Monte Carlo hat ein neues ultraluxuriöses Viertel am Meer Entwickelt, um das Mikrogebiet des Landes zu erweitern

In der Rangliste der Länder mit dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen belegt das Fürstentum Monaco seit langem eine der Spitzenpositionen. Viele Unternehmer, Sportler und Persönlichkeiten aus der Unterhaltungswelt leben hier und entscheiden sich aufgrund der im Vergleich zu anderen europäischen Ländern günstigen und deutlich niedrigeren Steuern häufig für einen Umzug. Schätzungen zufolge hat in Monaco jeder dritte Einwohner ein Einkommen von über einer Million Euro. Mit etwas mehr als zwei Quadratkilometern Fläche, einer Bevölkerung von 36.000 Menschen und der höchsten Bevölkerungsdichte der Welt ist das Fürstentum Monaco nach dem Vatikan auch der zweitkleinste Staat der Welt. Aus diesem Grund kündigte das Land vor etwa einem Jahrzehnt an, sein Gebiet mit einem ehrgeizigen Projekt zu erweitern, das seine Fläche um 3% vergrößerte: Dies ist Mareterra, ein luxuriöses Viertel, das sich durch ein Landgewinnungsprojekt über dem Meer erstreckt.

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Das kürzlich eingeweihte Projekt wurde mit einer Investition von 2 Milliarden Euro durchgeführt und stellt eine der bedeutendsten städtischen Interventionen in der jüngeren Geschichte Monacos dar. Mareterra umfasst exklusive Wohnanlagen sowie einen beträchtlichen Teil der öffentlichen Bereiche, darunter Parks, Radwege, Gewerbegebiete und eine Promenade entlang der Küste, die zum berühmten Larvotto Beach führt. An der Gestaltung des Viertels waren renommierte internationale Architekten beteiligt, darunter Norman Foster, Tadao Ando, Stefano Boeri und Renzo Piano. Der Komplex umfasst über 100 Wohnungen und mehr als zehn Villen. Die Immobilienpreise wurden zwar nicht bekannt gegeben, Schätzungen gehen jedoch von Werten über 100.000 Euro pro Quadratmeter aus. In einem Gebiet, in dem der Platz begrenzt ist und Wohnungen zu den teuersten in Europa gehören, konzentrierte sich das Mareterra-Projekt auf groß angelegte Lösungen, die auf dem Immobilienmarkt von Monaco sehr gefragt sind. Es überrascht nicht, dass alle verfügbaren Wohnungen und Villen vor Abschluss des Projekts verkauft wurden.

Die Vision hinter Mareterra

Seit 1861, als Monaco im Austausch für die Unabhängigkeit 95% seines Territoriums an Frankreich abtrat, musste das Land immer höhere Gebäude errichten oder Land aus dem Meer zurückgewinnen, um den Platzmangel und die wachsende Bevölkerung zu bewältigen. So sahen beispielsweise die Entwicklungsprojekte in den Bezirken Larvotto und Fontvieille, die zwischen den 1960er und 1970er Jahren durchgeführt wurden, bereits die Ausdehnung der städtischen Gebiete Monacos in Richtung Meer vor, wodurch die Küstenlandschaft des Landes verändert wurde. Das Viertel Fontvieille wurde auf einer großen wiedergewonnenen Fläche errichtet, zu der auch der berühmte Hafen von Monaco, der gleichnamige Park und zahlreiche Wohngebäude gehören. In ähnlicher Weise wurde in Larvotto ein modernes Küstenviertel geschaffen, das heute aufgrund der Präsenz zahlreicher Luxushotels und Apartments für seine Exklusivität bekannt ist. Mareterra ist die achte derartige Initiative in der Geschichte des Landes.

Die Initiative wurde jedoch zunächst wegen ihrer Umweltauswirkungen kritisiert. „Wir sind uns bewusst, dass die nachhaltigste Wahl darin bestünde, überhaupt nicht zu bauen“, sagte Céline Caron-Dagioni, Umweltministerin, während der Einweihungsveranstaltung (Quelle). „Aber die Bevölkerung wächst und unser Gebiet ist begrenzt, zwischen den Bergen und dem Meer begrenzt. Wir haben ein beispielhaftes Projekt zur Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor ins Leben gerufen, das als Vorbild für andere Länder in ähnlichen Situationen dienen könnte.“ Das neue Viertel wird als Modell für nachhaltiges Bauen präsentiert. Die Gebäude wurden mit innovativen Techniken und umweltfreundlichen Materialien errichtet, wobei die verwendete Energie ausschließlich aus erneuerbaren Quellen stammt. Die weitläufigen Grünflächen des Bezirks sind mit etwa 800 Bäumen geschmückt — hauptsächlich Pinien, die aus Pistoia stammen. Um die Biodiversität der Meere zu fördern, wurden außerdem ökologische Korridore und künstliche Riffe geschaffen, um Meereslebewesen zur Besiedlung des neuen Küstengebiets zu ermutigen. Dieser Fokus auf Nachhaltigkeit war ein Eckpfeiler des Projekts, das darauf abzielte, sich in die umliegende Landschaft zu integrieren und gleichzeitig die Umweltbelastung zu minimieren. Der Bezirk wurde von Fürst Albert II. von Monaco als „Öko-Bezirk“ beschrieben, der erklärte: „Ich wollte, dass dieses neue Gebiet die Exzellenz und Geselligkeit verkörpert, die das Fürstentum Monaco so gut definieren. Mareterra wird sich nahtlos in unsere Küste integrieren und in ein paar Jahren als natürliche Erweiterung unseres Territoriums betrachtet werden.“

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