
Wie wurden Kürbisse so instagrammbar? Ihr Markt boomt, auch dank einer Reihe von Initiativen, die weit über die Küche hinausgehen.
„Hier sind zwei Michael Jordans, die beide weithin als die Größten aller Zeiten gelten. Einer ist eine NBA-Legende. Der andere ist ein Kürbis“, schreibt The Atlantic und bezieht sich dabei auf den Namen des schwersten Kürbisses der Welt, der 2023 mit 1.247 Kilogramm den Rekord brach, den zuvor ein 2021 in Italien angebauter Kürbis gehalten hatte, der 1.226 Kilogramm erreicht hatte. Der bisherige Rekordhalter war ein belgischer Kürbis aus dem Jahr 2016 mit einem Gewicht von 1.190 Kilogramm. Michael Jordan stellte den Rekord bei der Half Moon Bay Safeway World Championship Pumpkin Weigh-Off auf, einem berühmten kalifornischen Wettbewerb, bei dem seit 1974 jedes Jahr im Oktober die schwersten Kürbisse der Welt ausgezeichnet werden — das Äquivalent zum Super Bowl für Kürbiszüchter, kommentiert The Atlantic. Bei der ersten Ausgabe wog der Gewinner nur 60 Kilogramm; dreißig Jahre später war der Rekord auf 650 Kilogramm gestiegen, und heute wollen die am Wettbewerb teilnehmenden Züchter 3.000 Pfund oder über 1.300 Kilogramm überschreiten.
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Wettbewerbe und Veranstaltungen dieser Art sind Teil eines breiteren Kürbismarktes, der in den Vereinigten Staaten und darüber hinaus seit langem floriert. In Italien beispielsweise werden vor allem im Oktober die sogenannten „Kürbisfelder“ immer beliebter und rentabler — Felder, die mit Kürbissen aller Formen und Größen geschmückt sind und für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Ab den ersten Septemberwochenenden begrüßen Bauernhöfe, die diese Art von Erlebnis anbieten, eine große Anzahl von Besuchern: Unter anderem können Sie durch die verschiedenen Gebiete schlendern, Kürbisgerichte probieren, Kürbisse kaufen, um sie für Halloween zu schnitzen, und natürlich Fotos und Videos aufnehmen, um sie in sozialen Netzwerken zu teilen. Um sich ein Bild vom Ausmaß des Phänomens zu machen, genügt der Hinweis, dass kürzlich sogar Chiara Ferragni eines dieser Felder besucht hat, wie sie es seit 2021 jedes Jahr tut. Der Trend betrifft auch viele andere Länder — dieselbe BBC berichtet beispielsweise, dass sich diese Aktivität in England zunehmend ausbreitet.
Soziale Medien tragen maßgeblich zur wachsenden Beliebtheit von Kürbissen und den damit verbundenen Erlebnissen bei. Die „Kürbisfelder“ selbst verfügen oft über Installationen und Orte, die speziell dafür konzipiert wurden, den Besuchern foto- oder videofertige Kulissen für Instagram und TikTok zu bieten. Der Erfolg dieser Trends ist wiederum auf den wachsenden Ruf von Halloween in Europa zurückzuführen. Obwohl dieser typisch amerikanische Feiertag dank Filmen und Fernsehserien schon lange bekannt war, wurde er erst in den letzten Jahrzehnten voll aufgegriffen und populär gemacht, sodass sich bestimmte Subtrends, die ursprünglich fast nur in Nordamerika beliebt waren, auch in Europa verbreitet haben.
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Ab dem Zweiten Weltkrieg, dank der wirtschaftlichen Erholung der Nachkriegszeit, wurde Halloween in den Vereinigten Staaten zu einer kommerziellen Gelegenheit, insbesondere für Kürbisbauern, die begannen, ihre Ernte direkt an Verbraucher zu verkaufen, Zwischenhändler auszuschalten und die Gewinne zu steigern. Die typischen Halloween-Kürbisse — orangefarbene, mit gruseligen Gesichtern geschnitzte — werden Jack O'Lanterns genannt, nach der irischen Tradition, aus der sie stammen, und verbreiteten sich bereits im 19. Jahrhundert in den Vereinigten Staaten. Kürbisse sind jedoch nicht alle gleich, auch wenn sie verwandt sind: Sie werden im Allgemeinen so genannt, aber in Wirklichkeit gibt es verschiedene Arten — mit ihren eigenen Formen, Größen und Geschmacksrichtungen. Heute klassifizieren Botaniker fünf Hauptarten der Gattung, von denen einige besser zum Essen geeignet sind, andere zur Dekoration und andere, die immer noch zu außergewöhnlichen Größen heranwachsen, wie sie beispielsweise bei Riesenkürbiswettbewerben verwendet werden.










































