
Wird KI am Ende eine globale Krise auslösen? Der Wertverlust vieler großer Technologieunternehmen könnte der westlichen Wirtschaft schaden
Letztes Jahr haben wir uns auf denselben Seiten gefragt, ob der Bereich der künstlichen Intelligenz eine Blase ist oder nicht. Dabei verwiesen wir auf Analysen von Zeitungen wie der Financial Times oder dem Wall Street Journal, in denen Bedenken über die Schwierigkeiten einiger Unternehmen in diesem Bereich geäußert wurden, große Anfangsinvestitionen zurückzugewinnen. Ungefähr achtzehn Monate später hat die Zahl der Institutionen und angesehenen Publikationen, die vor allem im Finanzsektor tätig sind und die Begeisterung über den Aufstieg künstlicher Intelligenzsysteme mit wachsender Skepsis betrachten, zugenommen.
In letzter Zeit haben sogar die Bank of England und der Internationale Währungsfonds Bedenken und Vorbehalte zu diesem Thema geäußert. Immer mehr Beobachtern zufolge besteht das Risiko darin, dass das enorme Gewicht des Sektors der künstlichen Intelligenz in der westlichen und insbesondere der US-Wirtschaft auf risikoreichen Investitionen beruht. Große Technologieunternehmen haben erhebliche Ressourcen für die Entwicklung künstlicher Intelligenzsysteme bereitgestellt, einschließlich des Baus riesiger Rechenzentren, die für ihre Stromversorgung erforderlich sind, doch die Technologie selbst ist immer noch nicht in der Lage, Gewinne zu erzielen, die ausreichen, um die hohen Produktionskosten zu decken. In diesem Zusammenhang könnte der Wert vieler Unternehmen stark sinken, wenn die Begeisterung für KI nachlassen sollte, was einen Teil der westlichen Wirtschaft in den Abgrund ziehen und in einem Kaskadeneffekt erhebliche globale Auswirkungen haben würde.
Warum die „Blase“ der künstlichen Intelligenz diskutiert wird
Diejenigen, die die finanzielle Nachhaltigkeit des Sektors der künstlichen Intelligenz kritisieren, vergleichen ihn mit der sogenannten „Dotcom-Blase“ der späten 1990er Jahre, als die ersten Internet-Unternehmen sehr hohe Bewertungen erreichten, nur um dann zu kollabieren und eine Phase der Rezession auszulösen. Ein weiterer häufiger Hinweis ist die Subprime-Hypothekenkrise von 2008, als Kredite mit hohem Risiko, die an Personen mit geringer Kreditwürdigkeit vergeben und dann in finanzielle Wertpapiere verpackt wurden, letztendlich eine internationale Wirtschaftskrise auslösten.
Einigen Analysten zufolge könnte die potenzielle Blase für künstliche Intelligenz außerdem noch größer sein als die Dotcom- und Subprime-Hypothekenblasen. Selbst Sam Altman und Jeff Bezos erkennen zwar weiterhin das enorme Potenzial künstlicher Intelligenz an, haben aber die mit dem Sektor verbundenen Risiken nicht verschwiegen und festgestellt, dass die Begeisterung der Anleger oft übertrieben erscheint. Was viele Ökonomen am meisten beunruhigt, sind insbesondere die massiven Investitionen, die in den Bau neuer Rechenzentren gesteckt werden. OpenAI hat beispielsweise einen 500-Milliarden-Dollar-Plan für den Bau von Verarbeitungsanlagen der nächsten Generation vorgelegt, während Meta angekündigt hat, Hunderte von Milliarden Dollar in denselben Bereich zu investieren. Obwohl in kleinerem Maßstab, verfolgen zahlreiche andere Unternehmen weltweit dieselbe Richtung.
I enjoy that the entire AI bubble is just a bunch of major tech companies owing each other vast sums of money, that on paper means the economy is expanding, but in reality means it's just going to crash at any moment pic.twitter.com/qfWfaHFfcW
— Polling USA (@USA_Polling) October 12, 2025
Diesen wirtschaftlichen Bemühungen liegen zwei Hauptüberzeugungen zugrunde: Die erste ist, dass die Nutzernachfrage nach Systemen der künstlichen Intelligenz weiter steigen wird; die zweite ist, dass die fortschreitende Verbesserung dieser Technologie zu einem Wirtschaftswachstum führen könnte, das ausreicht, um die laufenden Investitionen zu rechtfertigen. Einige Studien deuten jedoch darauf hin, dass der potenzielle Beitrag von Unternehmen, die im Bereich der künstlichen Intelligenz tätig sind, zum BIP der USA, dem Land, das diese potenzielle technologische Revolution anführt, nicht proportional zu den investierten Ressourcen sein wird. In den USA ist der KI-Sektor derzeit tatsächlich für etwa 40% des BIP-Wachstums verantwortlich: ein sehr hoher Anteil, der, wenn er reduziert wird, erhebliche Folgen für die gesamte westliche Wirtschaft haben könnte.











































