Im Regen mit transparenter Oberbekleidung Von Regenmänteln bis hin zu Arbeitsanzügen, alles durchsichtige Vorschläge der neuesten Modenschauen

In diesem Jahr hat die Mode ihre Leidenschaft für den Exhibitionismus auf die nächste Stufe gehoben, zuerst mit dem Layer-Trend, dann mit transparenter Oberbekleidung. Während der letzten Fashion Weeks wimmelte es auf den Laufstegen nur so von makellosen weißen Trenchcoats und Regenmänteln, deren glänzende oder matte Oberflächen die darunter liegenden Outfits zum Vorschein brachten, oder sogar dünne Taftanzüge in pastellfarbenen Farbtönen. Die Inspiration der Designer war nicht so sehr der Vintage-Look von Paddington Bear oder der ausgefallene Stil von Patrick Bateman — obwohl beide bemerkenswerte Passformen aufweisen —, sondern eher eine ganz neue Ästhetik. Verwurzelt im Minimalismus der 90er Jahre, verfolgt es eine stilistische Richtung, die noch nie zuvor erforscht wurde. Für sommerliche Regenfälle — die übrigens in städtischen Gebieten immer heftiger werden — hat die Mode Jacken und Trenchcoats entwickelt, die ihre Träger vor Kälte und Nässe schützen, ohne die Mühe zu beeinträchtigen, das darunter liegende Outfit herzustellen. Bei Cecilie Bahnsen und Simone Rocha beispielsweise erhielten Regenmäntel eine romantische Note: Erstere, die in Zusammenarbeit mit The North Face entworfen wurden, ist komplett schwarz und mit Blumenapplikationen geschmückt, während letztere rein weiß mit Blumen sind, die im Stoff selbst „versteckt“ sind.

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Simone Rocha SS25
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Cecilie Bahnsen x The North Face SS25
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Rick Owens SS25
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Dries Van Noten SS25
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Anteprima SS25
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Del Core SS25
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Marie Adam-Leenaerdt SS25
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Mugler SS25
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Walter Van Beirendonck SS25
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Denzil Patrick SS25
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Hermés SS25
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Issey Miyake SS25
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Dries Van Noten SS25
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Khaite SS25

In Paris erforschten Dries Van Noten und Rick Owens eine eher utilitaristische Dimension transparenter Mode. Sie entwarfen Regenmäntel, die als Wetterschutz über farbenfrohen Hemden getragen werden konnten, oder dünne Schichten, die über andere halbtransparente Stoffe gelegt wurden, um eine gespenstische Atmosphäre zu erzeugen. Durchsichtige Kleidungsstücke tauchten auf dem Laufsteg von Anteprima, Del Core und Marie Adam-Leenaerdt wieder auf, und zwar in Form von rosafarbenen Schleierjacken, meergrünen Tuniken und passenden Hosen oder, im Fall der aufstrebenden belgischen Designerin, ultrataillierten, nackten Trenchcoats mit hohem Hals und knöchelgrasenden Längen. Wie Khaite setzte auch Denzil Patrick auf Pastelltöne, wobei Pastellblau auf Strickjacken zum Tragen kam, während Issey Miyake ein herausragendes Stück transparenter Oberbekleidung präsentierte: einen beigen Look, der aus dünnen Schichten gefertigt ist, die an die Silhouette eines Imkeroutfits erinnern. Transparente Details fanden sogar ihren Weg zu Hermés, wo das Haus den Stil in einen elfenbeinfarbenen Workwear-Overall für Frühjahr/Sommer 2025 übertrug. Für das Clubbing stellte sich die in New York ansässige Marke Luar eine durchsichtige Taftjacke vor, die mit einem Streifen schwarzer Pailletten am Kragen geschmückt war, kombiniert mit Overknee-Cuissardstiefeln. Kurz gesagt, im nächsten Sommer wollen Marken, dass wir farbenfroh und doch mit einer dünnen, transparenten Schicht überzogen sind, die uns — und unsere kostbaren Outfits — vor jedem Wetter schützt.

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