
Der Creative Director als „kulturelle Plattform“ Kreative Freiheit gesucht
Die Design Week 2026 steht vor der Tür in Mailand mit all ihren Marken-Pop-ups, aber unter den bekanntesten Veranstaltungen im Kalender veranschaulichen vor allem zwei am besten den aktuellen Stand der Mode und ihrer Protagonisten. Die Ereignisse, auf die wir uns beziehen, sind das Debüt von Kris Van Assche im Fuorisalone mit der Serie „Nectar Vessels Bronzes“ und der neuen Keramikkollektion „Rosamar“ für Serax sowie die Gruppenausstellung INSIEME, kuratiert von Sabato De Sarno für Vanity Fair in Piscina Cozzi, die die Geschichte der italienischen Handwerkskunst anhand von zwölf speziell für die Ausstellung kreierten Projekten erzählen soll.
Keine der Ausstellungen dreht sich ausschließlich um Mode, doch beide sprechen das Publikum direkt an, wenn man bedenkt, wie wichtig die beiden Kreativen zuvor als Kreativdirektoren waren — eine Rolle, von der sowohl Van Assche als auch De Sarno zurückgetreten sind, um breiteren kulturellen Berufen nachzugehen. Ihr Ruf in der Modewelt hat es diesen Projekten ermöglicht, aus ihren relativ Nischenbereichen auszubrechen, während die Glaubwürdigkeit ihrer Namen die Bedeutung der jeweiligen Initiativen untermauert hat. Diese Korrespondenz ist kein Zufall: Sie ist einfach das extremste Beispiel für die Entwicklung, die die klassische Rolle des Creative Directors heute durchläuft.












































