
Das Videocity 2025-Lineup gehört zu den besten dieses Jahres Vom 3. bis 6. Juli in Rom

Die Festivalsaison im Sommer ist oft mit Erwartungen verbunden, die die Realität bei weitem übertreffen: recycelte Line-ups, überbeanspruchte Formate und der unvermeidliche Wettlauf um das perfekte Bild, das man in den sozialen Medien teilen kann. Gleichzeitig gibt es Veranstaltungen, die sich dafür entscheiden, wirklich innovativ zu sein, anstatt dem üblichen Drehbuch zu folgen. Dies ist der Fall bei Videocittà, Roms Festival für Vision und digitale Kultur, das vom 3. bis 6. Juli unter der kreativen Leitung von Francesco Dobrovich und der künstlerischen Leitung von Francesco Rutelli zum achten Mal im industriellen Umfeld des Gazometro Ostiense stattfindet. Videocittà widerspricht der Monotonie des Sommerfestivals und zeichnet sich durch ein Line-Up aus, das audiovisuelle Kunst in ihrer modernsten Form umfasst. Die Veranstaltung ist mehr als nur ein Ausstellungsraum — sie ist ein aktives Observatorium, in dem sich Kunst ständig mit Technologie und Zukunft auseinandersetzt. Das stetige Wachstum des Festivals mit über 22.000 Besuchern im Jahr 2024 und einem Anstieg des Ticketverkaufs um 150% bestätigt den Erfolg einer Formel, die der Substanz Vorrang vor der Instagram-fähigen Ästhetik einräumt.
In diesem Jahr schließt Videocittà einen vierjährigen Zyklus ab, der der Beziehung zwischen Mensch und Natur gewidmet ist und die Sonne als symbolisches Element des Lebens und der Transformation in den Mittelpunkt stellt. Anlass ist der 800. Jahrestag des Canticum der Geschöpfe des Heiligen Franziskus. Das Emblem dieses Konzepts wird die ortsspezifische Installation „Solar“ von Quayola sein, einem in Rom geborenen, international renommierten Künstler, die den Gazometro G4 in eine digitale Vision zyklischer Sonnenauf- und -untergänge verwandeln wird. Das Stück wird mit Unterstützung von Eni und in Zusammenarbeit mit The Bentway Toronto realisiert. Bei Videocittà 2025 geht es jedoch nicht nur um Ästhetik: Das Programm ist reich an Momenten, in denen Kunst und Technologie miteinander verschmelzen, darunter die italienische Erstaufführung der Performance „Onirica () live“ von fuse*, die menschliche Interaktion mit künstlicher Intelligenz verbindet, und das Multimedia-DJ-Set von Victoria De Angelis von Måneskin. Der Bassist wird ein elektronisches Set aufführen, das durch visuelle Beiträge ergänzt wird, die zusammen mit dem Kreativteam des Festivals entwickelt wurden und die Verbindung zwischen Rhythmus, Körper und Raum untersuchen. An ihrer Seite wird Okgiorgio, der mit seinen vielseitigen Shows in den wichtigsten europäischen Clubs für Furore gesorgt hat, seinen visuell eindrucksvollen und genreübergreifenden Sound auf das Festival bringen und damit Videocittàs Fähigkeit bestätigen, neue Energien in der zeitgenössischen Musikszene ins Rampenlicht zu rücken. Bemerkenswert sind auch die Rückkehr von Max Cooper, einem der angesehensten Namen für Multimedia-Experimente, und das Live-Set von Caribou, das die Veröffentlichung seines neuen Albums „Honey“ feiert.
Das Festival ist auch ein Ort der Reflexion: Der Eröffnungsvortrag über künstliche Intelligenz von Simone Arcagni bietet eine kritische Perspektive auf die technologische Zukunft, während die von Nicolas Ballario kuratierte Podiumsreihe scharfe Momente des Dialogs zwischen zeitgenössischer Komödie und akademischem Denken bietet. Mit Highlights wie dem VR-Erlebnis „Ayahuasca — Kosmic Journey“ und hochmodernen Installationen von Künstlern wie LuYang und Lawrence Lek beweist Videocittà, dass es möglich ist, ein Festival zu gestalten, das nicht nur unterhält, sondern auch bildet und inspiriert und sich nicht nur als Veranstaltung, sondern als offenes Labor zeitgenössischer Kreativität positioniert.
Tickets sind auf der Videocittà-Website und bei Xceed, dem offiziellen Ticketpartner der Veranstaltung, erhältlich.

















































