
5 Shows, die du auf der London Fashion Week SS26 Damen verpasst hast Der Kalender der englischen Hauptstadt erstrahlt wieder
In dieser Saison atmete die London Fashion Week neue Luft ein. Teilweise dank der Änderungen der neuen Präsidentin des British Fashion Council, Laura Weir, die die Fashion Week für alle kostenlos gemacht hat, und teilweise dank der Designer selbst. Auf Londons Laufstegen landeten Kollektionen mit einer kühnen Vision, sowohl von etablierten als auch von aufstrebenden Marken. Erleben wir das Comeback der London Fashion Week? Wer kann das sagen, wenn man bedenkt, mit welchen Umwälzungen die gesamte Modeindustrie in den letzten Monaten konfrontiert war. Eines ist sicher: Wenn man neuen Generationen den richtigen Raum gibt, ist es fast unmöglich, der Aufmerksamkeit des internationalen Publikums zu entgehen. Und London hat es bewiesen.
Hier sind also 5 Shows, die Sie auf der London Fashion Week SS26 Women's verpasst haben.
Nuba-Welt
Unter den aufstrebenden Designern Londons bahnt sich der Name Cameron Williams mit absoluter Entschlossenheit seinen Weg. Mit Unterstützung des Talentinkubators Fashion East präsentierte der Designer die neue Kollektion seiner Marke Nuba World am Institute of Contemporary Arts. Mit eleganten Drapierungen und geometrischen, aber minimalistischen Schnitten präsentierte Williams fließende Linien aus Satin und Tüll. Bonbonfarbene Transparentfolien gepaart mit Schwarz und Weiß, während tiefe Ausschnitte, nackte Hüften und Mikroröcke den Körper und seine Formen zelebrierten. Die Kollektion erinnert subtil an Helmut Langs Perfektionismus in seinen goldenen Jahren — eine Ähnlichkeit, die dem jungen Designer hoffentlich Glück bringt.
Tolu Coker
Tolu Coker mag eine aufstrebende Marke sein, aber sie hat bereits Persönlichkeiten wie Janelle Monae, Doechi, Tyla und Ariana Grande überzeugt. Und als ob das nicht genug wäre, war Naomi Campbell der Star der Präsentation dieser Woche. In einem gelben Faltenkleid arbeitete das Supermodel mit dem britisch-nigerianischen Designer an einem Kurzfilm zusammen (Regie führte Cokers Bruder Ade). In dem Film spricht Campbell über Mutterschaft, Nostalgie und ihre Wurzeln, während die Kleidungsstücke — ein Strauß nudefarbener Farben mit kurzen gelben oder petrolgrünen Akzenten — traditionelle Silhouetten mit zeitgenössischer Schneiderkunst verschmolzen. Der Kontrast zwischen kreisförmigen Röcken, knielangen Bermudashorts und Puffärmeln mit Ausschnitten, die den Rücken und die Hüften freilegen, überraschte jeden Look.
Paolo Carzana
Jede Kollektion von Paolo Carzana ist wie eine Zeitreise, und es ist kein Zufall, dass die neueste Ausstellung des walisischen Designers in der British Library stattfand. Viele Elemente machen Carzanas Shows einzigartig: von der Fragilität der Kleidungsstücke, die oft aus alten Kleidungsstücken hergestellt und mit pflanzlichen Farbstoffen von Hand behandelt wurden, über ihre zerknitterte und zerknitterte Textur bis hin zu einer extremen Schichtbildung. Für SS26 hat Carzana den Stilcode des Eskapismus auf die Spitze getrieben und sich auf übernatürliche Kreaturen als Hauptinspiration für jeden Look konzentriert. Wasser- und Waldcharaktere trafen sich auf der Landebahn und entwickelten ein romantisches, aber fast apokalyptisches Bild der Erde.
Ashley Williams
In einer Jahreszeit, in der die Feier der hyperfemininen Ästhetik ihren Höhepunkt erreichte, beschloss Ashley Williams, den Trend mit einer guten Portion Punk zu beleben. Die Ironie, die in den Kollektionen der Marke immer im Mittelpunkt stand, war lebendig und gut, was sich in der Kombination von Totenkopf-Strumpfhosen mit silbernen Ballerinas, orthopädischen Schuhen mit Trainingsanzügen aus den 80ern, Katzenprints und moderner Camouflage ausdrückte. Jeder Look war voller unerwarteter Details und einzigartiger Accessoires wie der Barbie-pinken Pavillon-Tiara oder dem bestickten Toilettenpapierarmband von Yvmin. Trotz der absoluten Absurdität des Ergebnisses war die Inspiration des Designers sehr real. Für SS26 wollte Williams die Geschichte von Fürsorge und Alltäglichkeit als Strukturen des Vergnügens erzählen. Sei es ein sportliches Outfit à la Jane Fonda oder ein Nachthemd aus Seide, eine Krankenschwesteruniform der 1950er Jahre oder ein Anzug, in dem offen „I <3 ME“ steht.
Von Petsa
Di Petsa hat sich in dieser Saison auch nicht allzu ernst genommen. Ausgehend von ihrer fantastischen Bildsprache, die mit Meerestieren und der griechischen Mythologie verbunden ist, hat die Designerin ihren Wetlook weit über die einfache Definition eines Abendkleides für Pop-Girlies und rote Teppiche hinaus getrieben. Durch die Linse der Archäologie erzählte Di Petsa Tempel und Figuren aus der griechischen Literatur als Metaphern für unsere Gegenwart. Von „Ancient Male Figure“ bis „Fragment of Aphrodite“ erschienen die Slogans auf zerrissenen T-Shirts, die mit Schlamm bedeckt oder mit Wasser getränkt waren. Neben sinnlichen, eleganten und erhabenen Looks wie der sandfarbenen Neuinterpretation des Wetlooks kamen weitaus kommerziellere Designs wie Jeanskleider mit Fransen, Badeanzüge mit mythologischen Motiven, mit Perlen verzierte Cargo-Caprihosen, drapierte Minikleider und Sarongs hinzu. Mit einer so mutigen, unterhaltsamen und selbstreferenziellen Kollektion ist es, als hätte Di Petsa der gesamten Modeindustrie zugerufen, dass sie hier bleibt.












































