Menschen echte Emotionen spüren können. Die meisten Fans sagen, dass kein digitales Erlebnis dem emotionalen Höhepunkt einer Live-Show entspricht.

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