
Europa verhängte Meta eine Geldstrafe von 789 Millionen Euro Meta wurde von der Europäischen Kommission wegen Verstoßes gegen Kartellgesetze mit einer Geldstrafe belegt
In letzter Zeit scheint es den großen Namen des Silicon Valley nicht sehr gut zu gehen. Die jüngste schlechte Nachricht kommt für Meta, nachdem die Europäische Union beschlossen hat, Mark Zuckerbergs Konglomerat wegen Verstoßes gegen europäische Kartellgesetze mit einer Geldstrafe von 798 Millionen Euro zu belegen. Der Grund? Facebook Marketplace-Anzeigen auf seinen sozialen Plattformen, die nach Angaben der Europäischen Kommission den internen Dienst zu Unrecht gegenüber konkurrierenden gebrauchten Plattformen bevorzugen. Laut der EU-Kartellchefin Margrethe Vestager verhängte Meta durch die direkte Verbindung von Marketplace mit der Plattform von Facebook unfaire Handelsbedingungen. Aus den Ergebnissen der Untersuchung geht hervor, dass der Riese aus dem Silicon Valley Daten von konkurrierenden Plattformen verwendet, die auf Facebook werben, um Marketplace zu bevorzugen. Es überrascht nicht, dass das Unternehmen von Zuck bereits seine Absicht erklärt hat, gegen die Entscheidung der Kommission Berufung einzulegen. Das Unternehmen hat nicht nur die Sanktion, sondern auch die Auslegung der Fakten angefochten und geltend gemacht, der Erfolg von Marketplace auf dem europäischen Markt sei nicht das Ergebnis unlauterer Praktiken, sondern einer effektiven Geschäftsstrategie. Es könnte jedoch Jahre dauern, bis ein mögliches Berufungsverfahren zu einem endgültigen Abschluss kommt. In der Zwischenzeit dient die fast milliardenschwere Geldbuße als wichtige Warnung, obwohl die Auswirkungen auf die Finanzen des Technologieriesen auf der Grundlage der Zahlen begrenzt sein werden. Im dritten Quartal 2024 verzeichnete Meta einen Umsatz von 40,6 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 19% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
.@Meta tied its classified ads service Facebook Marketplace to its personal social network @facebook + it imposed unfair trading conditions on competitors (eg Vinted, eBay, Le Bon Coin & others)
— Margrethe Vestager (@vestager) November 14, 2024
This breaches @EU_Competition rules. We fine @Meta €797.8 M for abusing dominance.
In den letzten Jahren hat die Europäische Union ihre Aufmerksamkeit gegenüber den großen Namen der Technologie - und Einzelhandelsbranche deutlich verschärft: höhere Tarife für Billigarbeiter (zum Beispiel Shein, Temu und AliExpress), Ermittlungen gegen Meta, X und TikTok sowie vorübergehende Sperren neuer Technologien für künstliche Intelligenz durch Google und Apple. Seit 2023 sind zwei Vorschriften in Kraft getreten, die ausschließlich auf den digitalen Bereich abzielen und zuvor als eine Art legaler Wilder Westen galten: der Digital Services Act und der Digital Markets Act. Diese Vorschriften zielen darauf ab, einen besseren Verbraucherschutz zu gewährleisten und zu verhindern, dass große Plattformen ihre Marktdominanz missbrauchen. Laut Bloomberg könnte das nächste Unternehmen, das unter die Lupe genommen wird, Apple sein, dem vorgeworfen wird, die Richtlinien des Digital Markets Act noch nicht einzuhalten, insbesondere in Bezug auf die Verwaltung seiner App Stores und Einschränkungen alternativer Zahlungssysteme. Obwohl diese Maßnahmen auf die starke Absicht Brüssels hindeuten, den Sektor zu regulieren, könnte die Zukunft der Ermittlungen durch politische Veränderungen innerhalb der Union beeinflusst werden. Das Mandat der Europäischen Kommission läuft 2024 aus, was das Tempo der Kartellinitiativen verlangsamen könnte. In der Zwischenzeit muss Meta jedoch den Preis zahlen.













































