
Das Wiederaufleben alternativer italienischer Bodenbeläge verstehen Dies ist bei „Terrazzo“ oder Graniglia sowie bei anderen besonders anspruchsvollen Oberflächenbelägen der Fall.
Seit einiger Zeit sind Terrazzoböden für Häuser und Wohnungen wieder in Mode gekommen. Es ist ein Stil, der vom sogenannten venezianischen Terrazzo inspiriert ist, einer Art von Oberflächenverkleidung, die sich ab dem 16. Jahrhundert verbreitete. Sie zeichnet sich durch eine durchgehende Oberfläche aus, die durch Mischen von Fragmenten von Marmor, Steinen oder anderen Materialien mit Kalk oder Zement entsteht und später oft mit Mosaiken verziert wurde.
Das Ergebnis ist eine Oberfläche mit hohem Wiedererkennungswert dank ihres gesprenkelten Effekts, der durch Chips verschiedener Größen und Farben entsteht, von denen einige ziemlich groß sein können. Terrazzo hat seine Wurzeln in einer langen handwerklichen Tradition, weshalb es in der Regel sehr teuer und raffiniert ist.
Es scheint, dass kühne und exzentrische Bodenbeläge wieder in Mode sind: Selbst diejenigen, die sich für subtilere und optisch einheitlichere Lösungen wie Zementharz entscheiden, entscheiden sich heutzutage oft für helle oder sogar elektrische Farben.
Woher kommt der Trend zu gemusterten Bodenbelägen?
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Graniglia-Fußböden waren in den 1950er und 1960er Jahren weit verbreitet: Da sie durch Verlegen einer Reihe vorgefertigter Fliesen hergestellt wurden, waren sie eine viel günstigere und verbreitetere Lösung als Terrazzo. Deshalb ist es nicht ungewöhnlich, sie in bestimmten sogenannten „Arbeiterwohnungen“ zu finden, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gebaut wurden.
Zu dieser Zeit waren Graniglia-Fußböden deutlich günstiger als Marmor und Parkett. Darüber hinaus schätzten Familien sie, weil sie relativ leicht zu reinigen sowie langlebig und widerstandsfähig waren. Heute hat Graniglia jedoch dank seiner Fähigkeit, Innenräume dynamischer und optisch reicher erscheinen zu lassen, ein Comeback erlebt: Die Farbvariationen und die Unregelmäßigkeiten der Muster ermöglichen es, Oberflächen zu schaffen, die weniger eintönig sind als herkömmliche Bodenbeläge und sich ebenso gut an minimalistische Innenräume wie eklektische Umgebungen anpassen. Nach einer langen Zeit, die von Minimalismus und sanften Farben dominiert wurde, scheint sich der Geschmack in der Innenarchitektur geändert zu haben.
Alte ästhetische Sprachen wiederfinden
Heutzutage entscheiden sich immer mehr Menschen für Terrazzo oder sein industrielles Gegenstück, Graniglia, nicht nur für Fußböden, sondern auch für andere Einrichtungselemente wie Duschwannen, Waschbecken oder Küchenarbeitsplatten. Aus dieser Perspektive tragen die unterschiedlichen Muster auch dazu bei, dass Staub und Schmutz weniger auffallen.
Das Wiederaufleben des typischen Terrazzoeffekts wird von Branchenexperten oft mit dem Anstieg des sogenannten Skeuomorphismus in der Innenarchitektur in Verbindung gebracht, d. h. der Tendenz, das Aussehen natürlicher Materialien durch industrielle Produktion zu reproduzieren.
Es gibt jedoch einen wichtigen Unterschied: Viele Graniglia-Oberflächen ahmen nicht einfach einen historischen Stil nach, sondern lassen bewusst eine für das 20. Jahrhundert typische ästhetische Sprache wiederbeleben. In vielen Fällen wird Graniglia tatsächlich genau aufgrund ihres bewusst grafischen und industriellen Charakters ausgewählt, wobei sogar die Fugenlinien zwischen den einzelnen Fliesen betont werden.













































