Emerald Fennells „Wuthering Heights“ hat bereits Kontroversen ausgelöst Vom Hochzeitskleid bis zum Casting von Margot Robbie und Jacob Elordi

Emerald Fennell ist kein Neuling. Ihr nächstes Projekt, die Adaption von Wuthering Heights, ist bereits der am meisten diskutierte Film des Jahres, obwohl seine Veröffentlichung nicht vor 2025 erwartet wird. Die Kontroversen um das Werk, das sich noch in voller Produktion befindet, begannen, sobald die Besetzung bekannt gegeben wurde, die Emily Brontës Buch zum Leben erweckt. Die ikonischen Figuren des im Dezember 1847 veröffentlichten Romans spielen Margot Robbie und Jacob Elordi, die nicht gerade die beiden Schauspieler sind, die der Beschreibung des englischen Schriftstellers am besten entsprechen. Kritikern zufolge distanziert die Wahl der Schauspielerin aus Greta Gerwigs Barbie für die Rolle der Catherine Earnshaw die Protagonistin von dem Bild des jungen braunhaarigen Mädchens, das auf den Seiten von Wuthering Heights beschrieben wird, zusätzlich zu der Tatsache, dass die Figur etwa 18 oder 19 Jahre alt ist, während Robbie dieses Jahr 35 Jahre alt wird. Fennell und Robbie hatten jedoch bereits außerhalb der Kamera eine Arbeitsbeziehung aufgebaut. Seit dem Debüt von Promising Young Woman (2020) unterstützte die Schauspielerin die Projekte des Regisseurs und Drehbuchautors über ihre Produktionsfirma LuckyChap Entertainment konsequent.

Die Entscheidung hätte daher nicht leichtfertig getroffen werden können, da die produktive Zusammenarbeit, die die beiden Künstler aufgebaut hatten, nichts geändert werden musste. Emerald Fennell war entschlossen, ihre wahrscheinlich neu erfundene Vision von Emily Brontës Geschichte auf die Leinwand zu bringen. Während Catherines Haarfarbe und Alter für Debatten gesorgt haben, wurde das Casting von Co-Star Jacob Elordi als noch problematischer angesehen. Obwohl die Diskussionen über Heathcliffs Herkunft seit der Veröffentlichung des Romans andauern, ist die einzige Gewissheit beim Lesen von Wuthering Heights, dass er eine BIPOC-Figur ist. Heathcliffs ethnische Ambiguität ist ein integraler Bestandteil der Geschichte — wie er von anderen wahrgenommen wird, sein Verhalten, sein Gefühl der Marginalisierung und seine endgültige Ablehnung durch Cathy trotz seiner brennenden Liebe. Er ist sicherlich kein Kaukasier, und verschiedene Interpretationen deuten darauf hin, dass er romanischer, afrikanischer oder südasiatischer Herkunft ist. Auch Jacob ist Australier, und er hat auch zuvor mit Fennell zusammengearbeitet, bei dem sie erstmals in Saltburn (2023) Regie führte.

Dieselbe Kritik wurde im Fall von Bridgerton geäußert, der Netflix-Serie, der farbenblindes Casting vorgeworfen wird, weil sie nichtweiße Schauspieler aus den Reihen der britischen Regency-Aristokratie gezeigt hatte. In diesem Fall gab es jedoch keine Adaption, auf die man zurückgreifen konnte, und die Serie zielte nicht darauf ab, historisch korrekt zu sein. Im Gegensatz zu Bridgerton würde in Wuthering Heights eine Änderung des Hintergrunds des Charakters bestimmte Lücken in seiner Persönlichkeit und der Geschichte selbst aufdecken. Kritikern zufolge würde die Wahl eines kaukasischen Schauspielers anstelle eines BIPOC-Leiters einer Minderheit zudem die Möglichkeit nehmen, Repräsentation und Inklusion zu ermöglichen. Was das Publikum (insbesondere die Fans des Romans) jetzt schockiert, ist jedoch bereits passiert: In der Film- und Fernsehgeschichte von Wuthering Heights wurde Heathcliff von Laurence Olivier, Ralph Fiennes, Tom Hardy und Timothy Dalton gespielt. Die Figur ist der Darstellung des Romans mit Cliff Richard in einer Musikversion nur näher gekommen, die nicht viel Lob erhielt. In Andrea Arnolds Verfilmung von Wuthering Heights aus dem Jahr 2011 wurde der männliche Protagonist von einem afro-karibischen Schauspieler, James Howson, porträtiert, und zwar in einer Besetzung, die darauf abzielte, sich stärker an dem Roman auszurichten. Die Tatsache, dass Heathcliff in Brontës Buch während des Sklavenhandels von Herrn Earnshaw an den Docks von Liverpool gefunden wird und von der Haushälterin Nelly Dean als „normaler Schwarzer“ beschrieben wird, stützt die Theorie seiner afrikanischen Abstammung.

Was die Debatte über den Film erneut entfachte, war ein kürzlich durchgesickertes Paparazzi-Foto vom Set von Wuthering Heights, auf dem die Protagonistin Cathy in einem historisch unzutreffenden Kleid für die viktorianische Zeit zu sehen ist, in der die Geschichte spielt. Alles scheint falsch zu sein: die Farbe, die Ästhetik, der Bootsausschnitt, der durchscheinende Stoff — alles widerspricht der Mode dieser Zeit. Ganz zu schweigen von der Einbeziehung von Glitzer, der Jahrzehnte später erfunden wurde. Keines der frühen Leaks aus Wuthering Heights sollte jedoch weder Fans noch neugierige Zuschauer der Adaption beunruhigen. Es scheint ziemlich klar, dass Emerald Fennells Ansatz völlig losgelöst und unabhängig vom literarischen Klassiker sein wird. Die Regisseurin entscheidet sich dafür, mit ihrer Vision Risiken einzugehen und kollidiert vielleicht bewusst mit dem, was wir bereits aus Brontës Buch wissen. Man kann davon ausgehen, dass der Regisseur die erotische Spannung zwischen den Charakteren stark betonen wird, wie das erste Bild nahelegt, das das Projekt Wuthering Heights ankündigt. Es zeigt zwei Skelette, die (wenn man genau hinschaut) in einen sexuellen Akt verwickelt sind, was auf die beabsichtigte Atmosphäre der Adaption hindeutet. Ebenso deutlich ist der erste Blick, der das Veröffentlichungsdatum des Films verrät: eine Nahaufnahme des Mundes des Protagonisten voller Finger und Gras. Vorerst soll der Film am 14. Februar 2026 veröffentlicht werden, pünktlich zu einem gotischen, unvorhersehbaren und wahrscheinlich sinnlichen Valentinstag, der alles in allem sicherlich für Diskussionen sorgen wird.

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