
Sollten Sie Ihre sozialen Medien vor einem Vorstellungsgespräch bereinigen? In Italien bearbeitet fast jeder zehnte Kandidat sein Profil während des Rekrutierungsprozesses
Eine aktuelle Studie der Rekrutierungsplattform Indeed hat eine heftige Debatte ausgelöst. Sie ergab, dass jeder vierte italienische Kandidat sein Profil auf Plattformen wie Instagram und TikTok vor einem Vorstellungsgespräch ändert. Die Studie, die an einer Stichprobe von 500 Kandidaten und 500 Unternehmen durchgeführt wurde, zeigt auch, dass 73% der am Rekrutierungsprozess beteiligten Arbeitgeber die Social-Media-Konten der Kandidaten überprüfen.
Tatsächlich ist die Jobsuche heute zu einer so anspruchsvollen und zeitaufwändigen Aktivität geworden, dass im Vergleich zu vor einigen Jahren jeder kleine Vorteil im Rekrutierungsprozess wirklich einen Unterschied machen kann, insbesondere für diejenigen, die in einer Großstadt arbeiten — wo der Pool an Möglichkeiten ziemlich groß und der Wettbewerb härter ist.
Die Jobsuche wurde an sich schon immer als stressige Aktivität angesehen, aber es stimmt auch, dass der Rekrutierungsprozess in den letzten Jahren wirklich komplexer geworden ist. Sobald ein Kandidat für eine bestimmte Stelle in die engere Wahl gekommen ist, umfasst der folgende Weg fast immer mehrere Vorstellungsgespräche, manchmal drei oder mehr, und nicht selten psychologische, Eignungs- oder Logiktests sowie zu erledigende Übungen und Aufgaben.
Wie ist das Verhältnis der Generation Z zur Arbeit?
@pasha Gen Z healthy work boundaries #comedy #genz I think the workplace is rоtten right to the core - Pasha Grozdov
In der von Indeed durchgeführten Studie gaben 38% der Kandidaten der Generation Z an, ihr Profil geändert zu haben, bevor sie sich für eine bestimmte Stelle beworben haben, verglichen mit 17% der Generation X. Experten zufolge ist dies eine ziemlich signifikante Zahl, insbesondere angesichts der unterschiedlichen Beziehung, die jüngere Menschen Berichten zufolge zur Arbeit haben: mehr Aufmerksamkeit für Flexibilität, eine bessere Balance zwischen Privat- und Berufsleben und eine geringere Bereitschaft, starre Hierarchien, lange Arbeitszeiten und Arbeit zu akzeptieren, die im täglichen Leben zu viel Platz einnimmt.
Die Erfahrung der Pandemie und die daraus resultierenden Lockdowns von 2020 und 2021 veranlassten viele junge Menschen, bestimmte Aspekte ihres Arbeitslebens zu hinterfragen und sich nach Positionen umzusehen, die eine bessere Lebensqualität garantieren. Dieser Wandel war jedoch vor allem auch auf einen prekäreren und wettbewerbsfähigeren Arbeitsmarkt sowie auf das wachsende Misstrauen zurückzuführen, dass der eigene Beruf tatsächlich bessere wirtschaftliche und soziale Bedingungen garantieren kann.










































