Ist die Krise für LVMH vorbei? Nun, sagen wir einfach, die Dinge sind weniger schlimmer

Gestern veröffentlichte LVMH die Finanzergebnisse für das dritte Quartal des Jahres, die wir zwar technisch nicht als positiv definieren können, aber viel weniger negativ als gewöhnlich sind, da sie in diesem Jahr zum ersten Mal ein bescheidenes Umsatzwachstum zeigen. Diese Daten sind wichtig, da sie in der Tat die Lockerung der Krise signalisieren könnten, die den Luxussektor seit über einem Jahr heimsucht. Mit einem Umsatzanstieg von 1% auf 18,28 Milliarden Euro übertraf die Gruppe die Erwartungen der Analysten, die einen Rückgang von 0,6% prognostizierten. Ein Wachstum, das den negativen Trend durchbricht, gipfelte in dem Rückgang von 4%, der im zweiten Quartal verzeichnet wurde.

Um es klar zu sagen: Diese Ergebnisse spiegeln nicht den Erfolg der Debüts der neuen Creative Directors von vor einigen Wochen wider, deren Produkte noch nicht auf den Markt gekommen sind. Aus diesem Grund haben die Top-Führungskräfte der Gruppe Vorsicht geäußert und erklärt, dass das vierte Quartal der eigentliche Test für eine tatsächliche Erholung sein wird. Für Celine wird die erste Kollektion von Michael Rider im November erscheinen, während die Taschen bereits erhältlich sind. Für Dior wird die Herrenlinie im Januar auf den Markt kommen, gefolgt von Damenmode-Kapseln im zweiten Quartal. In der Zwischenzeit hat die Kampagne mit Mia Goth, Greta Lee und Mikey Madison den Verkauf der Lady Dior wiederbelebt, während die Dior Toujours Tasche weiterhin eine gute Leistung erbringt.

Die Mode leidet immer noch, aber das Geschäft erholt sich

Anstatt sich zu erholen, hat die Hauptabteilung für Mode und Lederwaren aufgehört zu bluten. Die Abteilung verzeichnete einen Umsatzrückgang von 2% auf 8,5 Milliarden Euro. Dies ist jedoch eine deutliche Verbesserung gegenüber den -9% des Vorquartals und besser als die Schätzungen der Analysten, die von einem Rückgang von -4% ausgegangen waren. Der wichtigste Motor der Gruppe, Louis Vuitton, schnitt leicht besser als der Durchschnitt ab, während Dior, ohne außergewöhnliche Ergebnisse, in allen wichtigen Märkten einen „bemerkenswerten Fortschritt“ verzeichnete, so Cécile Cabanis, CFO von LVMH.

Anderswo läuft es besser. Die Einzelhandelsabteilung, zu der Sephora-Geschäfte, DFS für Luxusreisen und die Kaufhäuser Le Bon Marché und La Samaritaine gehören, verzeichnete einen Umsatzanstieg von 7%. Parfums und Kosmetika wuchsen um 2%; Schmuck und Uhrmacherei verzeichneten ebenfalls einen Zuwachs von 2%, wobei Tiffany und Bulgari den Anstieg ankurbelten. Schließlich erholte sich die Sektion Wein und Spirituosen, die sich in einer Krise befand und sich derzeit in einer Umstrukturierungsphase befindet, mit einem Wert von 1% stark an, was die ursprünglichen Prognosen von -4% widerlegte. Im Allgemeinen kann gesagt werden, dass die Erholungssignale gut sind, aber noch durch robustere Ergebnisse bestätigt werden müssen.

Asien und USA wachsen, Europa und Japan sinken

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In geografischer Hinsicht zeigte der organische Umsatz, dass die Vereinigten Staaten einen Umsatz von 3% verzeichneten. Und vielleicht hat Dior deshalb kürzlich neue Geschäfte in New York und Los Angeles eröffnet. Auf dem asiatischen Kontinent ohne Japan erholte sich der Umsatz um 2%, ein sehr positiver Wert. Im Gegenteil, Europa litt unter einem Rückgang der Tourismusausgaben aufgrund von Währungsschwankungen um 2%, während Japan mit einem Wert von -13% schloss, besser als die -28% des zweiten Quartals, aber angesichts des Marktpotenzials immer noch eine Verbesserung ist.

Und der Rest des Marktes?

Die Ergebnisse haben bei den Anlegern zu neuem Optimismus geführt. Die LVMH-Aktie, die seit Jahresbeginn aufgrund der schwachen Nachfrage, des starken Euro und der Angst vor US-Zöllen rund 14% verloren hat, zeigte nach dem Tief Ende Juni Anzeichen einer Erholung, und mehrere Analysten haben ihre Aktienschätzungen nach oben revidiert. Das Klima ist von vorsichtiger Zuversicht geprägt, auch wenn die Probleme noch nicht gelöst sind. Jetzt müssen wir auf die restlichen Ergebnisse warten: Kering und Hermès werden ihre Ergebnisse am 22. Oktober veröffentlichen, und vielen zufolge wird mit einer Verbesserung für Kering und einem guten Wachstum für Hermès und Richemont gerechnet. Diese Updates werden weitere Hinweise auf die Entwicklung des Sektors geben. Die Probleme scheinen zwar noch nicht überwunden zu sein, aber die Ergebnisse von LVMH scheinen noch nicht gelöst zu sein, aber die Ergebnisse von LVMH scheinen auf eine anhaltende Stabilisierung und ein mögliches Ende der schwarzen Krise hinzudeuten.

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