
Der Miu Miu Literary Club kehrt für die zweite Ausgabe zur Milan Design Week zurück Die Marke wird die Themen Mädchenschaft, Liebe und Sexualerziehung anhand von Literatur untersuchen

Während der Design Week verwandelt sich Mailand in einen kontinuierlichen Fluss von Veranstaltungen, Installationen und Vernissagen. Überfüllte Straßen, die von einem Termin zum anderen hetzen, eine Energie, die jeden Winkel der Stadt umhüllt. Aber im Circolo Filologico Milanese vergeht die Zeit anders. Hier kehrt neben Büchern, Aufführungen und Gesprächen der Miu Miu Literary Club zurück, ein Projekt der Maison, das sich der Wiederentdeckung vergessener großer Schriftstellerinnen widmet und über die Rolle der Frauenliteratur in der heutigen Kulturlandschaft nachdenkt. Nach dem Erfolg seiner ersten Ausgabe, „Writing Life“, konzentriert sich der Miu Miu Literary Club 2025 auf Themen wie Mädchenschaft, Liebe und Sexualerziehung anhand zweier grundlegender Persönlichkeiten: Simone de Beauvoir und Fumiko Enchi. Am 9. und 10. April veranstaltet der historische Circolo Filologico Gespräche und Live-Auftritte, bei denen führende Stimmen aus Verlagswesen und Kultur zusammenkommen, um die Werke dieser beiden Autoren aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Das vollständige Programm wird in Kürze bekannt gegeben, die Registrierung beginnt am 3. April auf miumiu.com.
In der letzten Ausgabe debütierte der Miu Miu Literary Club mit einer Reihe von Diskussionen, die Sibilla Aleramo und Alba de Céspedes gewidmet waren. Zu den am meisten besuchten Veranstaltungen gehörte die von Lou Stoppard moderierte Debatte mit Jhumpa Lahiri, Claudia Durastanti und Sheila Heti, in der das weibliche Tagebuchschreiben anhand von Forbidden Notebook untersucht und darüber nachgedacht wurde, wie Tagebücher seit langem ein Instrument des intimen und politischen Ausdrucks für Frauen sind. Zin Tsjeng hingegen leitete die Diskussion über A Woman mit Viola Di Grado, Selby Wynn Schwartz und Xiaolu Guo und hob die Rolle weiblicher Freundschaft als Akt des Widerstands hervor. Die Diskussionen eröffnete Tina Kunakey. Neben den Vorträgen verwandelte sich die zweitägige Veranstaltung in ein immersives Erlebnis mit Poesie-Slam-Spielen, Lesungen und Live-Musik. Auftritte von Serena Braida und John Glacier sorgten für Momente performativer Reflexion, gefolgt von Live-Sets von Arlo Parks, Aziya und Mathilde Fernandez in einer intimen Retro-Atmosphäre voller Samtsofas und Bücherstapel. Mit dieser neuen Ausgabe bekräftigt der Miu Miu Literary Club seine Identität als lebendiger kultureller Raum, in dem es bei Frauenliteratur nicht nur um Erinnerung geht, sondern um ein Instrument zur Neuinterpretation der Gegenwart.










































