
Moderiert von: Francesco Tombolini Wie man einen CEO im Jahr 2026 von einem CEO ausbildet
Nach umfangreichen Feldanalysen und mikroskopischen Untersuchungen kamen wir zur Grunderkrankung des Modemanagements: kurzfristige, ja ultrakurzfristige Strategien. Ein Planungshorizont, der sich nur bis zum nächsten Quartal erstreckt, eine Vision, die nur bis zum nächsten Bonus andauert. Der kurzstrategische CEO (den wir der Einfachheit halber ShortSight nennen werden) optimiert die Gegenwart, verpfändet die Zukunft und präsentiert dann beides als Triumph, denn wenn die Rechnung fällig wird, wird sie bereits an jemand anderen adressiert sein. Die offensichtliche Versuchung besteht natürlich darin, sie zu entlassen.
Die Kurzsichtigkeit der Mode wird nicht dadurch geheilt, dass Menschen ersetzt werden, sondern indem ihre Ausbildung verändert wird. Nicht mit einem weiteren MBA oder einem prestigeträchtigeren Stammbaum; die Mode ist voller Abstammung und hungert vor Ideen. Was benötigt wird, ist etwas ganz anderes: eine tiefgreifende externe Neukodierung.
Die drei U's
Diese Neukodierung basiert auf drei Wörtern, die denselben Anfangsbuchstaben haben und keinerlei dekorativen Zweck haben. Sie kommen genau zum richtigen Zeitpunkt, denn das neue KI-Framework schreibt die Arbeitsregeln neu und beraubt ShortSight seiner letzten Alibis. Antizipieren, Dolmetschen und Synthetisieren sind keine seltenen Talente mehr, sondern die Mindestanforderung, sodass der Manager mit kurzer Reichweite kein Versteck mehr hat: Die Maschine macht bereits, und macht es besser, was er früher als Vision ausgegeben hat. Was bleibt, ist nur das, was die Maschine nicht kann. Und genau dort werden die drei U's zum knappen Gut.








































