Wie Snacks auf Fleischbasis dank Gym Bros so beliebt wurden Ihr Verzehr unterstreicht die Schwierigkeiten, die viele Menschen haben, mehr Gemüse zu konsumieren.

In den letzten Jahren sind Snacks auf Fleischbasis sehr beliebt geworden, insbesondere bei Fitnessbegeisterten und Ernährungsexperten in den sozialen Medien. In den Vereinigten Staaten erreichte die „Fleischstäbchen“ -Industrie im vergangenen Jahr einen Wert von 3 Milliarden Dollar. Im Vereinigten Königreich hingegen sind die Verkäufe von Trockenfleisch seit 2020 um etwa 40 Prozentpunkte gestiegen, wobei bis 2027 ein weiterer Anstieg von fast 50% erwartet wird. Obwohl sich die Esskultur in Italien stark von der der angelsächsischen Länder unterscheidet, wächst der Protein-Snack-Sektor, wobei das Interesse an Produkten auf Fleischbasis zunimmt — insbesondere unter Fitnessbegeisterten. Diese zunehmende Ausbreitung wirft jedoch mehrere Fragen zu den Gesundheitsrisiken auf, die mit dem Verzehr von verarbeitetem Fleisch verbunden sind. Trotzdem, so berichtet The Guardian, haben fleischreiche Diäten in den letzten Jahren an Popularität gewonnen, insbesondere in den sozialen Medien und in Online-Umgebungen, die mit der sogenannten „Manosphäre“ zu tun haben, der Internet-Galaxie, die sich aus sexistischen und antifeministischen Männergruppen zusammensetzt. In diesen Zusammenhängen wird eine fast ausschließlich auf Fleisch basierende Diät als „Löwendiät“ bezeichnet. Chris Van Tulleken, Autor von Ultra-Processed People, einem Essay über die Auswirkungen verarbeiteter Lebensmittel auf die menschliche Gesundheit, warnt die Verbraucher und stellt in einem Interview mit The Guardian fest, dass, wenn fettreichere und zuckerreiche Produkte für die gesamte Kategorie Fleischsnacks repräsentativ werden, die Menschen im Allgemeinen dazu neigen, weniger gesunde Produkte innerhalb dieser Lebensmittelkategorie zu wählen, weil sie denken, dass sie den gesünderen Versionen entsprechen.

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Fleischkonsum ist ein notorisch umstrittenes Thema, und viele Menschen — vor allem, wenn sie „Alpha-Männer“ sind — reagieren impulsiv. So hatte beispielsweise Minister Alberto Garzón 2021 die Bevölkerung seines Landes aus Gesundheits- und Umweltgründen aufgefordert, weniger Fleisch zu essen. Das Video, in dem er die Gründe für seine Berufung unter Berufung auf zuverlässige Daten erläuterte, wurde jedoch heftig kritisiert. Fleisch ist, wenn man darüber nachdenkt, Teil der kulinarischen Traditionen vieler Gebiete, und die jeweilige Industrie ist ein wichtiger Bestandteil vieler Volkswirtschaften, einschließlich der italienischen. Der von Institutionen am häufigsten verwendete Ansatz zur Verbesserung der Essgewohnheiten der Menschen basiert hauptsächlich auf Informationskampagnen, die Vorschläge für eine gesündere Ernährung enthalten. Dies sind Initiativen, die die Freiheit des Einzelnen in keiner Weise einschränken, aber sie werden nicht nur oft angegriffen, sondern sie funktionieren auch selten. Die Reduzierung des Fleischkonsums ist auch eine der Maßnahmen, die Einzelpersonen ergreifen können, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Viele umweltbewusste Menschen essen jedoch weiterhin Fleisch. Dazu gehören auch diejenigen, die sich bewusst sind, dass Tiere in der Intensivhaltung enorm leiden.

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Wie können wir also die Menschen davon überzeugen, weniger Fleisch zu essen? Forschern zufolge könnte eine effektive Methode darin bestehen, den Verbrauchern mehr vegetarische Optionen anzubieten und gleichzeitig die „Versuchungen“ zu beseitigen. In den Vereinigten Staaten beispielsweise werden Fleischsnacks häufig in der Nähe der Kassen von Supermärkten platziert, wo Verbraucher eher impulsive Einkäufe tätigen. Eine weitere Möglichkeit, vom Fleischkonsum abzuhalten, betrifft die Gastronomie: Gerichte, die mit tierischem Protein zubereitet werden, sollten als „Alternative“ zu vegetarischen Gerichten angeboten werden — nicht umgekehrt. Würde dieser Ansatz in Umgebungen umgesetzt, die von vielen Menschen frequentiert werden, beispielsweise in Schulen, würde die Bildungskomponente den Trend positiv beeinflussen. Eine zusätzliche Methode könnte darin bestehen, eine Steuer auf verarbeitete Fleischerzeugnisse zu erheben, ähnlich dem, was in einigen Ländern bereits für zuckerreiche Produkte gilt. Solche Initiativen stoßen jedoch in der Regel nicht auf Begeisterung; Experten argumentieren jedoch, dass andere Maßnahmen, die im Prinzip als unbeliebt angesehen wurden, wie das Rauchverbot in Innenräumen, später von der großen Mehrheit der Menschen begrüßt wurden.

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